Diabetes mit stark schwankenden Werten

Hallo
wenn ein Diabetiker Typ 1, seit mehr als 10 Jahren erkrankt plötzlich fast jeden Nachmittag auf Werte zwischen 30 und 40 kommt, woran kann das liegen?
Wenn man dann seine Insulindosen schon um ca 1/3 senkt, keine ungewöhnlichen Belastungen hat, völlig alltägliche Ernährung, also keine äußeren Faktoren bekannt sind, die Einfluss nehmen können, was mag das dann sein?
Wenn das nun so oft passiert, dass er diese niedrigen Werte meist selbst gar nicht zur Kenntnis nimmt, bis er anfängt seltsam zu werden und dann der Groschen fällt… ist ja nicht immer jemand da, der gleich sagt: du riechst nach Aceton, nimm doch mal ein Traubenzucker…
Wenn nun der Artzt kein Fachmann auf dem Gebiet ist und auch nur vorsichtig die Schultern zuckt, dann, ja ich weiß, ist es höchste Zeit den Doc zu wechseln. Aber es ist nicht immer ganz leicht die nötige Überzeugungsarbeit auch hinzukriegen.
Vielleicht weiß bis dahin jemand was oder hat so was schon mal erlebt
Die Werte über Tage sind übigens eher normal, mit Ausrutschern in die 200erter.
Lieben Dank schon mal vorab
Susanne

Hallo Susanne!

Wenn die Nüchternwerte mittags stabil und erhöht sind, könnte man die Spritze auf später verlegen, abends aber bei der Zeit bleiben. So wäre die Zeit nicht gegeben, daß der BZ-Spiegel soweit abfällt.
Oder einfach am frühen nachmittag 2 Stk. Traubenzucker essen!
Das alles ist nur eine Idee von mir und ich würde das auch nicht im Alleingang machen, sondern mit dem behandelnden Arzt absprechen.
Solche Schwankungen können schon mal auftreten, z. Bsp. bei Infekten o.ä., das alles durcheinanderbringt.
Sollte das aber über längere Zeit so bleiben, muß der BZ unter ärztlicher Aufsicht neu eingestellt werden!

LG Doreen

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hallo Susanne,

Wenn das nun so oft passiert, dass er diese niedrigen Werte
meist selbst gar nicht zur Kenntnis nimmt, bis er anfängt
seltsam zu werden und dann der Groschen fällt… ist ja nicht
immer jemand da, der gleich sagt: du riechst nach Aceton, nimm
doch mal ein Traubenzucker…

Hunde können so etwas riechen! Es gibt nicht wenige Hunde von Diabetikern, die diese auf sinkenden Blutzuckerspiegel aufmerksam machen! (das Problem, daß gerade langjährige Diabetiker-1 das nicht merken, gibt es nicht ganz so selten)Überlege mal, ob Ihr Euch da nicht kundig machen wollt. Dein Mann hört vielleicht sogar lieber auf seinen Hund als auf seine Frau? Schon allein, weil er stolz wäre auf seinen schlauen Hund? :smile:

Wenn nun der Artzt kein Fachmann auf dem Gebiet ist und auch
nur vorsichtig die Schultern zuckt, dann, ja ich weiß, ist es
höchste Zeit den Doc zu wechseln. Aber es ist nicht immer ganz
leicht die nötige Überzeugungsarbeit auch hinzukriegen.
Vielleicht weiß bis dahin jemand was oder hat so was schon mal
erlebt

Erstens könntest Du in die Ernährung Vollkornprodukte reinarbeiten. Diese lassen ihre Kohlehydrate- (=blutzuckerhebenden) Kalorien langsamer/ ausgeglichener in die Blubahn eintreten, so daß Werte von 200 und solche von 40 mg% eher etwas nivelliert werden. Aber hauptsächlich sollte Dein Mann erstmal in eine spezielle Diabetiker-Klinik, wo er genaue Kurse und Übungen zum Umgang mit seinem Diabetes bekommt, wo sein Diabetes nochmal neu eingestellt wird und wo wahrscheinlich auch Du nochmal genauer aufgeklärt wirst in Form von Angehörigen-Beratung.

Gute Besserung! und Gruß, I.

Hallo Susanne,

schwankende Messergebnisse können auch im Zusammenhang mit dem Blutzuckermessgerät stehen.

Handelt es sich um ein neues, noch ungewohntes Gerät, z. B. eins, das nur noch winzigste Blutmengen benötigt und daher sehr sensibel im Gebrauch ist, ist es möglich, dass die Handhabung noch nicht ganz optimal ist.
Oder es handelt sich um ein bisher problemlos messendes Gerät, das jetzt unterschiedliche Messwerte liefert.
Die Geräte messen in der Regel sehr gut und zuverlässig reproduzierbare Werte, aber es kann trotzdem mal mit ihnen Probleme geben.

Weiterhin kann auch die zuletzt verwendete Teststreifen-Charge auffällig sein.

In allen Fällen sollte der Patient mit dem derzeitigen Messgerät Probemessungen durchführen lassen. Zweitgerät + gültige Teststreifen vorhanden?

Ansonsten kann er Vergleichsmessungen überall da machen, wo vom gleichen Blutstropfen mit seinem Gerät und seinen Teststreifen und im Vergleich dazu mit einem anderen Gerät und dessen Teststreifen gemessen werden kann (Hausarzt, Apotheke, Klinik).
Schnellstens anrufen und um Vergleichsmessung bitten, bevor mit unterschiedlichen Insulinmengen (erfolglos) herumexperimentiert wird.

