verschiedene Studien belegen Risikoreduzierung
Hallo Nina,
in vielen Studien wurde die Wirkung von Antioxidantien auch in Verbindung mit Zink, auf den Verlauf der AMD bereits untersucht.
Damit kann bekanntermaßen keine Heilung erreicht werden, aber die Makuladegeneration kann laut Studien, bei einem Teil der Patienten (je nach Wirkstoffkombinationen - siehe Studien im Vortrag) verzögert, bzw. aufgehalten werden, nicht immer ganz ohne Nebenwirkungen.
Hier ist eine sehr aufschlussreiche Seite mit einem vollständigen Vortrag über diese Studienergebnisse:
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4.) Orthomolekulare Therapie bei Makuladegeneration
http://www.ophthalmologie.de/vortraege.htm
Am besten kompletten Vortrag für deinen Vater zum Lesen ausdrucken und komplett lesen, aber hier ist ein kleiner Auszug aus diesem Vortrag:
Orthomolekulare Therapie bei Makuladegeneration
Dr. med. Maren Kitay
Ostpreussenweg 2
31737 Rinteln
Tel. 05751-5285
Fax 05721-963109
Sehr geehrte Herren, sehr geehrte Damen,
im Anschluß an den hochinteressanten Vortrag von Dr. Marx, möchte ich Ihnen die Orthomolekulare Therapie bei altersbedingter Makuladegeneration näher bringen.
Der Vortrag soll 2 Fragen beantworten:
- Brauchen wir bei gesunder vitalstoffreicher Ernährung überhaupt eine Nahrungsergänzung?
- Kann die Einnahme von Antioxidantien bei altersabhängiger Makuladegeneration eine Progredienz (Voranschreiten, Verschlechterung) verhüten?
Gegen oxidativen Stress besitzt das Auge zwei Schutzsysteme:
*antioxidative Enzyme = Repair-System
*antioxidative Verbindungen = Scavenger-System
Antioxidative Enzyme sind komplizierte Verbindungen, die im Organismus selbst hergestellt werden, falls die notwendigen Vitamine und Spurenelemente aus der Nahrung aufgenommen werden und die Synthesemechanismen intakt sind.
Antioxidantien sind dagegen einfache Substanzen, die direkt gegen freie Radikale wirken und vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Eine kontinuierliche Zufuhr ist über die Ernährung erforderlich.
Zu den antioxidativen Substanzen zählen Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Flavonoide, Q10, Spurenelemente wir Zink, Selen, Mangan, Kupfer.
Für einen wirksamen Schutz ist ein Zusammenwirken aller antioxidativen Enzyme und Antioxidantien notwendig.
Kommen wir zu der Frage, warum bei der AMD eine orthomolekulare Substitution sinnvoll sein könnte?
Die AMD ist eine Erkrankung der Netzhautmitte, die zu einer erheblichen und irreversiblen Schädigung der zentralen Sehschärfe führt. In der westlichen Welt ist sie die führende Ursache für einen irreversiblen Verlust der Lesefähigkeit und des zentralen Sehvermögens, Tendenz steigend.
Eine Restitutio ad integrum (Heilung der Erkrankung) ist durch die klinisch etablierten Therapieformen derzeit nicht möglich.
Als Ausgangspunkt für die Entstehung der AMD vermutet man heute eine Funktionsstörung im retinalen Pigmentepithel mit resultierenden Veränderungen der Bruchschen Membran. Zapfen und Stäbchen sondern täglich verbrauchte Membranscheiben ab, die vom Pigmentepithel abgebaut werden. Die anfallenden Lipide müssen im lysosomalen Stoffwechsel der retinalen
Pigmentzelle abgebaut werden. Bei einer Überforderung kommt es zur Ablagerung von Schlacken in der zentralen Netzhaut. Die ersten morphologisch erkennbaren Veränderungen werden als Drusen bezeichnet.
Die erhöhte Stoffwechselaktivität in der Makula sowie der photooxidative Stress, der zu einer Oxidation von Membranlipiden durch freie Radikale führt, erklärt einem verstärkten Bedarf an antioxidativen Substanzen.
Die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer AMD sind:
- Alter
- genetische Veranlagung
- Rauchen
- erhöhte Lichtexposition, blaue Augen
- Kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes
- Vitalstoffmangel
Studien zeigen, das niedrige Vitamin C-Spiegel das AMD-Risiko erhöhen; eine höhere Vitamin C Aufnahme gewährleistet einen wesentlichen Schutz.
West et. AI. 1994, Seddon 1994 und die Eye-Disease Group 1993 konnten durch Vitamin C-
Supplementierung das AMD Risiko um 35-45% verringern.
Die Age-Related Eye Disease Study, abgekürzt AREDS-Studie, die vom National Eye Institute in Bethseda USA gesponsert wurde, hat unter großem finanziellen Aufwand über 10 Jahre die Wirkung von Antioxidantien und Zink bei der AMD untersucht.
3640 nahmen an der AMD-Studie teil, 1117 Patienten an der Katarakt-Studie.
Studienmedikation:
Gruppe l: 500mg Vitamin C, 400 IU Vitamin E, 15 mg ß-Karotin
Gruppe 2: 80mg Zinkoxid, 2mg Kupfer
Gruppe 3: 500 mg Vitamin C, 400 IU Vitamin E, 15 mg ß-Karotin, 80 mg Zn0,2mg CU
Gruppe 4: Placebo
Ergebnisse:
In den Kategorien l und 2 hatte die Einnahme von Antioxidantien mit und ohne Zink keinen Einfluß auf die Entstehung einer AMD.
In den Kategorien 3 und 4 zeigte die Kombination von Vitaminen und Zink einen signifikant protektiven Einfluss bezüglich einer Verschlechterung der AMD.
Der Nutzen der Kombination betrug 25-30%.
Die Reduzierung des AMD-Risikos betrug 17% für die Einnahme der Antioxidantien, 21% für die Einnahme von Zink und 25% für die Kombination von Antioxidantien und Zink.
An unerwünschten Nebenwirkungen kam es in der Antioxidantiengruppe zu einer Gelbfärbung der Haut(8,6% vs. 6%).
In der Zink-Gruppe traten gehäuft Anämien auf(13,2% vs. 10%).
Die Ergebnisse der Studie liegen auf dem höchsten Niveau der Evidenz. Die Validität der Studie wird erhöht durch den geringen Verlust an Patienten in der Nachbeobachtungsphase. Damit stellt die ARED-Studie eine sehr gut geplante und
ausgeführte Studie dar, die nachweist, dass die Einnahme von Antioxidantien bei bestimmten Formen der Makuladegeneration eine Progredienz verzögern kann.
Viele Grüße, Renate
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