bei meiner Mutter ist vor kurzem Demenz vom Typ Alzheimer festgestellt worden. Laut Arzt soll es sich um eine „leichte“ Alzheimer-Erkrankung handeln. Was uns jetzt allerdings auffällt ist, dass sie sehr schnell abzubauen scheint. Also die tägliche „Pflegezeit“ nimmt langsam aber konstant zu und sie kann immer weniger alleine machen.
Deswegen einmal die Frage, ob jemand von euch einen Tipp oder Erfahrung mit der Krankheit hat. Momentan nimmt meine Mutter ein Präparat namens Gingko Biloba zu sich.
hallo peewee,
üblich bei Alzheimer z.B. Rivastigmin, = Präparat Exelon. Verlangsamt das Voranschreiten der Erkrankung. Gingko biloba bessert eher die Durchbutung/ Sauerstoffversorgung des Gehirns, zusätzlich durchaus zu begrüßen, da derlei Demenzen oft Mischformen sind. Gruß, I.
Es sind einige Besserungen möglich. Würde schnell handeln.
Der Forschungsstand ist noch nicht abgschlossen, aber eine hohe Aluminium und Quecksilber scheinen einen starken Einfluss zu haben. Ausleitungen dieser Schwermetalle haben schon verblüffende Ergebnisse gebracht, Würde durch eine Haaranalyse testen lassen, ob eine Belastung vorliegt.
Weitere gute Erfahrungen hat man mit einem Produkt aus Soja gemacht, der Name ist mir gerade entfallen, beginnt mit P. soviel icch noch weiss. Rufe mal der Firma cenaverde an (www.cenaverde) die kennen sich da aus.
Weitere (zusätzliche) Möglichkeiten:
Auch die Alzheimer-Forschung ist auf Curcumin aufmerksam geworden. Nicht zuletzt deshalb, weil in Indien, dem Heimatland der Gelbwurz, überraschend wenig Menschen an Alzheimer erkranken. An der Universität von Kalifornien in Los Angeles/USA ist es im Jahr 2004 gelungen, mit Curcumin im Gehirn von Mäusen Ablagerungen (Plaques) aufzulösen, die für die Alzheimer-Krankheit typisch sind. Jetzt planen die Wissenschaftler die erste Curcumin-Studie an Alzheimer-Patienten. Wir möchten mit diesen Hinweisen auf positive Zwischenergebnisse keine falschen Hoffnungen bei Krebs- oder Alzheimer-Patienten wecken. Noch steckt die Curcumin-Forschung in den Kinderschuhen. Aber viele Patienten wollen und können verständlicherweise nicht warten, bis eindeutige Ergebnisse vorliegen. Da Curcumin in der Regel gut vertragen wird, spricht jedenfalls nichts gegen einen – mit dem Arzt abgestimmten – Versuch mit diesem viel versprechenden Mittel aus dem Pflanzenreich.
… einen hoffnungsvollen Stoff enthalten, der die Alzheimer-Krankheit hinauszögern und dem Gehirn einen zweiten Frühling schenken kann … Dieser Stoff ist ein natürlicher Pflanzenextrakt mit dem Namen Galantamin.
In einer Studie der Universität Seattle/USA schnitten Alzheimer-Patienten, die ein halbes Jahr lang Galantamin bekommen hatten, in einem Test auf geistige Leistungsfähigkeit deutlich besser ab als vor der Medikation … weitere Studien haben diese hoffnungsvollen Ergebnisse bestätigt …
Du siehst es gibt einige Möglichkeiten, würde da schlimmstenfalls etwas nichts nützt, aber keine nebenwirkungen hat, alles versuchen.
Die Forschungsresultate sind sehr ermutigend, wenn auch noch nicht 100%ig abgesichert. Aber Deine Mutter kann nicht warten, bis ales gesichert und anerkannt ist.
Bitte informiere mich welche Verbesserungen e gebracht hat, sollte sie zumindest etwas von allem gemacht haben
Momentan nimmt meine Mutter
ein Präparat namens Gingko Biloba zu sich.
Gingko hilft gegen Morbus Alzheimer etwa so gut wie Zahnpasta gegen AIDS.
Ich würde da dann doch etwas mehr in die schulmedizinische Schublade greifen, mit Verlaub.
Gruß,
Branden
aNERKANNTE SCHULMEDIZISCHE Sachen die wirklich helfen, gibt es nicht. Vieles schon etwas weiter als nur Forschung, aber grosse placebokontrollierte Doppelblindstudien fehlen.
Die angegebenen mittel welche die Kassen zahlen, haben gemäss seriöser Prüfung keine Wirkung ergeben.
Glinko bverbessert zumindest den Gehirndurchfluss, auch wenn eine Wirkung heute (noch) nicht bewiesen ist, das gegenteil aber gemäss meinen Quellen auch nicht
Glinko bverbessert zumindest den Gehirndurchfluss,
Ja, es ist ein altbekanntes Mittel, das ich in meiner Naturheilzeit in den 80er Jahren auch manchmal (auf Privatrezept, Kassenrezept war schwieriger) verschrieben habe, soweit ich mich erinnern kann (Alzheimer light?), aber gegen Alzheimer muss es deshalb noch lange nicht helfen.
