Hallo,
eine Frage an Euch Fachleute: kann man generell sagen, daß Patienten, die Medikamente nehmen und viel trinken, dadurch die Medikamente zu schnell ausschwemmen? Das scheint mir ein wenig zu sehr vereinfacht, aber vielleicht liege ich da ja falsch. Was meint Ihr.
Schönen Abend und viele Grüße
Carlo
Hallöchen,
ich war mal auf einer Station, mit Schwerpunkt Psychosen/Neurosen jeder Art und Schizophrenie.
Da die Psychopharmaka recht unangenehme Nebenwirkungen haben oder weil die Patienten glauben, dass ihnen damit unrecht getan wird, konnte ich dieses Phänomen tatsächlich auch beobachten.
Wassermengen von bis zu 6 Litern und mehr täglich waren da keine Seltenheit. Da Medikamente über die Leber verstoffwechselt und auch über die Niere ausgeschieden werden, kann ich mir schon gut vorstellen, dass es zu einer Art ausschwemmung kommen kann.
Andersherum wirken beispielsweise Analgetika auch recht schnell und da würde dann keine Zeit zum ausschwemmen bleiben und das Medikament bereits im Blut sein… hm…
gruss levi
falsch. Was meint Ihr.
Schönen Abend und viele Grüße
Carlo
Hallo Carlo,
beim Wetttrinken mit Wasser zwischen zwei Studenten in den USA ist einer ins Koma gefallen. Das lag daran, dass Flüssigkeit die Zellen dehnt.
hallo spencer,
nein, daran, daß dein mineralhaushalt völlig durcheinanderkommt. sowas kann man auch bei kindern beobachten, welche verdünnte säfte eingeflößt bekommen.
strubbel
K:open_mouth:)
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definiere viel… - 3 liter am tag sind nicht viel. (mal davon ausgehend, es ist kein alk und kein kaffee ausschliesslich)
wenn du z.b viel sport machst und deshalb viel mehr trinkst, lass dich beraten. die zeit der einnahme kann hier ja begünstigend wirken.
LG
nina
Hallo und Nein.
Der Abbau und die Ausscheidung von Medikamenten ist je nach Substanz sehr unterschiedlich. Die meisten Stoffe müssen vor ihrer Ausscheidung ausserdem noch chemisch verändert werden (Biotransformation), damit sie überhaupt ausscheidbar werden. Dieser Schritt ist unabhängig von der Trinkmenge, ist aber häufig gleichbedeutend mit dem Wirkende.
Bei exzessiven Trinkmengen könnte es also allenfalls zu Veränderungen kommen, wenn der Stoff
- über die Niere ausgeschieden wird
- unverändert ausgeschieden wird
- Die Wirkung nicht auf Elektrolytverteilungen oder Wasserhaushalt beruht, denn der ist ja in diesem Fall komplett verdreht.
Wird das Zeug dagegen z.B. über den Darm ausgeschieden wäre ein Einfluss eher gering.
Gruß,
Dennis
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