Macht es Sinn für zukünftige reproduktive

Technologien Eigenblut aufzubewahren? Wie bewahrt man das am besten auf?

Eine Genetiker meinte (in einem anderen Zusammenhang): Zitat: „… die Mutationsrate beträgt ca. 1 pro Generation. Anders gesagt, man
nimmt an, dass jede Base im Durchschnitt 1mal bei den 3.000.000.000
Individuen verändert wird. Die meisten dieser Mutationen sind ohne
Konsequenz und gehen in den folgenden Generationen wieder verloren.“
Zitat Ende
Was mich nun irritierte und wo ich selbstverständlich keine Antworten mehr bekomme, wenn mein Nachhaken nach Reproduktionstechnologien bzw. Nichtkranken :wink: „stinkt“, meine 2. Frage an Euch:

Also - wenn ich richtig verstanden habe - spielen bei geborenen
gesunden(!) Menschen, die - erst vor kurzem gefundendenen - Genschalter keine Rolle? Man kann diese bei der optischen Analyse des individuellen Genoms (daran wird gearbeitet) eines gesunden Menschen ignorieren?
Also spielt es theoretisch keine Rolle bei einem Menschen alt oder
jung, dessen individuelles Genom für zukünftige reproduktive Technologien zu entnehmen?

Beste Grüsse JR-E

P.S: Wenn meine Frage verwirrend ist oder alles durcheinanderhaut, dann verzeit das bitte und hakt nach.

Technologien Eigenblut aufzubewahren?

Nein. Die übliche Art der Reproduktion hat sich seit Jahrmilliarden etabliert und funktioniert hinreichend gut.

Wie bewahrt man das am
besten auf?

Erbgut wird immer geschädigt und wird daher in den Zellen unseres Körpers auch ständig repariert. Sehr mutagen in seiner natürlichen Umgebung ist Wasser. Also sollte die Lagerung möglichst Wasserfrei sein. UV-Licht wird von DNA absorbiert und wirkt daher auch mutagen. Lichtabschluß ist also auch sinnvoll. Bei längerer Lagerung kann auch radioaktive Strahlung das eine oder andere Molekül zerschiessen. Wenn die DNA trocken gelagert wird, ist das Problem schonmal geringer (weil die durch radioaktive Bestrahlung von Wasser entstehenden Radikale wegfallen und weil Radikale an der DNA selbst nicht mobil sind). Trotzdem sollte man ein Bleimäntelchen um die Proben legen. Chemische Zersetzung geht bei hoher Temperatur schneller, also ist Tiefkühlung angesagt, am besten möglichst kalt - auf flüssigem Stickstoff zB.

Gruß,
Jochen

Mahlzeit Jens,

rate mal, wie Du als Mensch Mensch geworden bist?

Weil vor viiiiiielen Jahren ein Urorganismus mutierte!

Ohne Mutation kein Fortschritt.
Das Mutationen für Individuen durchaus negative sogar tötliche Konsequenzen haben kann ist eine andere Sache, aber für den Erhalt des Lebens an sich sind Mutationen notwendig bzw. Vorteilhaft.

Nun irgend ein Material zu lagern um damit irgendwann mal eine Therapie damit zu veranstallten halte ich für Geschäftemacherei.

Gandalf

jung, dessen individuelles Genom für zukünftige reproduktive
Technologien zu entnehmen?

Beste Grüsse JR-E

P.S: Wenn meine Frage verwirrend ist oder alles
durcheinanderhaut, dann verzeit das bitte und hakt nach.

Servus Jens,
wenn es vielleicht sonst keinen Sinn ‚macht‘ - Dein Genom sollte auf jeden Fall für reproduktive Technologien entnommen werden! Für die normale und alltägliche ‚Technologie‘ der Genomweitergabe bist Du sicherlich zu schade :smile:)
Kai

Hallo,

Eine Genetiker meinte (in einem anderen Zusammenhang): Zitat:
"… die Mutationsrate beträgt ca. 1 pro Generation.

