Vollnarkose PLUS Lokalanästhesie ?

Hallo,

nochmal eine kurze Frage an die Wissenden:

Ist es üblich (oder überhaupt in Ordnung), wenn eine Klinik für eine Operation sowohl eine Vollnarkose (die auf jeden Fall durchgeführt wurde) als auch intraoperative Lokalanästhesien und Infiltrationsanästhesien (an die sich der Patient nicht erinnern kann, da er ja voll narkotisiert war) berechnet - wird so etwas tatsächlich durchgeführt (doppelt anästhesiert hält besser)?

Nach Erwachen aus der Vollnarkose wurde der fragliche Patient mit Novalgin gegen die Schmerzen behandelt.

Vielen Dank
und viele Grüße

Frank

Moin, Frank,

das sind die neuesten Erkenntnisse: Vollnarkose stellt zwar ruhig, betäubt aber keineswegs die Schmerzleitung. Der Patient kann nach der Operation die gleichen Schmerzen haben, als hätte man ihn gar nicht betäubt. Such mal nach Schmerzgedächtnis, da solltest Du fündig werden. In Spektrum der Wissenschft war vor längerer Zeit mal ein Artikel zum Thema.

Gruß Ralf

Hallo!

Je nach OP ist das schon üblich. Z.B. bietet es sich bei einer größeren Bauch-OP an, vorher einen Periduralkatheter (in die Nähe des Rückenmarks) zu legen. Erstens wird dann die Bildung des Schmerzgedächtnisses und die Bahnung von Schmerzen vermindert (wie mein Vorredner schon sagte) und der Bedarf an den Mitteln für die Vollnarkose wird gesenkt, so dass häufig eine größere Kreislaufstabilität erreicht wird.
Manche Chirurgen infiltrieren das Wundgebiet nach Anlage der Hautnaht mit Lokalanästhetikum, um auch da der Schmerzentwicklung vorzubeugen.

Je nach Betäubung muss das vorher mit dem Patienten abgesprochen werden. Wenn du mehr Details mitteilst, könnte man etwas konkreter antworten.

MfG, Steffi

Hallo,

prinzipiell ist es durchaus möglich, dass „doppelt“ aneästhisiert wird. Wurde bei mir auch mal gemacht. Allerdings muss man doch alles vorher, beim Aufklärungsgespräch, doppelt und dreifach unterzeichnen. Da hätte die zweite Anästhesie eigentlich angesprochen werden müssen.

Ciao
Kaj

Nee…
Hi,

das sind die neuesten Erkenntnisse: Vollnarkose stellt zwar
ruhig, betäubt aber keineswegs die Schmerzleitung.

sollte das ein verunglückter Scherz sein oder bist du einfach planlos? Das was der Laie _üblicherweise_ unter Vollnarkose versteht beeinhaltet NATÜRLICH eine Schmerz- und nicht nur eine Bewusstseinsausschaltung. Oder wolltest du hier ganz schlau sein und hast bewusst Schmerz leitung geschrieben da erstgenannte u.U. nur zentral wirkt?
Vielleicht hilft hier http://de.wikipedia.org/wiki/Narkose#Ziele erstmal weiter…

Der Patient
kann nach der Operation die gleichen Schmerzen haben, als
hätte man ihn gar nicht betäubt.

Hä? Hast du eigentlich irgendeine grundlegende Ahnung was Begriffe wie Narkose, Patientenüberwachung während der OP usw. bedeuten?

Viele Grüße,
J~

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Dein angelesenes Wikipedia-Wissen ist hier etwas mit Dir durchgegangen. Wem möchtest Du mit Deinem Beitrag eigentlich weiterhelfen. Die Erklärungen waren sehr aufschlussreich, nun wird durch Dich alles durcheinandergeworfen und Verunsicherung provoziert. Bist Du in irgendeiner Weise Fachmann auf medizinischem Gebiet??

Was bezweckst Du?

frieeda

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Hi Frieeda,

Dein angelesenes Wikipedia-Wissen ist hier etwas mit Dir
durchgegangen.

mein Wissen diesbezüglich habe ich nicht aus der Wikipedia (wenn dort deiner Meinung nach was falsches steht versuche bitte es kompetent zu korrigieren) und Ralfs Darstellung war schlichweg falsch (dargestellt) bzw. eine Binsenweisheit. Sowas sollte hier nicht unkorrigiert stehen bleiben.

Die Erklärungen waren sehr aufschlussreich,

Wohl kaum die aus dem Artikel auf den ich mich bezog. Oder was konkret meinst du war hilfreich?

nun
wird durch Dich alles durcheinandergeworfen und Verunsicherung
provoziert.

Was ist bedeutet denn für dich „alles“?

