bei meiner Tochter (11 J.) hat unser Hausarzt jetzt innerhalb von 4 Wochen dreimal Mittelohrentzündung diagnostiziert.
die erste war einseitig rechts und kam am Ende einer kurzen aber heftigen Erkältung mit „Nase zu“. Medikamente: ein 3-Tages-Antibiotikum und Nasentropfen zum Abschwellen. Das Antibiotikum schlug nicht an, also
beim Nachkontrollieren ein zweites Anbibiotikum, 10 Tage lang.
Dann war eine Woche Ruhe, nun ist seit gestern das andere Ohr entzündet. Medikation: homöopatische Tabletten und Ohrentropfen mit antibiotischen, schmerzlindernden und cortisonhaltigen Bestandteilen.
Ich traue unserem Hausarzt zwar diagnostisch schon einiges zu, aber ich verstehe es nicht: wie kann es sein, dass sich innerhalb kurzer Zeit diese Entzündungen im Mittelohr wiederholen? Und die Seite wechseln? Irgendwie erscheint mir das doch schleierhaft…
Er sagt zwar, „das kommt schon mal vor“, aber mir bleiben doch viele Fragen…
Ohrschutz mit Kapuze/Stirnband, Ausfall des Schwimmunterrichts usw. waren uns seit der ersten Entzündung selbstverständlich.
Neben dem bakteriellen Infekt habe ich einen anderen Verdacht: meine Tochter hat seit Anfang des Jahres Stress in der Schule mit mobbing-ähnlichen Vorkommnissen. Kann von einem solchen Stress auch eine Mittelohrentzündung ausgelöst werden („nichts mehr davon hören wollen…“)?? Oder irgendwie vom „zuviel-Zähne-zusammenbeißen“ und dadurch ein Reiz im Kiefergelenk oder so? Kann das sein?
bei sich wiederholenden Mittelohrentzündungen sind häufig vergrößerte Rachenmandeln und oder Nasenpolypen schuld, die eine Belüftung des Mittelohrs verhindern und somit einen idealen Nährgrund für Bakterien und Viren schaffen.
Unser Sohn(10 Jahre) hatte in und vor den letzten Sommerferien innerhalb von 6 Wochen 5 mal eine Mittelohrentzündung, Antibiotika schlugen nur kurzfristig an. Er hatte davor nie Probleme damit. Nach Vorstellung bei einem guten HNO Arzt wurden ihm dann die Rachenmandeln und Nasenpolypen entfernt, die von Geburt an vergrößert waren, aber bis dato noch keine wesentlichen Probleme bereitet hatten. Danach war Ruhe, bis heute keine weiteren Probleme.
Streß kann für alles mögliche zuständig sein, sicher auch für eine erhöhte Infektanfälligkeit, aber normalerweise verfügen 11jährige über ein sehr stabiles Abwehrsystem, so daß mir diese Variante eher unwahrscheinlich vorkommt.
Geh zu einem guten HNO Arzt und erläuter ihm den bisherigen Verlauf, ich schätze der kann dir dann weiterhelfen.
so viel Antibiotikum?
Hallo Sophia,
bin selbst kein Arzt, kann aber meine Erfahrung zu den Mittelohrentzündungen meines 4 1/2 jährigen Sohnes schildern.
Er hatte bis heute an die 15 Entzündungen dieser Art - habe aufgehört zu zählen. Trotz der Häufigkeit hat seine Kinderärztin aber nur 2 mal ein Antibiotikum verschrieben. Das waren 2 sehr, sehr starke Mittelohrentzündungen, bei denen sie absolut kein Risiko eingehen wollte.
Mich hat erschreckt, dass Euer Kinderarzt Antibiotika scheinbar sehr schnell einsetzt. Ich vermute, Deine Tochter bekam für vorhergehende Infekte bereits jede Menge Antibiotika. Kann es sein, dass deswegen das Antibiotikum gegen die Mittelohrentzündung nicht mehr anschlägt?
