Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine
Hallo Philipp,
der Mechanismus ist bekannt.
Die höhere Schmerzempfindlichkeit hat ihre Ursache in den bei Entzündungen gebildeten Schmerz- und Entzündungsmediatoren, wie Prostaglandine und auch Zytokine (Polypeptidhormone…).
Lindern lässt sich die Symptomatik durch die Einnahme schmerzlindernder und fiebersenkender Arzneimittel, wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol.
Hier ein paar Beispiele - ist mir sonst zu kompliziert 
Zitat aus: http://schulen.eduhi.at/chemie/cus497-1.htm
„Erst 1971 entdeckte J.A.VANE, daß ASS die Synthese bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine) im Körper hemmt und erhielt dafür 1982 den Nobelpreis für Medizin. Prostaglandine regulieren die Erweiterung und Verengung von Blutgefäßen, die Aktivität der Blutplättchen und sind maßgeblich an der Entstehung von Fieber, Schmerz und Entzündungsvorgängen im Organismus beteiligt.
Unter Einwirkung des Enzyms Cyclooxygenase (kurz COX) wird die Arachidonsäure in Prostaglandine umgewandelt.
ASS unterbricht den Schlüssel-Schloss-Mechanismus der Cyclooxygenase, indem es das Enzym blockiert.“
Zitat aus: http://www.schmerzkreis.net/fragen/ruecken.htm unter „Entzündungen“
„Bei Entzündungen werden durch eine Vielzahl von Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems chemische Stoffe freigesetzt. Man nennt diese Stoffe Entzündungsmediatoren (Botenstoffe). Sie halten die Entzündung in Gang und verstärken sie. Viele dieser Botenstoffe (Prostaglandine, Leukotriene, Zytokine) setzen die Erregungsschwelle der Schmerzsensoren herab. Dadurch können auch schwächere Reize diese Schwelle überwinden und werden als Schmerzreize registriert. Es kommt zu einer Schmerzsensibilisierung. Viele Schmerzmittel, wie die Azetylsalizylsäure und die ähnlich wirkenden kortisonfreien Rheumamittel, sind deswegen schmerzlindernd, weil sie die Entstehung dieser Botenstoffe, insbesondere der Prostaglandine, hemmen.“
Zitat aus: http://www.helmberg.at/immunologie.htm
„Im Rahmen der Entzündung fördern Prostaglandine PGE2 und PGF2 die Vasodilatation/Gefäßweitstellung (die Zahl –2-- gibt lediglich die Anzahl der Doppelbindungen an). PGE2 trägt zur Schmerzempfindung bei, indem es die durch andere Schmerzauslöser (Bradykinin, Kalium) erzeugten Schmerzsignale potenziert.“
Gute Besserung und viele Grüße
Renate
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