Meine Mutter ist heute Nachmittag von einem Hund in unserem Reitstall gebissen worden. Er hat sie völlig ohne ersichtlichen Grund im Vorbeigehen in die Wade gebissen. Die Wunde hat stark geblutet und es sind zwei „Löcher“ in der Wade. Die Wunde wurde inzwischen im Krankenhaus behandelt und auch Tetanusimpfungen und eine Antibiotikatherpaie wurden durchgeführt bzw. eingeleitet.
Nun sagte man uns allerdings im Krankenhaus, dass wir nachfragen sollen ob der Hund gegen Tollwut geimpft sein. Nachdem ich eben die Besitzern erreichen konnte, habe ich erfahren, dass der Hund überhaupt nicht geimpft ist.
Ich bin nun nicht sicher ob bei meiner Mutter eine Tollwut-Impfung erfolgen sollte, da der Arzt im Krankenhaus sagte, dass diese oft erhebliche Nebenwirkungen nach sich zieht.
Der Hund ist eigentlich nicht auffällig und wir wohnen in einem Vorort von Köln, wo ich noch nie etwas von Tollwutfällen gehört habe.
Gerne würde ich einige Meinungen zu dem Risiko-Nutzen-Verhältnis hören bzw. Informationen darüber bekommen wie am besten weiter vorgegangen werden sollte.
ich würde mich bei den örtlichen Behörden über Tollwutvorkommen in Eurer Region erkundigen. Außerdem würde ich auch den Rat eines Tierarztes einholen. Sicher kann der das Verhalten des Hundes einschätzen.
Gruß und alles Gute für Deine Mutter,
Stefanie
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theoretisch hat Stefanie recht: Hund durch Tierarzt beobachten, aber praktisch gesehen ist das unpraktisch: wie oft soll der Tierarzt nach dem Hund sehen, wer zahlt die Tierarztbesuche, wie oft soll der Tierarzt bei Danielas Mutter anrufen, was ist, wenn er es mal vergisst etc…
Vorschlag: Danielas Mutter lässt sich 1 oder 2 mal impfen (vorher abklären, wen zahlt!), dann Tierarzt befragen, dann aufhören oder weiter impfen. Risiko: erhöhte Körpertemperatur, Lymphknotenschwellung, Abgeschlagenheit…, aber alles ix im Vergleich zur Tollwut=tödlich.
Gute Besserung wünscht synapse
ich habe immer gehört, dass eine Impfung gegen Tollwut NACH
einem Biss durch ein tollwütiges Tier eh nix mehr nutzt - kann
also unterbleiben.
Vollkommen falsch!! Wer sagt sowas? Nach einem Biss kann in einem engen zeitlichen Fenster eine Impfung noch erfolgen, mit Erfolg! (klein wenig off-topic: üblich Empfehlung bei Reisen nach Südamerika: Tollwutimpfung vor Reiseantritt nicht notwendig, nach einem Tierbiss aber eine Impfung durchführen lassen.)
Tollwut bei dem Hund scheint mir nach der Schilderung aber
auch mehr als unwahrscheinlich, also nicht in Panik verfallen.
Auch dass kann man so kaum stehen lassen. Die Übertragung der Tollwut Viren kann bereits durch ein Tier erfolgen, das noch weitgehend unauffällig ist. Richtig ist, dass die Wahrscheinlichkeit, das der Hund Tollwut hat, gering ist. ABER: Die Tollwut nimmt in Deutschland in Wildtierbeständen wieder zu (vor allem im Südwesten) und wenn die Schilderung stimmt, war der Hund nicht geimpft. In diesem Fall sollte man gewiss kein Risiko eingehen, siehe Beitrag von Synapse weiter unten!
Tetanus-Impfung dagegen war sinnvoll.
Das ist richtig, die Gefahr einer Wundinfektion durch andere Erreger ist aber bei weitem höher!
Überleg mal…
…was Du da eben gepostet hast. Mir liegt es fern, irgendjemandem hier den Mund zu verbieten. Aber hier geht es nicht um irgendwelche Befindlichkeiten („Habe gehört, XY soll ganz toll helfen, wenn man gestresst ist.“) sondern um eine mögliche Ansteckung mit einer regelmäßig zum Tod führenden Krankheit. Da solltest Du schon genau wissen was Du empfiehlst, vor allem wenn es sich um das Unterlassen einer Massnahme handelt. Oliver hat ja schon ausführlich dargestellt, das Deine Aussagen zur Tollwutimpfung vollkommen falsch sind. Wenn die Fragesteller jetzt Deiner Empfehlung folgen würden und leider doch dieser eine, wenig wahrscheinliche Fall einträte, ja dann ist die Mutter tot.
Ich wünsche mir noch viele Beiträge von Dir in diesem Forum, aber vielleicht nimmst Du Dir ja meine Kritik ein bisschen zu Herzen, damit wir in Zukunft was von dem haben, was Du weisst, und nicht von dem, von dem Du nichts weisst.
Einen Frühlingsgruß,
Dennis
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Tollwut hat eine Inkubationszeit von 3 Wochen bis 3 Monaten.
Man könnte den Hund auf Tollwutantikörper in Blut untersuchen lassen. Wenn der Besitzer sich weigert, wird Euch keine andere Wahl bleiben, denn wenn sich nach 3 Wochen oder später erste Anzeichen zeigen, ist es für eine Impfung zu spät.
liest du eigentlich die Postings der Fragesteller?
Offensichtlich manchmal nicht genau genug. Du hingegen benötigst sicherlich einen Kursus in grundsätzlicher Höflichkeit. Oder falle ich Dir täglich durch unaufmerksames Posten auf? Dann wäre Deine Kritik zwar berechtigt, aber trotzdem unhöflich rübergebracht.