Hallo,
einem Kollegen ist etwas passiert - würde mich sehr interessieren, wie Ihr (gerade auch die anwesenden Mediziner) darüber denkt:
Patient (privat vers.) hat immer wieder Entzündungen an den Nagelbetten. Zuhause wurde das mit medizinischer Hand- und Fußpflege in Schach gehalten. Jetzt ist er für 8 Monate an einem anderen Ort im Einsatz.
Er sucht einen Hautarzt aus dem Telefonbuch, ruft an und fragt „Führt Ihre Praxis auch medizinische Hand- und Fußpflege durch?“ - die Sprechstundenhilfe weiß das nicht und meint, er solle kommen die den Arzt fragen. Bekommt einen Termin.
Geht zum Termin, wartet eine Stunde, kommt dann zum Arzt.
Patient: „Ich möchte nur wissen, ob sie medizinische Hand- und Fußpflege durchführen, speziell falls sich die Nagelbetten entzünden.“
Arzt: „Tut mir leid, so etwas biete ich nicht.“
Patient: „Danke.“ will gehen (ärgert sich dabei, für so etwas eine Stunde Wartezeit verschwendet zu haben)
Arzt: „Soll ich Ihnen nicht noch ein Rezept schreiben, für den Fall der Fälle? Eine Cortisonsalbe zum Beispiel?“
Patient: „Nein danke, brauche ich momentan nicht. Falls ich mal was habe, komme ich vorbei.“
Patient geht, bekommt kurz darauf eine Rechnung über Untersuchung und Beratung.
Das findet er schon ziemlich dreist. Oder ist das üblich und okay?
Wie seht Ihr das?
(Der Betrag ist nicht hoch und die KV würde den auch erstatten, wenn er bezahlt, er findet es nur nicht gerechtfertigt und auch nicht - na sagen wir mal - koscher).
„Wäre ja in etwa so, als käme ein Kunde in eine KfZ-Werkstatt, fragt ob sie auch Innenraumpflege machen, die sagen nein und schicken ihm eine Rechnung für diese Beratung.“
Viele Grüße
Frank