Achtung, Achtung! Der Genetiker meint sicher nur Mutationen, die in den Keimzellen auftreten, die eine neue Generation bilden! Das sind irrsinnig viel weniger Mutationen, als de facto auftreten. Hier sind nur Zellen der Keimbahn berücksichtigt, die keine andere Aufgabe haben als das Erbgut heil in die nächste Generation zu bringen. Diese Zellen haben schonmal ein wesentlich aktiveres Reparatursystem als andere Körperzellen. All jene Keimzellen, die sehr ungünstige Mutationen bekommen, sterben ab oder kommen aus anderen Gründen nicht bis zur Befruchtung, gehen also in diese Rechnung nicht mit ein.

Im Übersichtsartikel von Drake, JW et al. (1998) Rates of spontaneous mutation. Genetics 148:1667-1686 wird von ca. 60-70 (nachteiligen!) Mutationen pro Generation gesprochen! Hier ist ein Link: http://www.genetics.org/cgi/reprint/148/4/1667.

Der Artikel von Eyre-Walker A & Keightley PD (1999) High genomic deleterious mutation rates in hominids. Nature 397:344-347 weist ähnlich hohe Mutationsraten aus.

Wichtig (!!): In normalen Körperzellen ist die Mutationsrate sicher viel, viel höher. Körperzellen leben nicht sonderlich lange (Wochen bis maximal 40 oder 50 Jahre, ganz wenige Ausnahmen vielleicht auch länger). Es besteht also keine Notwendigkeit, das gesamte Genom einer Körperzelle so stabil zu halten, dass es mehrere Generationen überdauern würde. So ist es sehr problematisch, das Genom aus Körperzellen in eine Keimzelle zu verfrachten und daraus einen neuen Organismus zu ziehen. Tatsächlich zeigten auch die geklonten Säugetiere (Dolly zB) ganz deutlich Zeichen einer überschnellen Alterung, wie man sie erst bei viel älteren Tieren erwarten würde, weil durch das Klonen schon vorgeschädigte DNA verwendet wurde.

Also - wenn ich richtig verstanden habe - spielen bei
geborenen
gesunden(!) Menschen, die - erst vor kurzem gefundendenen -
Genschalter keine Rolle?

Welche „Genschalter“ meinst du?

Man kann diese bei der optischen
Analyse des individuellen Genoms (daran wird gearbeitet) eines
gesunden Menschen ignorieren?

Erstens ist das mit der „optischen Analyse“ Quatsch - es gibt Hochdurchsatzt-Sequenziermaschinen, die ein komplettes menschliches Genom in wenigen Monaten durchsequenziert haben. Mit biochemischen Methoden! Etabliert und zuverlässig. Möglicherweise verwechselst du was. Die Detektion der Sequenzinformation ist optisch, über Fluoreszenzlicht. Auch werden Bildgebende Verfahren benutzt (zB. Atomic-Force-Mikroskopie), um spezielle räumliche Strukturen der DNA zu untersuchen (nicht aber die Sequenz!).

Zweitens darfst du nicht davon ausgehen, dass jede Zelle deines Körpers genau die identische DNA-Sequenz hat. In jeder Zelle geschehen andere Mutationen. Die Unterschiede sind zwar nicht riesig, aber es kann sein, dass man aus der DNA einer Endothelzelle von dir noch was machen kann, ein benachbarter Fibroblast aber eine absolut unbrauchbare DNA enthält, weil sort vielleicht das Hämoglobingen total kaputt ist (was der Fibroblast nicht braucht, was aber der neue Organismus brauchte, der aus der Fibroblasten-DNA entstehen soll!).

Also spielt es theoretisch keine Rolle bei einem Menschen alt
oder
jung, dessen individuelles Genom für zukünftige reproduktive
Technologien zu entnehmen?

Doch! Je älter der Mensch, desto kaputter die DNA. Übrigends nicht nur in den Körperzellen, sondern auch in den Zellen der Keimbahn! Darum wird es auch für alte Menschen immer schwieriger, gesunden, fitten Nachwuchs zu bekommen.

