Unterleibsprobleme (Myome, PCOS)

Hallo,

ich (31 J.) kämpfe seit über einem Jahr mit massiven gynäkologischen Beschwerden in Form von (meist leichten) Dauerblutungen. Ich habe zwei Myome (eins an der Gebärmuttervorderwand, eins außen auf der Hinterwand) und PCOS. Einen Zyklus im eigentlichen Sinne habe bereits seit ca. drei Jahren nicht mehr.

Bisher konnte ich mit den o.g. Beschwerden einigermaßen gut leben. Vor drei Wochen musste ich jedoch mit urplötzlich einsetzenden schwersten Blutungen notfallmäßig ins Krankenhaus, wo dann auch eine Ausschabung vorgenommen wurde. Die Gebärmutterschleimhaut war zum Zeitpunkt der Blutung 18 mm dick.

Als Ursache der Blutung wurden die Myome benannt, mir wurde gesagt, ich müsse halt damit leben und immer wieder mit solchen Blutungen rechnen. Eine OP könne man zwar versuchen, aber es ginge dann ggf. nicht anders als die Gebärmutter irgendwann komplett zu entfernen.

Ich war dann eine Woche später bei meinem Frauenarzt, weil ich immer wieder Schmierblutungen und Schmerzen hatte. Auch diese hat er auf die Myome bezogen, da diese den Heilungsprozess verzögern würden. Gleichzeitig hat er eine 4 cm große Zyste an meinem Eierstock gefunden, die wohl innerhalb dieser einen Woche entstanden sein muss.

Als Therapie hat er mir Orgametril (für einen Monat) verschrieben. Ich habe allerdings weiterhin alle paar Tage wiederkehrende starke Schmerzen und (relativ leichte) Blutungen. Gemäß Packungsbeilage habe ich wegen der Blutungen die Dosis zeitweise auf zwei Tabletten täglich erhöht, viel zu nutzen scheint das aber nicht.

Für mich ist die ganze Situation ziemlich schlimm. Zum einen traue ich mich zurzeit kaum noch für längere Zeit außer Haus oder gar zu verreisen, weil ich Angst habe, womöglich wieder so eine Horrorblutung wie vor drei Wochen zu bekommen. Zum anderen leide ich unter den Schmerzen und den Blutungen. Kinder möchte ich auch gerne in den nächsten Jahren haben.

Wie schwer ist denn eine Myom-OP? Ich weiß, dass ein paar Threads weiter unten eine Gebärmutterentfernung bei Myomen diskutiert wurde, aber bei mir geht es ja zunächst mal um eine organerhaltende OP.Wie lange fällt man danach aus?

Kann es sein, dass die Schmerzen jetzt evtl. auch durch das Orgametril (Gestagen) kommen und nach dem Absetzen verschwinden?

Wie wahrscheinlich ist das erneute Auftreten einer solchen Extremblutung?

Ich bin - wie gesagt - in ärztlicher Behandlung, aber irgendwie scheint man so recht nicht viel machen zu können.

Ich freue mich über jeden Hinweis!

Liebe Grüße,
Gwen

Hallo Gwen,

au weh, das ist ja eine blöde Situation. Man kann hier keine Wahrscheinlichkeiten angeben, aber da Du bereits eine Myomblutung hattest, wird die nächste nicht allzu lang auf sich warten lassen, aber trotzdem ist dies pure Spekulation.

Was die organerhaltende Operation angeht, so ist die Krankheitsdauer danach abhängig davon, welcher Zugang für die Operation möglich ist. Bei einer offenen Operation muss man mit einer guten Woche stationärem Aufenthalt und 2-3 Wochen (je nach körperlicher Belastung in der Arbeit) zu Hause rechnen. Ist der Zugang jedoch über Bauch- und Gebärmutterspiegelung möglich, kann das kürzer sein.

Lass Dich in einer Frauenklinik gut untersuchen und beraten. Der Punkt ist auch, dass (solltest Du Kinderwunsch haben) die Myome neben Deinem PCO Einnistungshindernisse darstellen sowie im Fall einer Schwangerschaft auch erheblich wachsen (durch die in der Schwangerschaft steigenden Östrogenwerte - Myome sind u.a. östrogenabhängig) und somit eine Ursache für Komplikationen sein können.

Möglicherweise kannst Du Dich auch anhand der Internetseiten von Frauenkliniken in Deiner Nähe informieren, ob eine der Kliniken auf organerhaltende Myomoperationen spezialisiert ist.

LG

Claudia

Hallo Claudia,

aber da Du bereits eine
Myomblutung hattest, wird die nächste nicht allzu lang auf
sich warten lassen,

Fallen solche Blutungen immer so extrem aus oder können sie auch relativ schwach sein? Ich traue mich kaum noch länger aus dem Haus.

Aus beruflichen Gründen ist eine längere Fehlzeit äußerst ungünstig, zumal ich dieses Jahr bereits vier Wochen wegen einer Schilddrüsen-OP gefehlt habe.

Anderersits muss ja etwas unternommen werden.

Liebe Grüße,
Gwen

Liebe Gwen,

Fallen solche Blutungen immer so extrem aus oder können sie
auch relativ schwach sein? Ich traue mich kaum noch länger aus
dem Haus.

Auch das ist pauschal aus der Ferne leider nicht zu beantworten, denn es kommt drauf an, an welcher Stelle das Myom zu bluten anfängt. Es handelt sich ja um einen gutartigen Tumor, der durch Blutgefäße versorgt wird und je nach dem, wo das dann anfängt zu bluten, ist es mehr oder weniger stark.

Aus beruflichen Gründen ist eine längere Fehlzeit äußerst
ungünstig, zumal ich dieses Jahr bereits vier Wochen wegen
einer Schilddrüsen-OP gefehlt habe.

Anderersits muss ja etwas unternommen werden.

Stimmt genau… :smile: Wie dringend es ist oder nicht, das sollten Deine behandelnden Ärzte entscheiden. Lass Dich wie gesagt gut und ausführlich beraten.

Lieben Gruß,

Claudia