Viele Grüße, Renate

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Hallo Susanne,

mich wundert, daß ein Diabetiker mit Unterzucker nach Aceton riecht. Er sollte dringend die Ketone testen und die Werte grundsätzlich überprüfen lassen. Wie sind die Werte nachts? Wie ist der HBA1C?
Wenn der Hausarzt von Diabetologie nicht viel Ahnung hat, auf jeden Fall in einer Klinik nachfragen. Oder sich einen Diabetologen des eigenen Vertrauens suchen. Da dann unter Aufsicht eventuell einen Profiltag einlegen. Die BE-Zahlen zu den Mahlzeiten, die Insulinmengen und/oder das Insulin selbst überprüfen.

Mit Insulindosen herumbasteln würde ich definitiv nicht.

Liebe Grüße

Uschi

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Hi Doreen,
er bekommt dieses neue Insulin (also seit etwa 2 Jahren), womit du jede Mahlzeit einzeln wieder runterdrückst, von daher ist nichts mit auf den Abend verschieben. Und ein Infekt war da auch nicht.
Was mich beunruhigt ist dieser nachmittagliche Totalabfall…
erst mal Danke
Susanne

Hallo Susanne!

Wenn die Nüchternwerte mittags stabil und erhöht sind, könnte
man die Spritze auf später verlegen, abends aber bei der Zeit
bleiben. So wäre die Zeit nicht gegeben, daß der BZ-Spiegel
soweit abfällt.
Oder einfach am frühen nachmittag 2 Stk. Traubenzucker essen!
Das alles ist nur eine Idee von mir und ich würde das auch
nicht im Alleingang machen, sondern mit dem behandelnden Arzt
absprechen.
Solche Schwankungen können schon mal auftreten, z. Bsp. bei
Infekten o.ä., das alles durcheinanderbringt.
Sollte das aber über längere Zeit so bleiben, muß der BZ unter
ärztlicher Aufsicht neu eingestellt werden!

LG Doreen

hallo Susanne,

Hallo Irmtraut,

Wenn das nun so oft passiert, dass er diese niedrigen Werte
meist selbst gar nicht zur Kenntnis nimmt, bis er anfängt
seltsam zu werden und dann der Groschen fällt… ist ja nicht
immer jemand da, der gleich sagt: du riechst nach Aceton, nimm
doch mal ein Traubenzucker…

Hunde können so etwas riechen! Es gibt nicht wenige Hunde von
Diabetikern, die diese auf sinkenden Blutzuckerspiegel
aufmerksam machen! (das Problem, daß gerade langjährige
Diabetiker-1 das nicht merken, gibt es nicht ganz so
selten)Überlege mal, ob Ihr Euch da nicht kundig machen wollt.
Dein Mann hört vielleicht sogar lieber auf seinen Hund als auf
seine Frau? Schon allein, weil er stolz wäre auf seinen
schlauen Hund? :smile:

Leider haben wir keine Möglichkeit einen Hund zu halten, und wir leben auch nicht zusammen, er hat ja kein Problem auf mich zu hören, er ist halt nur nicht immer in der Nähe, und manchmal ist er schon so tief, dass es dauert, bis er überhaupt verstanden hat, was ich da gesagt habe.
Aber die Idee ist natürlich genial .-)

Wenn nun der Artzt kein Fachmann auf dem Gebiet ist und auch
nur vorsichtig die Schultern zuckt, dann, ja ich weiß, ist es
höchste Zeit den Doc zu wechseln. Aber es ist nicht immer ganz
leicht die nötige Überzeugungsarbeit auch hinzukriegen.
Vielleicht weiß bis dahin jemand was oder hat so was schon mal
erlebt

Erstens könntest Du in die Ernährung Vollkornprodukte
reinarbeiten. Diese lassen ihre Kohlehydrate-
(=blutzuckerhebenden) Kalorien langsamer/ ausgeglichener in
die Blubahn eintreten, so daß Werte von 200 und solche von 40
mg% eher etwas nivelliert werden. Aber hauptsächlich sollte
Dein Mann erstmal in eine spezielle Diabetiker-Klinik, wo er
genaue Kurse und Übungen zum Umgang mit seinem Diabetes
bekommt, wo sein Diabetes nochmal neu eingestellt wird und wo
wahrscheinlich auch Du nochmal genauer aufgeklärt wirst in
Form von Angehörigen-Beratung.

Tja, das dauert aber noch, bis er einsieht, dass das nicht nur eine gute Idee ist, sondern auch noch was mit ihm zu tun hat. Er schafft es ja noch nicht mal, den Arzt zu wechseln. Er ist an dieser Stelle ein MANN (= Neandertaler, wobei die wohl einen besseren Instinkt für sich hatten:wink:)

Gute Besserung! und Gruß, I.

Lieben Dank
Susanne

Hallo Renate,
leider liegt es nicht am Messgerät, meist bin zuerst ich das, die merkt, dass er „tief“ ist, er riecht nach Aceton, er wird zuerst reaktionsträge und schaut recht glasig und dann wird er albern und dann aphatisch und dann sind wir bei 30. Und er merkt es manchmal erst dann.
Es wäre schön, wenn es nur ein Meßfehler wäre, auch wenn er zufälligerweise immer nachmittags aufträte.
Aber leider.
Danke fürs miträtseln
Gruß
Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]