LG
Jochen

Sehr geehrter Dr. Mueller,

danke für die Blumen (ich nehme es mal so, bin inzwischen leider blind dafür geworden, es zu unterscheiden). Allerdings wären hier und da noch Optimierungen bei bestimmten Genen für bestimmte Organe notwendig. Neee hat nix mit dem Fortpflanzungsorgan zu tun :smiley:
Mit knapp 40 Jahren und nicht mehr soo fit, gibt es bestimmt optimalere Gen-Spender. Wenn ich anderen und mir als „im-Notfall-Lebend-Kryonik-Fans“ damit helfen könnte, sehr gern.
Ich brauche keine Angst haben, dass jemals eine Versicherung oder ein Arbeitgeber diese Daten gegen mich verwendet.

Genom:
Auf Nachfrage bekam ich die Antwort, dass bei dem im Jahr 2000 sequenzierten Human-Genom (soll ca. 1 Milliarde Dollar gekostet haben) dieses nicht von einem(!) Glückspilz stammt, sondern von mehreren anonymen Spendern.
Ich wußte nicht ob ich lachen oder heulen sollte. Mensch kooostenlos
das individuelle Genom in der Hand, später (in ferner Zukunft) bastlelt man (aus den Daten) einen neuen Körper draus, ohne sich Gedanken machen zu müssen ob bis dahin meine biologisch/chemische Genprobe verstrahlt oder „überlagert“ wird, so meine Überlegungen.
Oder ist das falsch gedacht? Bitte einmal die Konservierung/Reanimierung des Gehirns außen vor lassen, denn das ist dann wirklich nur noch Hoffnung und Glauben … das Hirn-Lotto muß jeder selber entscheiden.

Mit bestem Gruss JR-E

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Hallo,

Eine Genetiker meinte (in einem anderen Zusammenhang): Zitat:
"… die Mutationsrate beträgt ca. 1 pro Generation.

Achtung, Achtung! Der Genetiker meint sicher nur Mutationen,
die in den Keimzellen auftreten, die eine neue Generation
bilden! Das sind irrsinnig viel weniger Mutationen, als de
facto auftreten. Hier sind nur Zellen der Keimbahn
berücksichtigt, die keine andere Aufgabe haben als das Erbgut
heil in die nächste Generation zu bringen. Diese Zellen haben
schonmal ein wesentlich aktiveres Reparatursystem als andere
Körperzellen. All jene Keimzellen, die sehr ungünstige
Mutationen bekommen, sterben ab oder kommen aus anderen
Gründen nicht bis zur Befruchtung, gehen also in diese
Rechnung nicht mit ein.

Im Übersichtsartikel von Drake, JW et al. (1998) Rates of
spontaneous mutation. Genetics 148:1667-1686 wird von ca.
60-70 (nachteiligen!) Mutationen pro Generation gesprochen!
Hier ist ein Link:
http://www.genetics.org/cgi/reprint/148/4/1667.

Der Artikel von Eyre-Walker A & Keightley PD (1999) High
genomic deleterious mutation rates in hominids. Nature
397:344-347 weist ähnlich hohe Mutationsraten aus.

Ich schiebe es auf meine Gene, dass ich Sprachen nur lerne, wenn ich ohne Nahrung und Wasser irgendwo abgeworfen werde :wink:
Ich bin froh halbwegs meine Muttersprache Deutsch schreiben zu können.

Wichtig (!!): In normalen Körperzellen ist die Mutationsrate
sicher viel, viel höher. Körperzellen leben nicht sonderlich
lange (Wochen bis maximal 40 oder 50 Jahre, ganz wenige
Ausnahmen vielleicht auch länger). Es besteht also keine
Notwendigkeit, das gesamte Genom einer Körperzelle so stabil
zu halten, dass es mehrere Generationen überdauern würde. So
ist es sehr problematisch, das Genom aus Körperzellen in eine
Keimzelle zu verfrachten und daraus einen neuen Organismus zu
ziehen. Tatsächlich zeigten auch die geklonten Säugetiere
(Dolly zB) ganz deutlich Zeichen einer überschnellen Alterung,
wie man sie erst bei viel älteren Tieren erwarten würde, weil
durch das Klonen schon vorgeschädigte DNA verwendet wurde.