Bei meinem Sohn habe ich folgende Aufträge von der Kinderärztin und dem HNO bekommen:
Nase freihalten (tagsüber mit salzhaltigen Nasentropfen/ -spray, nachts mit abschwellenden Nasentropfen)
beim Schlafen ein Inhalat auf den Schlafanzug tropfen (ich benutze Babix, das ist für Säuglinge, Kinder und Erwachsene geeignet)
Rotlicht (10 - 15 min, auf die Nase und unbedingt nochmal hinten auf den Nacken)
nach dem Haare waschen die Haare richtig trocken fönen , vor allem den Nackenbereich und dann evtl. eine Mütze aufsetzen (bis die Haare wirklich trocken sind)
auf keinen Fall Watte oder so in die Ohren stopfen
Hallo Sophia,
die Tipps von Claudia kann ich nur bestätigen. Bei „Nase freihalten“ wäre es allerdings noch schöner, wenn Dein Kind sich eine richtige Nasenspülung mit lauwarmem Wasser und Emsersalz gefallen lassen würde. Das Gerät und das Salz gibt es in der Apotheke.
Meine Tochter hat von ihrem 2. Lebensjahr an mit Mittelohrentzündungen zu kämpfen gehabt und immer wieder Amtibiotika bekommen. Das ging so weit, dass sie fast taub wurde, weil beide Trommelfelle vernarbt waren. Dazu muss man allerdings sagen, dass das schon 18 Jahre her ist. Wir haben dann einen Ohrenarzt gefunden, der ihr Röhrchen in die Trommelfelle gesetzt hat, damit das dahinter befindliche Sekret ablaufen konnte. Dieser Arzt hat ihr dann bei erneuten Entzündungen so kleine Zuckerkügelchen (Globuli) verschrieben. Die hießen Apis Belladonna cum Mercurio. Das war ein homöopatisches Mittel und hat super gewirkt. Sie nimmt es noch heute, wenn sie merkt, dass sich wieder etwas anbahnt. Frage doch mal Deinen Arzt, was er davon hält.
Das mit den Mandeln würde ich mir aber noch genau überlegen - bei meinem Sohn hat es zum Beispiel gar nichts genützt.
Gute Besserung
Ricarda
versuch es mal mit 3 x tgl. hochdosierten Enzymen bzw. mit den günstigeren Bromelain Tabl. über mindestens 3-4 W., auch wenn sie teuer sind. Meinen Kindern half beim Ohr diese Medizin.
Die Tabl. sind unschädlich und entzündungshemmend.
Bei Besserung dann etwas weniger einnehmen, aber noch einige Tage länger über die Genesung hinaus.
Nasentrf. zusätzlich anwenden ist kein Fehler und auch mehrmals tägl. Druckausgleich machen. (Mund und Nase zuhalten und dann durch die Nase pusten)
Viel Erfolg!
Gruß Rosa
bei meiner Tochter (11 J.) hat unser Hausarzt jetzt innerhalb
von 4 Wochen dreimal Mittelohrentzündung diagnostiziert.
die erste war einseitig rechts und kam am Ende einer kurzen
aber heftigen Erkältung mit „Nase zu“. Medikamente: ein
3-Tages-Antibiotikum und Nasentropfen zum Abschwellen. Das
Antibiotikum schlug nicht an, also
beim Nachkontrollieren ein zweites Anbibiotikum, 10 Tage
lang.
Dann war eine Woche Ruhe, nun ist seit gestern das andere Ohr
entzündet. Medikation: homöopatische Tabletten und
Ohrentropfen mit antibiotischen, schmerzlindernden und
cortisonhaltigen Bestandteilen.
Ich traue unserem Hausarzt zwar diagnostisch schon einiges zu,
aber ich verstehe es nicht: wie kann es sein, dass sich
innerhalb kurzer Zeit diese Entzündungen im Mittelohr
wiederholen? Und die Seite wechseln? Irgendwie erscheint mir
das doch schleierhaft…
Er sagt zwar, „das kommt schon mal vor“, aber mir bleiben doch
viele Fragen…
Ohrschutz mit Kapuze/Stirnband, Ausfall des Schwimmunterrichts
usw. waren uns seit der ersten Entzündung selbstverständlich.
Neben dem bakteriellen Infekt habe ich einen anderen Verdacht:
meine Tochter hat seit Anfang des Jahres Stress in der Schule
mit mobbing-ähnlichen Vorkommnissen. Kann von einem solchen
Stress auch eine Mittelohrentzündung ausgelöst werden („nichts
mehr davon hören wollen…“)?? Oder irgendwie vom
„zuviel-Zähne-zusammenbeißen“ und dadurch ein Reiz im
Kiefergelenk oder so? Kann das sein?