Meningitis - wie ansteckend

Hallo,
meine Grossmutter liegt im Krankenhaus im Sterben. Nun stellte sich raus, dass sie Meningitis hat, laut Arzt die Version, die nicht so schlimm wäre (wobei ich mir eine Meningitis, die nicht schlimm ist, nciht vorstellen kann).
Ich selbst wohne in Belgien und hatte noch keinen Kontakt mit ihr, aber meine Eltern.

Meine Fragen:

  1. Welchen Test müssen meine Eltern machen, damit ich weiss, dass sie keine Überträger sind?
  2. Wie lange dauert die Inkubationszeit?
  3. Wie verläuft die Ansteckung? Tröpfcheninfektion?
    Falls ich weitere wichtige Fragen übersehen habe, könntet ihr mir die bitte auch beantworten?

Ich danke euch vielmals!!

LG,
Sebastian

Kommt darauf an
… durch welche Erreger verursacht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Meningitis

Also doch den Befund aus BE rausfinden.

Gruß

Stefan

Hallo,
es gibt eine große Anzahl verschiedener Erreger für eine Meningitis und eine mehrere Möglichkeiten, eine Meningitis zu bekommen.
Zu letzterem:
Eine Meningitis kann bspw. als Komplikation einer bestehenden Infektion auftreten. So kann bspw. aus einer bereits bestehenden INfektion oder einer nosokomialen (im Krankenhaus auftretenden) Infektion sekundäre eine Meningitis werden (ausgehend von bspw. einer Pneumonie oder Sepsis). Hier kommen Erreger in Frage wie etwa Pneumokokken, Staph. aureus, E. coli, Pseudomonas, etc. Solche Meningitiden sind für den betroffenen problematisch aber für die Kontaktpersonen nicht notwendigerweise ansteckend.
Desweiteren kann es auf Grund Immunschwäche (hierzu gehört auch ein bestimmtes Alter, Vorerkrankungen und/oder OP’s) zu einer Meningitis kommen (bspw. durch Listerien, Viren oder auch oben genannte Nosokomialkeime. Selten ist auch eine tuberkulöse Meningitis, meist als Folge einer TB im ‚jungen Jahren‘ und Reaktivierung im Alter. Auch in solchen Fällen ist das Risiko der Ansteckung für Kontaktpersonen gering, da die Meningitis ‚endogen‘ bedingt war.
Schlußendlich gibt es die Meningitis durch Meningokokken, bei der ein erhöhtes Risiko der Übertragung auch auf Kontaktpersonen besteht (die Erreger werden über Tröpfchen übertragen). In solchen Fällen kann über eine prophylaktische antibiotische Behandlung der enegen Kontaktpersonen nachgedacht werden.
Ich würde also erst einmal den Befund abwarten und dann hören, was die behandelnden Doc’s sagen. Die wissen im Regelfall, ab wann welche Maßnahmen für die Umgebung sinnvoll sind.
VG Oliver

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