Muskelkrämpfe

Hallo Experten,

ich habe eine starke Neigung zu Muskelkrämpfen. Also nächtliche Wadenkrämfe, starke Muskelverspannungen im Schulter-/ Nackenbereich (mit Kopfschmerzen), Krämfe in den Händen, wenn ich z.b. längere Zeit eine Schere benutze. Sogar wenn ich mich sehr aufrege kann ich Krämpfe in den Armen und Händen bekommen.

Was kann das sein? Mineralienmangel? Oder???

Danke schon mal für fachkundig Hilfe

Hallo!

Ich hatte diese Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft. Die waren so heftig, das ich die Nachwirkungen noch Tage später beim Gehen spürte. Mein Arzt hat mir dann Magnesium verschrieben, was bei mir wirklich geholfen hat. Ich würde also an deiner Stelle auf alle Fälle zum Doc gehen und damit du was schlimmeres ausschliessen kannst. Bei mir war dieser Magnesiummangel ja durch die Schwangerschaft verursacht.

Das Magnesium hat aber dann auch schnell geholfen. Leider reichen Brausetabletten aus der Drogerie nicht aus.

MfG
Sandra

mineralienergänzungen…
hallo du_vogel,

ganz klar ist die erste weil biligste massnahme den krämpfen das krampfen auszutreiben die einnahme von mg-brausetabletten. wie in der antwort zuvor schon beschrieben, nicht jedes dieser mittel hilft. ob man deswegen gelich zum doc gehen muss…

also: grundsätzlich nie mg mit ca einnehmen. die beiden stoffe werden zusammen nicht aufgenommen (heisst zb. auch, keine milch trinken wenn du dir die mg-s einschmeisst).
für mich habe ich die erfahrung gemacht, dass mir die mineralien, die in den billigen brausetabletten meist als carbonate vorliegen nix bringen. also könnte eine lösung sein, sich vorher auf dem beipackzettel genau anzugucken, in welcher verbindung das mg vorliegt.

hth,

stefan

viele Ursachen sind möglich
Hallo,

Krämpfe können sehr viele verschiedene Ursachen haben, deshalb ist es zunächst immer wichtig die Auslöser zu erkennen und zu behandeln.

Häufige Ursachen sind Überanstrengung der Muskeln bei Schlafentzug, Alkohol, Nikotin, Krampfadern (hier: Änderung der Elektrolytzusammensetzung) mit Schwellneigung der Beine, ungewöhnliche körperliche Anstrengung, besonders in Kälte; Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes des Körpers.

Ein Elektrolytmangel kann z. B. durch entwässernde Medikamente (Diuretika) hervorgerufen werden, aber auch durch chron. Durchfälle oder chron. Erbrechen, wie es bei Bulimie vorkommt. Hierbei ist Kalium- und Kalziummangel ebenso kritisch wie Magnesiummangel.
Auch ein Mehrverbrauch an Mineralstoffen, wie z. B. in der Schwangerschaft oder beim Ausdauersport spielt dabei eine große Rolle. Besonders während einer körperlichen Dauerüberbeanspruchung (z. B. Leistungssport) kommt es auch durch Überhitzung zu Krämpfen, ähnlich wie bei sehr hohem Fieber, wobei das Überhitzen der Muskulatur seine Ursache auch in einem Flüssigkeitsmangel haben kann.

Am häufigsten werden Krämpfe tatsächlich durch ein Flüssigkeitsdefizit hervorgerufen, wobei hier die gesamte Elektrolyt- und ebenfalls die Sauerstoffversorgung der Körperzellen erheblich gestört ist, was neben den primär erlebten Krämpfen weiterhin je nach Dehydrationsgrad zu Durchblutungsstörungen und demzufolge zu Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Langsamkeit, Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, hoher Puls, Herzrhythmusstörungen, Schwächung des Immunsystems, uvm. führen kann.
Ganz einfacher Tipp, um Flüssigkeitsmangel zu vermeiden: Die Urinfarbe sollte immer hell sein!

Viele Grüße

Renate

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Hallo Renate,

ja das mit den Ursachen ist das Problem.

Also ich nehme keine Medikamente. Ich rauche nicht, trinke nicht zuviel Alkohol, aber genügend anderes (Kräutertee, Wasser). Ich mache keinen Leistungssport, eigentlich eher zu wenig Sport. Mein letzter Bluttest war nach Angabe meines Hausarztes auch o.k. Aber ich weiss nicht, ob sie alle Mineralien untersucht haben.

Sollte ich das nochmal untersuchen lassen?
Oder das mit der Magnesiumeinnahme einfach probieren?

Ein ratloses „ich“

Hallo,

natürlich könntest du selbst erst einmal eine Magnesium-Substitution vornehmen, die sich innerhalb einer Woche wenigstens ansatzweise erfolgreich hinsichtlich der Krämpfe zeigen müsste, falls eine Hypomagnesiämie besteht.
Die Frage bleibt trotzdem, auch wenn der eventuelle Mangel entdeckt wird: Was verursacht ihn?
Außerdem kann eine unnötige (oder zu hohe) Mg-Substitution auf längere Zeit zu Durchfällen und Nierensteinen führen.

Man kann neben der Nahrung bis zu 250 mg Magnesium täglich ohne Kontrolle einnehmen. Höhere Dosen sollten kontrolliert werden.

Wenn Mg fehlt, dann sind auch in der Regel K und Ca betroffen. Und es gibt immer Ursachen dafür. Neben den bereits oben erwähnten möglichen Ursachen, die wie du sagst, bei dir nicht zutreffen, gibt es ja noch viele andere, so z. B. psychischer und körperlicher Dauerstress, auch Dauerlärm oder Schilddrüsenüber-, bzw. Nebenschilddrüsenfehlfunktionen, uvm.

Zu den Krämpfen können auf längere Sicht auch Reizbarkeit, Unruhe, Depressionen, Lärmempfindlichkeit und Schwindelsymptome hinzu kommen.

Deshalb wäre es richtig, wenn dein Hausarzt die „Fäden in der Hand“ behält.
Dabei beginnt er mit deiner Anamnese und der Untersuchung des Mineralstoffstatus im Blut - um die Ursache herauszufinden.

Eine Substitution von z. B. Mg von außen, kann ja nur so lange helfen, wie man es zuführt. Ansonsten muss man doch sehen, dass die Ernährung optimal und vollwertig ist, dass Organfehlfunktionen entdeckt werden oder am Lebensstil u. U. etwas geändert werden muss, um den eventuellen Mehrverbrauch über das übliche Maß hinaus, zu erklären und ggf zu regulieren.

Hier sind sehr schön die Symptome des Magnesiummangels mit allen Verflechtungen nachzulesen:
http://www.aok.de/bund/tools/medicity/diagnose.php?i…

Viele Grüße, Renate

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