Also - wenn ich richtig verstanden habe - spielen bei
geborenen
gesunden(!) Menschen, die - erst vor kurzem gefundendenen -
Genschalter keine Rolle?

Welche „Genschalter“ meinst du?

Die Schalter, die bei einer gleichen genetischen Kombination zu verschiedenen Krankheiten führen. Oder führen die auch zum Beispiel zur Augenfarbe Braun oder Blau. Letzteres würde mich interessieren und ersteres will keiner, somit wären die Schalter unwichtig.
Ich habe leider deren Fachbegriff vergessen.
Diese Schalter dürften mit Mikroskopen ja wohl eher noch schwerer zu analysieren sein, weil ich annehme, dass die noch kleiner als das eigentliche Genom sind.

Man kann diese bei der optischen
Analyse des individuellen Genoms (daran wird gearbeitet) eines
gesunden Menschen ignorieren?

Erstens ist das mit der „optischen Analyse“ Quatsch - es gibt
Hochdurchsatzt-Sequenziermaschinen, die ein komplettes
menschliches Genom in wenigen Monaten durchsequenziert haben.
Mit biochemischen Methoden! Etabliert und zuverlässig.
Möglicherweise verwechselst du was. Die Detektion der
Sequenzinformation ist optisch, über Fluoreszenzlicht. Auch
werden Bildgebende Verfahren benutzt (zB.
Atomic-Force-Mikroskopie), um spezielle räumliche Strukturen
der DNA zu untersuchen (nicht aber die Sequenz!).

Ich stolperte zufällig über einen Mikroskop-Professor welcher derzeit überlegt, wie man die wesentlichen Eigenschaften des Genoms optisch analysieren kann. Ich kam auf die optische Idee weil, die vielleicht billiger als der folgende Weg ist:
Genom:
Auf Nachfrage bekam ich die Antwort, dass bei dem im Jahr 2000 sequenzierten Human-Genom (soll ca. 1 Milliarde Dollar gekostet haben) dieses nicht von einem(!) Glückspilz stammt, sondern von mehreren anonymen Spendern.
Ich wußte nicht ob ich lachen oder heulen sollte. Mensch kooostenlos
das individuelle Genom in der Hand, später (in ferner Zukunft) bastlelt man (aus den Daten) einen neuen Körper draus, ohne sich Gedanken machen zu müssen ob bis dahin meine biologisch/chemische Genprobe verstrahlt oder „überlagert“ wird, so meine Überlegungen.
Oder ist das falsch gedacht? Bitte einmal die Konservierung/Reanimierung des Gehirns außen vor lassen, denn das ist dann wirklich nur noch Hoffnung und Glauben … das Hirn-Lotto muß jeder selber entscheiden.

Ich kann allerdings den Prof. mal fragen ob er die räumlichen Strukturen meinte, allerdings glaube ich das nicht, denn ich fragte Konkret nach der Sequenzierung eines individuellen Genoms mit einem
z.Bsp. AFM Atomic-Force-Mikroskop.

Zweitens darfst du nicht davon ausgehen, dass jede Zelle
deines Körpers genau die identische DNA-Sequenz hat. In jeder
Zelle geschehen andere Mutationen. Die Unterschiede sind zwar
nicht riesig, aber es kann sein, dass man aus der DNA einer
Endothelzelle von dir noch was machen kann, ein benachbarter
Fibroblast aber eine absolut unbrauchbare DNA enthält, weil
sort vielleicht das Hämoglobingen total kaputt ist (was der
Fibroblast nicht braucht, was aber der neue Organismus
brauchte, der aus der Fibroblasten-DNA entstehen soll!).

