Hallo!
Meine Freundin sieht recht schlecht, braucht wahrscheinlich eine Brille und will ihre Augen mal richtig überprüfen lassen.
Ist der Gang zum Augenarzt zu empfehlen oder tut es auch der Sehtest beim Optiker?
Habt ihr gute bzw. schlechte Erfahrungen mit dem einen oder anderen gemacht und könnt davon berichten?
Ich denke, der Augenarzt sollte es schon genau wissen, andereseits ist der Optiker ja auch darauf ausgebildet und macht den ganzen Tag nichts anderes, sollte also gute Kompetenz an den Tag legen…Was meint ihr?
Gruß und danke schonmal!
Roland
Hallo Roland,
der Augenarzt kann natürlich einiges, was der Optiker nicht kann, z.B. den Augeninnendruck bestimmen (um einen Grünen Star auszuschließen) oder den Augenhintergrund untersuchen.
Eine Untersuchung des Augeninnendrucks ist, soviel ich weiß, keine Kassenleistung mehr, wenn nicht schon ein Verdacht vorliegt. Wie es mit dem Augenhintergrund ist, weiß ich nicht - bei mir wird das gemacht, weil ich da mal gelasert worden bin.
Der Augenarzt wird wenig Zeit haben. Dafür hat er auch nichts davon, eine Brille zu verschreiben, daran verdient er nichts. Daher wird seine Empfehlung hier so ausfallen, wie es medizinisch sinnvoll ist.
Der Optiker hat mehr Zeit. Aber er lebt davon, dass er Brillen verkauft.
Zu wem deine Freundin nun geht, müsst ihr selber entscheiden. Es spricht nichts dagegen, zuerst einmal zum Augenarzt zu gehen, und ihr müsst euch ja auch nicht an seine Empfehlung bezüglich Glasstärke etc. halten. Wenn der Optiker einen anderen Wert misst, könnt ihr immer noch dem Optiker glauben, denn wie gesagt, kann er sich mehr Zeit nehmen, außerdem macht er den ganzen Tag nichts anderes - vielleicht hat er auch etwas mehr Erfahrung als ein Augenarzt, der ja noch tausend andere Dinge im Kopf haben muss.
Schöne Grüße
Petra
Hai, Roland,
am unteren Ende des Brettes hängt er noch, der Artikel, in dem das gerade Thema war: „Sehtest Augenarzt vs. Optiker“…
Die Quintessenz ist ungefähr: Augenärzte sind zum Heilen von Augenerkrankungen da, Optiker zum Ausmessen und Korrigieren von Fehlsichtigkeiten - dem kann ich mich aus Erfahrung anschließen.
Fazit: sie sollte zum Optiker
Gruß
Sibylle
oh ja 
oh, vielen dank, vielleicht sollte ICH mich auch mal gründlich untersuchen lassen 
klingt alles logisch, was dort steht. also ab zum optiker
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
nach meinen Erfahrungen ist immer der Augenarzt dran und nicht der Optiker.
Vielleicht hab ich damals auch nur einen miesen Optiker erwischt, der mir die Brillenstärke ausgemessen hat. Den Sehtest für den Führerschein gut 4 Wochen später habe ich mit neuen Brille jedenfalls nicht geschafft…da durfte ich mir dann komplette neue Gläser mit allen Drumherum neu kaufen…
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass mich dieser Optiker nicht mehr wiedergesehen hat, oder?
LG,
Birgit
Hallo Roland,
Meine Freundin sieht recht schlecht, braucht wahrscheinlich
eine Brille und will ihre Augen mal richtig überprüfen lassen.
Ist der Gang zum Augenarzt zu empfehlen oder tut es auch der
Sehtest beim Optiker?
bei der ersten Brille empfehle ich beides.
Zunächst mal den Besuch beim Augenartzt, der dann feststellt woraus die Fehlsichtigkeit resultiert. Denn es ist ja z.B. nicht generell Altersweitsichtigkeit der Verursacher der Fehlsichtigkeit. Auch Hornhautkrümmungen, Linsentrübungen und grüner oder grauer Star etc. beeinträchtigen das Sehvermögen.
Wenn dann abgeklärt ist, daß der Augeninnendruck OK ist, und festgestellt wurde, worauf die Fehlsichtigkeit zurückzuführen ist,
wird der Augenarzt Abhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen vorschlagen. Er wird die Korrekturwerte messen und für den Gang zum Optiker mitteilen. Außerdem solltest Du hinterfragen ob Deine Augen Kontaktlinsen überhaupt vertragen können, falls der Wunsch danach besteht. Ich z.B. bin durch zu trockene Augen zum Tragen einer Brille verdammt, hätte damals lieber Linsen gehabt.
Habt ihr gute bzw. schlechte Erfahrungen mit dem einen oder
anderen gemacht und könnt davon berichten?
Ich denke, der Augenarzt sollte es schon genau wissen,
andereseits ist der Optiker ja auch darauf ausgebildet und
macht den ganzen Tag nichts anderes, sollte also gute
Kompetenz an den Tag legen…Was meint ihr?
Mit den vom Augenarzt gemessenen Werten marschierst Du beim Optiker auf und läßt den dann auch nochmal messen. Anschließend sollte er auf das selbe Ergebnis gekommen sein, wie zuvor schon Dein Augenarzt.
Das Messen beherrschen i.d.R. beide gleich gut. Die Geräte dafür sind beim Optiker oft neuer und moderner. Augenkrankheiten wird der Optiker aber eher nicht feststellen können. Warst Du bei beiden, bist Du auf der sicheren Seite.
Gruß,
Gerhard