Gruß,
Branden
Exelon
Schließe mich Irmtraut an. Mein Vater wurde vor ca. 3 Monaten darauf eingestellt. Sein Zustand hat sich enorm verbessert, ein weiterer Abbau wie in den Monaten zuvor hat nicht stattgefunden.
Am Anfang gab es einige unangenehme Nebenwirkungen, die nach ca. 1 Woche aufgehört haben.
Gruß
Irene
hallo Branden,
leider ist Demenz ein allzu großes Problem (und auch eins in der Verwandtschaft manches www-Mitglieds …), als daß mans einfach mittels Kurzdiskussion abtun dürfte.
Die Acetylcholinesterase-Hemmer wie Donepezil (Aricept), Galantamin (Reminyl), Rivastigmin (Exelon, m.A. nach das NW-ärmste) sind, wenn auch begrenzt, bei Alzheimer wirklich hilfreich. Hierin trifft sich, was ich damit erfahren habe, mit den Beobachtungen von Irene, die sie hier im Brett darstellt. Mit „begrenzt“ meine ich: sie können den Alzheimer nicht heilen oder auch nur stoppen, aber für eine gewisse Zeit aufhalten und verlangsamen.
Wie Studien zeigen, liegen aber meist Mischformen vor bei den Demenzen. Auch bei einer scheinbar „reinrassigen“ arteriosklerotischen Demenz findet man mehr oder weniger der Plaques in der Gehirnsubstanz, wie sie für Alzheimer typisch sind und umgedreht. Darum hätte ich gegen (zusätzlich) Gingko-Präparate nichts einzuwenden. Allerdings sind diese, wie das oft bei der Natur abgewonnenen Präparaten der Fall ist, von unterschiedlicher Qualität (bei manchen Präparaten schwanken die Inhaltsstoffe pro Pille schon ziemlich arg).
Ferner. Ich habe von echter Wirksamkeit bei Gingko-Präparaten bei Gehirndurchblutungsstörungen vor allem die Infusionsform gesehen. Diese (=Ampullen des Präparates für Infusionszwecke) gibt es seit ein paar Jahren nicht mehr. Soweit mir bekannt: es gab zuviele septische Zwischenfälle damit. Das war jahrzehntelang nicht der Fall gewesen. So lange diese Infusionen nach den strengen Auflagen klinischer Anwendungen nur bei stationären Patienten stattgefunden hatten.
Ferner: es gibt sehr viel mehr Demenzen als wir im Alltag verhandeln. Die zweithäufigste Form ist die Lewy-Körperchen-Demenz. Das müßte uns weniger interessieren (für den Alltag, der zu bewältigen ist) , wenn nicht die Therapie, sofern ein Demenzkranker zu beruhigen ist und das medikamentös geschieht, häufig mit Neuroleptika stattfindet. Haldol … Zyprexa … Neurocil … usw. usw… Und diese müssen bei dieser Demenzform vermieden werden. Da die Diagnose nur im Anfangsstadium gestellt werden kann (später gleicht diese Demenz im Symptomenbild dem Alzheimer), muß sie frühzeitig gestellt werden. Da aber auch hier cholinerge Substanzen sinnvoll sind, könnte man es bei diesen Präparaten belassen - nur wegen der Vermeidung von Neuroleptika wäre die Differenzierung wichtig. Zumal Halluzinationen im Beginn der Erkrankung auftreten können (visuelle v.a.).Da greift man hausärztlicherseits verständlicherweise oft rasch zu Neuroleptika.
Wenn man das tut, sieht man an mangelnder Wirksamkeit und Verschlechterung des Gesamtzustandes, daß die Neuroleptika nicht gut tun - so für den Alltag, zur Einordnung.
Weil diese Probleme immer gewichtiger werden, finde ich etwas Differenzierung im Blick darauf sinnvoll.
Nichts für ungut. Gruß, I.
auch wir haben in der Familie meiner Partnerin einen Fall von Alzheimer (mittlerweile fortgeschritten). Als zusätzlichen Ratschlag kann ich Dir nur empfehlen, daß Ihr Euch bald nach einem Pflegeplatz umseht! Am Besten in einer Station, die auf Altersdemenz spezialisiert ist.
In unsrem Fall war der Verlauf der Krankheit eher in Stufen fortgeschritten (ausgelöst durch ein „Schockereignis“ für die betroffene Person), auf die längere Phasen der Stabilität folgten.
Ab einem gewissen Fortschritt der Krankheit läßt sich auch ein Zusammenleben mit der erkrankten Person nur unter schwersten Bedingungen führen, da die Person praktisch 24 Stunden am Tag „Überwachung“ braucht. Das ist für einen einzelnen Menschen nicht durchführbar und auch für mehrere Personen nur unter sehr großen Einschränkungen möglich!
Da ist es gut zu wissen, daß man die erkrankte Person an einem Platz mit möglichst guter Betreuung unterbringen kann.
Ab einem gewissen Fortschritt der Krankheit ist auch meines Wissens keine medikamentöse Behandlung mehr möglich.