Erbschäden durch Chemo bei Hodenkrebs?

eine frage: eine frau ist schwanger von einem mann, dem weg. hodenkrebs nach einseitiger operation eine chemo verpasst wurde.

was kann das für das kind heissen?
kann es überhaupt was für`s kind heissen?

wer weiss was?

die zeit drängelt, um jede info wird gebeten!

thanx susu

Das kann schon problematisch sein… Normalerweise ist es so, dass bei einer Chemo alle Zellen, die sich schnell regenerieren, in Mitleidenschaft gezogen werden. In diesem Falle heisst das, dass es zum Untergang von Spermien und deren Vorläuferzellen kommt. Dies ist meist bei sehr starken Chemos der Fall (bei Leukämien ).

Man klärt den Patienten im Idealfall auch vorher auf, wenn eine starke Chemo stazttfinden soll: Es besteht dann die Möglichkeit, Spermaproben abzugeben, die im Falle eines späteren Kinderwunsches dann „ins Spiel kommen“…

Wenn (wie oben beschrieben) offensichtlich keine radikale Chemo durchgeführt wurde oder die verwendeten Präparate die Keimzellen wenig angetastet haben, ist das Risiko einer Erkrankung des Kindes eher niedrig einzuschätzen.

Da ich jedoch nicht genau weiss, welche Substanzen hier zum Einsatz gekommen sind und in welcher Dosis, würde ich an euerer Stelle den Onkologen aufsuchen, der damals der behandelnde Arzt war, und mich genau informieren.

gruss alex

Hallo Susu,

bei einer „normalen“ Chemo, nach heutigem Schema, bleibt die Zeugungsfähigkeit erhalten und damit die Möglichkeit, im Durchschnitt ebenso gesunde Kinder zu zeugen, wie nicht erkrankte Männer auch!
Bei einer „Hochdosis-Chemo“ aber, die hauptsächlich bei Rezidiven und weit fortgeschrittenen Stadien angewendet wird, ist das leider nicht der Fall - wobei das Problem hierbei in der Sterilität zu sehen ist und nicht nachweislich in Genveränderungen.

Die Kopie unten stammt aus diesem Link:

http://www.google.com/search?q=cache:www.krebsinform…

Kopie:
Sind Mißbildungen bei den Kindern zu befürchten?

Eine Schädigung des Erbguts in den Keimzellen durch die Therapie
kann zwar nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, aber bei
den Nachkommen von wegen Hodenkrebs behandelten Männern ist
die Mißbildungsrate nicht meßbar erhöht. Zur Sicherheit sollten die
Patienten allerdings in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung
auf Nachwuchs verzichten.

Viele Grüße, Renate

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Hi Susu,
ich habe das ganze gottseidank gerade hinter mir.Mir wurde gesagt,das es nicht 100%ig erwiesen sei,das eine Chemotherapie Erbschäden verursacht.Aber sein kann es.Mir wurde nahegelegt,die nächsten 2 Jahre auf Kinder zu verzichten oder aber Samen einfrieren zu lassen,bevor die Therapie beginnt.Da ich bereits 2 Kinder habe,war das für mich irgendwie auch nicht das Thema.Aber alle,mit denen ich gesprochen habe (und das waren einige)haben mir versichert,das diese 2 Jahres-Frist eine reine Vorsichtsmassnahme ist.Allerdings kommt es wohl auf die Dosierung
sowie auf die eingesetzten Mittel an.Am besten mit dem Arzt,der die Therapie letztendlich durchführt,sprechen.
Gruß Sebastian

Hallo,
ich bin kein Mediziner, kann also nur meine Überlegungen hier darstellen.
Wenn ich mich an den Bio-Unterricht richtig erinnere, ist es so, dass die weibl. Eiszellen schon im Säugling endgültig (noch nicht reif, klar) angelegt sind und deshalb alle äusseren Einflüsse speichern, d.h. sehr viel empfindlicher für äussere Einflüsse sind.
Die Spermien werden aber laufend neu gebildet. Wenn eine „Vorläuferzelle“ geschädigt wurde, wird sie wahrscheinlich unfruchtbar sein, also vermutlich ist hier relativ wenig Gefahr.
Aber: mein Verständnis, keine Garantie, dass ich alles richtig verstanden habe.
Alles Gute
Volker

Hallo,

man sollte nach einer Chemo etwa 6-12 Monate verhüten, damit es nicht zu einer Schwangerschaft kommt.
Danach ist das Risiko nicht größer, als bei anderen auch.
Mein Mann hatte diese Erkrenkung auch und unsere Tochter wurde gesund geboren. Zeugungstermin: ca. 18 Monate nach Chemo.

Alles Gute
Frauke

Vielen Dank Euch allen für Eure Infos!
Der Onkologe ist kontaktet und alles weitere wird sich zeigen.

Merci beaucoup Susu

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