Also spielt es theoretisch keine Rolle bei einem Menschen alt
oder
jung, dessen individuelles Genom für zukünftige reproduktive
Technologien zu entnehmen?

Doch! Je älter der Mensch, desto kaputter die DNA. Übrigends
nicht nur in den Körperzellen, sondern auch in den Zellen der
Keimbahn! Darum wird es auch für alte Menschen immer
schwieriger, gesunden, fitten Nachwuchs zu bekommen.

Also hatte eine Genetikerin recht, welche nicht spassig sondern wohl doch erst meinte (kann ich „dank“ des Interettings diverser Antwort-Spassvögel nicht mehr unterscheiden) ich solle mir einen Hoden abnehmen lassen. Kann man den nicht punktieren? Was ich noch nicht kapiert habe, ist der Unterschied zwischen Samen und Keimbahnen öööhm ich könnte es vielleicht nachlesen, aber ich habe doch Jochen :smile:

LG
Jochen

Besten Gruss JR-E

SF
Hi,

Ich wußte nicht ob ich lachen oder heulen sollte. Mensch
kooostenlos das individuelle Genom in der Hand,

Glaubst du denn, dass sich dein Genom von diesem sequenzierten Genom wesentlich unterscheidet?

Oder ist das falsch gedacht?

Ja. Das ist Science-Fiction.

Grüße, Simon

Hi,

Ich wußte nicht ob ich lachen oder heulen sollte. Mensch
kooostenlos das individuelle Genom in der Hand,

Glaubst du denn, dass sich dein Genom von diesem sequenzierten
Genom wesentlich unterscheidet?

Hallo Simon, tut es nicht, aber … der Mensch besitzt etwas, was wertvoller als alles Gold dieser Welt ist, er kann selbst Überreste eines Menschen höher bewerten, als andere, obwohl er genau weiss, aber ignoriert … dass unser Genom untereinander zu 99,9 (?)%
gleich ist.

Wir sind vor allem unser Denken oder Nichtdenken, unser Bewusstsein und unser Unterbewusstsein, unsere Erziehung oder Nichterziehung und den aus all diesen Punkten resultierenden Taten, dem Unterlassenem oder Untaten, welche nur noch einmal relativiert werden können durch die Sippe bzw. die Gesellschaft :smile:
Die Gene sorgen für einen wachsenden Körper und ein unfertiges Gehirn,
das Fundament eben. Dann übernimmt, dass oft überforderte Umfeld, Einfluss auf das Gehirn und somit auf die immer stärker werdende genunabhängige Identität eines Menschen. Er kann sich seinen Genen (den Instinkten seinen Ahnen) widersetzen oder sie raus lassen oder er folgt der Erziehung der „älteren lebenden Geister“ den „Erwachsenen“.
Ich hoffe ich bleibe immer hinterfragendes und träumendes Kind :wink:

Diese Taten, das Unterlassene und die Untaten (entsprungen aus dem Kampf genetische Urinstinkte gegen neue Erfahrungen (als Emotionen im Gehirn gespeichert) können, so lange sie nicht vergessen werden bzw. sehr nachhaltig sind, fastunsterblich werden, obwohl es den Körper vielleicht schon nicht mehr gibt.

Lange Rede kurzer Sinn, wenn man als Minderheit(!) kälte-notkonserviert fastunsterblich mit(!) seinem Körper werden will, muß man seinen Körper (dafür reicht – meiner Meinung nach das Genom auf dem Papier(?)), sein Gehirn (einschließlich Datenträger wie Fotos, Videos mitnehmen) und ….
sein persönliches Umfeld, d.h. die körperunabhängige Identität (Vereine, Clubs, Kirchen, Institutionen) welche die Zeit des Wartens real überleben müssen!!!

Oder anders gesagt, wenn jemand nur aus dessen Gebeinen per Genom wiederaufersteht und die Traditionen/Institutionen seines Glaubens noch bestehen, wird er fast wieder „er/sie“ sein :smile: Wenn schon Glauben für Wiederauferstehung aus Gebeinen, dann fundamental meine ich.

