Es geht schon lange das Gerücht um, dass die meisten Herzinfarkte etwa zwischen 4 und 5 Uhr morgens passieren. Diese Geschichte wurde schon vor 15 Jahren erzählt. Ich kann das nicht bestätigen, zumal ich aber auch auf einer anästhesiologischen und nicht internistischen bzw. kardiologischen Intensivstation arbeite. Es gibt zwar entsprechende Erlebnisse zu dieser Tageszeit, aber die würde ich nicht als gehäuft in diese Tageszeit einordnen. Auch Kollegen, die ich fragte, konnten das nicht direkt nachvollziehen. Vor kurzem war mal wieder die Rede davon, diesmal nur im privaten Umfeld. Ist es wirklich so? Es würde mich mal interessieren, ob es Studien zu dieser Thematik gibt (ganz bestimmt) und wie diese ausgefallen sind.
Gehört habe ich das auch schon öfter, aber ich glaube nicht so recht daran. Ich fahre auch Notarzt (allerdings noch nicht so lange) und konnte bisher keine derartige Häufung feststellen. Auch auf unserer interdisziplinären Intensivstation nicht.
Mal ganz davon abgesehen ist es ohnehin erschreckend, wieviel Zeit die Leute ins Land gehen lassen, bis sie mal einen Arzt rufen…(Lysefenster kann man da vergessen).
Ich habe häufiger Infarkte, die unmittelbar während einer Belastung bemerkt wurden, mitbekommen und auch einen mitten in der Nacht (ca. 01.00h).
Das mit dem Sex war ja wohl mehr so ein Witz? Ich schätze, dass es zu jeder beliebigen anderen Tageszeit häufiger passiert
Meiner kam nachmittags.
Im Krankenhaus kam der letzte nebenan um 04.00 Uhr.
Ein Bekannter hat sich untersuchen lassen und war topfit. Zwei Tage später mußten wir ihm einen Kranz kaufen.
Der Arzt hat mir die Blocker für morgens verschrieben. Ich nehme sie aber abends, weil ich weiß, dass ich morgens gegen 04.00 bis 06.00 am aufgeregtesten bin. Es kann sein, dass ich still liege und mein ganzer Körper wackelt hin und her durch den hohen Puls.
Ursache sind die kleinen Problemchen, die man so hat. Über die denkt man morgens nach. Beim Zähneputzen sind sie weg.
Ich bin mir sicher, mein nächster Infarkt kommt beim Belastungs-EKG beim Kardiologen oder eben morgens um 05.00, wenn ich an die vollen Dachrinnen denke bei Regen.
Dem Arzt habe ich versucht, das zu erklären, aber er gegreift das nicht und erwartet die morgendliche Einnahme. Wie alle Ärzte. Ich schei… ihn an und lebe dadurch vielleicht länger. Eigentlich sollte bei mir, zehn Jahren nach der By-pass-Op, wieder alles dicht sein, es wird aber immer besser, lt. Kardiologen. Er wundert sich. Vielleicht, weil ich zuviel Schokolade esse und wenig Bewegung habe.
Was sagt uns das alles? Nicht jeder ist so gleich, wie der Andere.
mfgConrad.
ich hätte da auch noch eine Hypothese, die vielleicht nicht auf einen schweren Herzinfarkt zutrifft, aber vielleicht auf die leichteren, die oft unterschätz werden. Wenn jemand Schmerzen bekommt, kann er so etwas tagsüber noch ignorieren, abends wird es dann schon schwieriger und spätestens im Bett wird es ungemütlich. Man kann nicht schlafen, hat Schmerzen und keine Ablenkung mehr. Man quält sich und dann ist die Schmerztoleranz langsam weg. Also ruft man erst jetzt nach Arzt oder Rettungsdienst, also erscheint dass nur so wie zwischen 3 und 5 Uhr.
Mir hat auch mal eine Ärztin aus der Zahnkieferklinik so eine ähnliche Problematik erzählt. Nur da versuchen die Leute ihre Schmerzen zunächst mit Schnaps zu kurieren und kommen dann auch mal recht angetrunken gegen 4 uhr in die Ambulanz.
Wer selber mal Einschlafprobleme hatte, wei so zwischen 3 und 5 Uhr ist das echt ecklig, wenn dann auch noch der Partner nebenan im Bett schnarcht.
