Hallo,
heute war eine meiner Lieblingstanten zu Besuch. Sie erzählte
mir von ihren Leiden und ich dachte nur, dass sowas nicht sein
kann. Also schildere ich hier mal im Groben den Fall und
hoffe, dass jemand hilfreiche Tipps oder Links hat, die uns
helfen können.
Also, meine Tante ist 54 Jahre alt und leidet seit über 20
Jahren an Bluthochdruck. Dagegen nimmt sie Tabletten.
Aber
seit ungefähr einem Jahr hat sie extreme Wassereinlagerungen,
die so doll sind, dass sie teilweise nicht einmal mehr die
Treppe hinaufsteigen kann, geschweige denn ihren Haushalt
führen.
Also: Das ist soo beschrieben, kaum vorstellbar, denn wenn es zu Wassereinlagerungen kommt, dann bleibt das nicht auf einem Niveau plötzlich stehen sondern würde immer mehr und mehr und das hält der Mensch höchstens ein paar wenige Wochen aus und dann wäre sie schwerkrank in einem Krankenhaus. Ganz abgesehen WO ist denn das Wasser?
Andererseits gibt es natürlich Blutdruckmedikamente, die geringe Wassereinlagerungen an den Beinen machen können, aber nicht soviel dass man die Treppen nicht heraufkommt.
Natürlich war sie deswegen schon beim Arzt, bzw ist
von einem
zum nächsten gerannt.
Sie wurde auf Niere, Blase, Herz (Ultraschall) usw getestet,
doch keiner hat was gefunden.
Da würde ich definitv nicht drauf wetten. Das reden sich sehr sehr viele Patienten einfach „schön“, bzw. verdrängen meisterlich.
Blutwerte ect sind alle ok.
Ein höchst typisches Argument. Wenn die Blutwerte ok sind ist man gesund. Wir werden bei Visite sehr häufig ausschließlich nach Blutwerten als solches gefragt, und die Welt ist in Ordnung, wenn ich sage: Im Blut war nichts Auffälliges zu sehen. Das anschließende „Aber…“ wird schon gar nicht mehr wahrgenommen.
Dass sie sehr gründlich nach den Ursachen des Bluthochdrucks untersucht wurde, beweist, dass ihr Arzt auch an das Schlafapnoe-Syndrom gedacht hat, eine sehr häufige Ursache für Bluthochdruck, das zu wissen, bzw. „dranzudenken“ zeigt, dass sich der Arzt gründlich mit ihr auseinandergesetzt hat.
Nun ist es so, dass bei ihr vor etwa 2 Jahren *Schlafabnoe*
festgestellt wurde. Sie sagt, seit einiger Zeit kann sie aber
selbst m it Gerät nicht mehr gut schlafen, obwohl sie es schon
hat neu einstellen lassen.
Manchmal wacht sie morgens schon mit einem Blutdruck von 180
auf und kann sich durch das Wasser kaum bewegen.
hmmmmmm.!!!
Mal unter uns: Frage den Hausarzt oder die Arzthelferin wann das letzte Rezept für ihre Medikamente abgeholt wurde und schau nach wieviele Tabletten noch in den Packungen sind. Wundere dich nicht, wenn insbesondere bei der abendlichen Dosis Auffälligkeiten sind. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Abendtabletten wesentlich häufiger vergessen werden, als Morgentabletten. Das erklärt z.B., warum sie mit 180 aufwacht.
Hinzu kommt eine Blasenentzündung (mit Blut im Urin),
für die
sie nun schon das dritte Penicilin verschrieben bekam,
welches auch nicht anschlägt!
Schau auch hier mal in die Packungen, ob sie wirklich aufgebraucht wurden. Ganz abgesehen davon werden Antibiotika verschrieben, Penicillin ist eines davon. Ist es wirklich 3x das gleiche Präparat, lass es dir zeigen.
Du meine Güte! Das gibt es doch gar nicht! Da muss
doch was
sein, oder?
Das erste ist, dass du deine Tante kritisch hinterfragen musst, ob die Berichte alle so sind, wie sie sie erzählt.Sie sieht die Dinge aus ihrer Sicht und erzählt nur das, was sie erzählen will. Das zweite gehe mit ihrem Einverständnis zu ihrem Hausarzt, aber überdonnere diesen nicht gleich mit spitz formulierten Vorwürfen, sondern denke immer dran, dass vorausgesetzt du gabst euer Gespräch sinngemäß richtig wieder, da viel so klingt, als wäre deine Tante nicht so ganz zuverlässig. Das Ziel sollte sein, durch gemeinsames Arbeiten, dass es ihr wieder besser geht. (Ambulante Pflege??)
Ganz abgesehen davon: Wann wurde denn der Herzultraschall gemacht?? Nur weil irgenwann mal nichts am Herzen war, heißt das nicht, dass nie was sein wird oder jetzt doch was ist. Hat ihr der Hausarzt sicher nie vorgeschlagen, sich doch einmal ins Krankenhaus zu begeben?
WerWeissWas???
Danke Anja