Das wäre mir(!) allerdings zu wenig und andere „Gläubige“ nennen das oben Genannte genetisch und traditionell Mögliche, künstliche Wiederauferstehung …

Egal wir könnten theoretisch jetzt schon, bei Bestatteten, welche sich früher schon stark „impfenden“ Traditionen unterwarfen, diese mit dem größten Teil Ihrer genetischen und dann hirnlich entstehenden Identität wieder auferstehen lassen, wenn es ihr Wille war. Dieser steht
über den Natur-Instinkt Kinder („nur“ genetische Mischwesen ihrer Eltern) zu machen … dieser Gedanke ist extrem explosiv, ich weiss.

Schöne Feiertage
Gruss JR-E

Oder ist das falsch gedacht?

Ja. Das ist Science-Fiction.

Ich glaube daran, so wie Du nicht daran glaubst, denn wissen tust Du es so lange nicht, bis es bestätigt und wiederlegt wird und Du wirst es nie wissen, weil Du bis dahin tot sein wirst. Die zukünftige Menschheit (Mischwesen aus Deinen Genen), die Wiederauferstandenen und die reanmierten Konservierten werden es Wissen :smile:

Grüße, Simon

Gruss JR-E

P.S: Jesus war der Bluff einer Familiengeschichte, Gott ist real.
Gott schenkte uns das Nachdenken und den Zwang zur Entscheidung.
Der Job der Stellvertreter Jesus ist, Stellvertreter eines Gottes zu werden, der auf Erden machtlos ist. Ahmen …

Ergänzung
Ich glaube, dass es zu einer Renaissance der Erdbestattung bzw. der Familiengruften (zum Erhalt der Knochen) kommen wird bzw. Dr. Toma http://www.blick.ch/sonntagsblick/aktuell/artikel32137 jegliche - zumindest ideelle - Unterstützung bekommen sollte, welche möglich ist.
Um nicht in der Verdacht des Klonens zu geraten, sollten zumindest nur die wiederauferstehen können, welche mehr als X% ihren Knochengerüstes (zur Wiederverwendung) erhalten haben.

Gruss JR-E

Hi,

Die zukünftige Menschheit (Mischwesen aus Deinen
Genen), die Wiederauferstandenen und die reanmierten
Konservierten werden es Wissen :smile:

http://keithlynch.net/cryonet/90/17.html

Aber ernsthaft: die grundsätzlichen, technischen Probleme einer Reanimation sind dir bekannt?

Grüße, Simon

Hi,

Die zukünftige Menschheit (Mischwesen aus Deinen
Genen), die Wiederauferstandenen und die reanmierten
Konservierten werden es Wissen :smile:

http://keithlynch.net/cryonet/90/17.html

Aber ernsthaft: die grundsätzlichen, technischen Probleme
einer Reanimation sind dir bekannt?

Das war ernst. Ich werde den Link ignorieren, außer Du kannst in die technologische Zukunft schauen. Fakt ist, wer sich lebend einfriert, hat bessere Karten als eine Leiche (so arbeiten die meisten Kryo-Institute) mit länger als X Minuten Sauerstoffmangel.
Mit Gasen könnte man auch arbeiten, aber ich will da nicht genau ins Detail, interessiert Dich ja nicht wirklich - nehme ich an - bzw. wir haben ja keinen medizinischen bzw. alterstechnischen Druck dazu.
Andere aber sehrwohl … Erde, Feuer oder lebend Eis?

Wer zusätzlich spart, hat bessere Karten als der der nix hat.

Grüße, Simon

Gruss Jens

Hallo Jens,

wenn Dich das so sehr interessiert, dann mach Dich bitte schlau!
Lerne! Es gibt genug Quellen. Es gibt gute Standardwerke der Genetik. Geh in die Bücherei Deines Vertrauens und frag nach. In der Uni-Bibliothek findest Du ganz sicher auch einiges. Auch Schulbücher sind nicht zu verachten, zB. „Linder: Biologie“.