Viele Grüße,
J~

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[ot] zur Qualität von Antworten
Moin, J~,

niemand hält Dich davon ab, hier zur Aufklärung beizutragen, indem Du Dir zB die Arbeit machst, dem Fragesteller zu antworten. Mit Nölen und einem Verweis auf völlig ungesicherte Quellen wie Wikipedia, deren Qualität Du wohl so wenig einschätzen kannst wie jeder andere Nichtmediziner, ist allerdings keinem geholfen. Höchstens Deinem Ego.

Gruß Ralf

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Hast Du dieses ~Zeichen in Verbindung mit dem J in www denn schon jemals in Verbindung mit etwas Konstruktivem gelesen - wohl kaum. Irgendwer gab ihm eine Armbinde mit der Aufschrift „Aufpasser“ und einen dicken Schlüsselbund in die Hand und seitdem vollbringt er sein Werk. Am intensivsten je weniger Ahnung von der Materie.
Unsere Dorfpolitesse schreibt auch viel lieber BMW und Benze auf, als Opels usw. Geht ihr mal ein Rolls ins Netz, macht sie für den Rest des Tages blau. So stärkt sie~ ihr Ego.

*Wasnichallesgibbt*
frieeda

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Hi Frieeda,

Hi~

Ralfs Darstellung war schlichweg falsch

NEIN

Sowas sollte hier nicht unkorrigiert stehen bleiben.

Und dafür bist Du da?

Viele Grüße,
J~

Trotzdem: Was bezweckst Du mit Deinen destruktiven Beiträgen??

Hallo Steffi,

vielen Dank für Deine Antwort!

Wenn du mehr Details mitteilst, könnte man etwas konkreter antworten.

Es war eine Septums-OP (Rekonstruktion wg. Fistel). Dauer ca 5-6 Std.

Hier wurde die Kombinationsnarkose mit Intubation und Magensonde berechnet (vom Anästhesisten) und zudem (vom Chirurgen) diverse Lokal- und Infiltrationsanästhesien (Vestibulum oris, Columella, Lippen, äußere und tiefere Nasenabschnitte, paranasal).

Viele Grüße
Frank

Hallo Ralf,

danke für die Infos! Werde ich mal googlen :smile:

Viele Grüße
Frank

Hallo Kaj,

danke für Deine Antwort!

Soweit ich ihn verstanden habe, wurde mit ihm nur die Vollnarkose besprochen…

Aber wenn das durch die zusätzliche Anästhesien eine bessere Leistung ist (und nicht nur einfach teurer), dann ist es eine gute Sache, denke ich.

Viele Grüße
Frank

Hallo Frank,

das erklärt natürlich alles!
Eingriffe an der Nase sind außergewöhnlich schmerzhaft. Deshalb wird vor dem eigentlichen OP-Beginn - also wenn der Patient bereits in Narkose ist, aber noch nichts geschnitten wurde - in die Nase ein Lokalanästhetikum eingespritzt. Damit werden die Schmerzen zum Schnitt vermindert und somit auch der Opiatverbrauch während der Narkose reduziert. Je nach OP-Dauer erreicht man damit auch eine postoperative Schmerzreduktion. Allerdings dürfte das bei einer OP-Dauer von 5-6 Stunden wohl kaum der Fall sein. Macht aber nix. Je weniger Opiat während der Narkose verbraucht wurde, desto besser für den Patienten. Viel Opiatverbrauch macht nämlich (leider) postoperativ gelegentlich Probleme im Sinne von Übelkeit und Erbrechen.

Viele Grüße,

Aureel

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Hi Aureel!

Nicht zu vergessen ist das zugesetzte Adrenalin, was die Blutung vor Ort erheblich reduziert und erst ein übersichtliches Arbeiten möglich macht.

Gruß
Peter

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Hallo Aureel,

vielen Dank für Deine Antwort und Info!

Viele Grüße
Frank

Hallo Peter,

danke für die Info.

Wird Adrenalin eigentlich stets im Anästhetikum zugesetzt oder nur bei Bedarf separat?

Viele Grüße
Frank

Hallo!

Es gibt Rezepturen für lokale Betäubungsmittel mit Adrenalinzusatz und welche ohne.
IdR nimmt man die mit Adrenalin, da sie wie gesagt die Blutung vermindern, die Wirkdauer erhöhen und systemische Nebenwirkungen vermindern. (Absenkung der Durchblutung senkt den Abtransport des Anästhetikums). Allerdings darf bei Betäubungen an Gebieten mit schlechten Umgehungskreisläufen kein Adrenalin dabei sein, da es sonst zu Schäden kommen könnte. Das sind zum Beispiel die Finger, theoretisch die Nasenspitze und die Ohrmuschel.
In der Praxis wird allerdings fürs Ohr und die Nase ohne Probleme Adrenalin mitverwendet.

Gruß
Peter