Es geht schon lange das Gerücht um, dass die meisten
Herzinfarkte etwa zwischen 4 und 5 Uhr morgens passieren.
meine knapp fünf Jahre Rettungsdienst haben gezeigt, daß da „schon was dran“ ist. Ob es nun wirklich „die meisten“ sind oder ob wirklich genau in der Stunde passiert, kann ich nicht sagen, Fakt ist aber, dass wir in unserem Wachgebiet HIs überdurchschnittlich oft in den frühen Morgenstunden hatten.
ABER: Ein Großteil von diesen HIs wird schon früher aufgetreten sein, und erst dann bemerkt/ernstgenommen werden. Diese Uhrzeit ist die, zu der gerade alte Menschen häufig schon aufstehen oder zumindest mal auf den Pott müssen (Stichwort senile Bettflucht, Prostataprobleme) und dann erst feststellen, daß sie ein ernsthaftes Problem haben.
Das Klo ist übrigens auch ein häufiger Ort für akute Herzinfarkte - starkes Pressen beim Stuhlgang belastet das Herz - kein Scherz.
…kann man das sicher nciht festhalten, aber „spät in der Nacht“ kann durchaus eine medizinische Erklärung haben. Zumindest bei mir war das Auftreten meiner Angina pectoris gehäuft im Bett gegeben. Fast alle Ärzte, die mich seit der Operation im Dezember betreut haben, gaben mir folgende Erklärung: ein leistungsschwaches Herz schafft es nicht, das Venenblut in den unteren Körperregionen vollständig nach oben zu pumpen (weswegen sich auch Wasser in den Beinen bildet). Wenn man liegt, wird das Herz damit „überflutet“ und muß wesentlich mehr leisten. Das kann dann durchaus zum Infarkt führen.
Ein weiteres Phänomen ist der häufige Harndrang in der Nacht. Der wird damit erklärt, daß der Körper tagsüber mit Denken und vielen anderen Tätigkeiten beschäftigt ist, so daß die Nieren nicht ausreichend durchblutet werden. In der Nacht liegt man still und schläft, wodurch die Nieren mehr arbeiten können.
sei net sauer wenn ich das jetzt so bemerke…aber ich kenne Dich ja von früher…deshalb hab ich eine Bitte an Dich:
Lass alles an Dich heran, denke darüber nach, handele, wie Du es für richtig hältst, aber schiesse nicht so oft über das Ziel hinaus…Du und ich, wir wissen was damit gemeint ist…
Ich brauch Dich hier noch eine Weile, weisst Du…
Wenn Du jetzt einen Deiner bissigen Kommentare abgibst, kann ich das zwar nachvollziehen, aber nicht wirklich verstehen…
Mensch Kerle pass auf Dich auf!
„schon was dran“ ist. Ob es nun wirklich „die meisten“ sind
oder ob wirklich genau in der Stunde passiert, kann ich nicht
sagen, Fakt ist aber, dass wir in unserem Wachgebiet HIs
überdurchschnittlich oft in den frühen Morgenstunden hatten.
natürlich ist der Titel etwas überspitzt. Gemeint habe ich auch lediglich die ganz frühen Morgenstunden. Sanchos Erklärungsansatz mit der größeren nächtlichen Vorlast finde ich im Fall, dass das so ist, ganz interessant, auch deine Idee, dass man den möglicherweise mäßigen Schmerz es erst bemerkt, wenn man wach wird.
Aber schade, dass bis jetzt keiner eine Studie weiß, die das Gerücht bzw. den Erfahrungswert bestätigen könnte.
das wollte ich auch nicht. Wie ich bereits Malte erklärt habe, meinte ich bloß die ungefähre Tageszeit.
Wenn man liegt, wird das Herz damit „überflutet“ und muß
wesentlich mehr leisten. Das kann dann durchaus zum Infarkt
führen.
Das leuchtet ein, wenngleich deine Erklärung etwas humpelt, aber ich will keine Haare spalten. Das wäre im Fall der Richtigkeit der Geschichte zumindest ein sehr interessanter Ansatz.
So kenne ich Dich…aber ich weiss dass Du darüber nachdenkst, wenn Du mit Deinen Hunden Spazieren gehst…das reicht ja… Du bist kein Mod und ich schätze Dich (fast) immer richtig ein und ich sage trotzdem: Pass auf Dich auf!!!