Beispiele:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3134770091/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3827410223/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3527313109/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/354000873X/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3131287713/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3540240969/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3527309926/ref…
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3827416051/ref…

Im WWW gibt’s auch viele gute Quellen, zB.

http://www.biologie.de/biowiki/Molekulare_Genetik
http://www.biokurs.de/skripten/13/bs13.htm
http://www.u-helmich.de/bio/gen/
http://www.zum.de/Faecher/Materialien/hupfeld/index…
http://www.quarks.de/dyn/8837.phtml
http://www.uni-tuebingen.de/uni/bcp/pdf%20folder/gen…
http://mibi1.uni-muenster.de/Biologie.IMMB/Studieren…

Ich schiebe es auf meine Gene, dass ich Sprachen nur lerne,
wenn ich ohne Nahrung und Wasser irgendwo abgeworfen werde :wink:
Ich bin froh halbwegs meine Muttersprache Deutsch schreiben zu
können.

Schade. Es wird schwer für Dich, ohne gute Englischkenntnisse Informationen über neuere Verfahren/Erkenntnisse zu erhalten und zu interpretieren!

Die Schalter, die bei einer gleichen genetischen Kombination
zu verschiedenen Krankheiten führen. Oder führen die auch zum
Beispiel zur Augenfarbe Braun oder Blau. Letzteres würde mich
interessieren und ersteres will keiner, somit wären die
Schalter unwichtig.

„Gen“.

Ich habe leider deren Fachbegriff vergessen.

Diese Schalter dürften mit Mikroskopen ja wohl eher noch
schwerer zu analysieren sein, weil ich annehme, dass die noch
kleiner als das eigentliche Genom sind.

Genom = Gesamtheit aller Gene eines Organismus (bzw. einer Zelle).

Ein Gen ist keine mikroskopisch auflösbare/erfassbare Einheit! Ein Gen ist durch seine WIRKUNG bestimmt. Es ist nicht mal ein räumlich/strukturell zusammenhängendes Teil auf dem Chromosom. Nochmal: Bitte mach Dich schlau!

Auf Nachfrage bekam ich die Antwort, dass bei dem im Jahr 2000
sequenzierten Human-Genom (soll ca. 1 Milliarde Dollar
gekostet haben) dieses nicht von einem(!) Glückspilz stammt,
sondern von mehreren anonymen Spendern.

Zu diesem Zeitpunkt (2000) lief das Projekt schon 10 Jahre. Damals gab es den ersten offiziellen „Working Draft“ (siehe auch http://www.ornl.gov/sci/techresources/Human_Genome/p…).

Noch heute ist die Anordnung und Annotation nicht abgeschlossen.

das individuelle Genom in der Hand, später (in ferner Zukunft)
bastlelt man (aus den Daten) einen neuen Körper draus, ohne
sich Gedanken machen zu müssen ob bis dahin meine
biologisch/chemische Genprobe verstrahlt oder „überlagert“
wird, so meine Überlegungen.

Hä? Es geht nicht darum, einen Menschen zu basteln (das kann die Natur besser), sondern darum, zu verstehen, wie Leben im Allgemeinen und der Mensch im besonderen funktioniert. Aber offensichtlich ist „verstehen“ für Dich kein bekanntes Verb…

Oder ist das falsch gedacht?

Du kannst nicht Tanzen, ohne vorher Laufen gelent zu haben. Lerne zumindest die Grundlagen der Genetik. Quellen für den Einstieg habe ich Dir genannt. Ich bin nicht dein „personal trainer“. Du musst schon selbst was tun!

LG
Jochen

Oh danke, da hast Du Dir aber verdammt viel Arbeit gemacht. Dann werde ich das mal durchbuddeln und hoffe dass zukünftig einige andere von Deinen Infos profitieren können.

Gruss JR-E

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]