Strahlenbelastung durch Röntgen

Hallo,

ich würde gerne wissen, wie es um die Strahlenbelastung durch Röntgen steht. Ich bin 23 Jahre alt und wurde bisher schon 5 Mal (zwei Schichten) an der Lunge geröngt. Ich habe das Gefühl, das ist deutlichst zu oft und nun bilde ich mir ein, fest Krebs zu kriegen. Eine Aufnahme wurde während der Schwangerschaft durchgeführt, weil man diese Untersuchung nicht aufschieben konnte. Eine Aufnahme wg. Asthmaverdacht, eine um eine LUngenembolie auszuschließen, einmal wg. Auslandsaufenthalt und eine wg. Tuberkuloseverdacht. Ich habe auch über 6 Jahre geraucht, was ja ebenso Strahlenbelastung bedeutet.

Ich habe mal meinen Arzt auf die Strahlenbelastung angesprochen, man sagte mir, dass eine Lungenaufnahme einem Atlantikflug entspricht. Ich glaube aber, dass Räntgen deutlich „schlimmer ist“ weil hier doch die Strahlen auf einmal innerhalb zb einer Sekunde den Körper bzw. die auf die Zellen einwirken, oder?

Mache ich mir berechtigt Sorgen?

Würde ein Krebs durch Röntgen verursacht bevorzugt auch an dem geröntgen Organ vorkommen?

Danke für Eure Hilfe!

Uninteressant

Ich bin 23 Jahre alt und wurde bisher schon 5 Mal (zwei Schichten) an der Lunge geröngt.

Wenn es 5 Mal im Jahr und das regelmäßig ist, dann darf man mal darüber nachdenken, dass das nicht ganz gesund ist.

auch über 6 Jahre geraucht, was ja ebenso Strahlenbelastung
bedeutet.

Dürfte mehr ausmachen - toxisch-kanzerogene Wirkung

deutlich „schlimmer ist“ weil hier doch die Strahlen auf
einmal innerhalb zb einer Sekunde den Körper bzw. die auf die
Zellen einwirken, oder?

Eben deswegen weniger. Die Einwirkzeit der Strahlenexposition geht in die biologische Wirkung auch ein. Und kurz heißt wenig.

Mache ich mir berechtigt Sorgen?

Nein.

Würde ein Krebs durch Röntgen verursacht bevorzugt auch an dem geröntgen Organ vorkommen?

Ja, aber bei viel höheren Dosen und deutlich längerer Einwirkzeit.

Du könntest aber vorbeugend etwas tun:

  • Psyche stabilisieren (ich glaube an psychosomatische Ursachen von Krankheiten)

  • Dein Immunsystem (killt auch Krebszellen) in Ordnung halten

  • Deine Unsicherheit durch Informieren senken

Gruß

Stefan

Hallo Stefan,

vielen Dank für den Beitrag.

Viele Grüße
Kate

ich würde gerne wissen, wie es um die Strahlenbelastung durch
Röntgen steht. Ich bin 23 Jahre alt und wurde bisher schon 5
Mal (zwei Schichten) an der Lunge geröngt. Ich habe das
Gefühl, das ist deutlichst zu oft und nun bilde ich mir ein,
fest Krebs zu kriegen.

Da kann ich dich, glaube ich beruhigen. Die natürliche Strahlendosis, die man pro Jahr aufnimmt, liegt bei etwa 2 - 3 mSv, in einigen Regionen (Osterzgebirge) auch bis zu 6 mSv. Für das Thoraxröntgen findet man verschiedene Angaben zur wirksamen Strahlendosis, pro Aufnahme kann man wohl etwa mit 0,2 - 0,3 mSv rechnen. 10 mal röntgen entspricht also etwa der natürlichen Strahlendosis, die man über das Jahr verteilt aufnimmt. Eine 10stüdige Flugreise entspricht auch etwa einer Strahlendosis von 0,05 - 0,1 mSv. Wenn also ein Geschäftsmann im Jahr 2 x in die USA und zurück fliegt, dann wurde er quasi mindestens einmal geröntgt. Piloten sind logischerweise einer wesentlich höheren Strahlenbelastung ausgesetzt. Übrigens belasten andere medizinische Untersuchungen den Körper weit mehr, als das Röntgen. Bei einer Computertomographie oder Szintigraphie (Rötgen mit Kontrastmittelgabe) wärst bei einer einzigen Behandlung du sicher der 10- oder 50fachen Dosis einer Röntgenaufnahme des Thorax ausgesetzt. Und auch diese Patienten dürfen sich durchaus hohe Chancen auf ein weiteres Überleben ausrechnen. :wink:

Trotz allem sollte man natürlich so selten wie möglich röntgen und zwischen 2 aufeinander folgenden Röntgenuntersuchungen, wenn möglich, einen gewissen zeitlichen Abstand einhalten. Denn es kommt nicht nur auf die langfristige Gesamtdosis an, sondern auch auf die Höhe der Einzeldosis. Große Einzelexpositionen sind gefährlicher, als wenn die selbe Dosis allmälig aufgenommen wird. Trotzdem können dich meine ungefähren Angaben hoffentlich beruhigen und dir zeigen, dass du dir noch keine ernsthafte Gedanken um deine Gesundheit machen musst.

Eine Aufnahme wurde während der
Schwangerschaft durchgeführt, weil man diese Untersuchung
nicht aufschieben konnte.

Das ist natürlich nicht sehr schön. Aber die Strahlenexposition auf entfernte Gewebe ist natürlich wesentlich geringer, als die an der Stelle, die geröntgt wird. Ich glaube, deine Eierstöcke kriegen beim Thoraxröntgen nur ca. 0,03 mSv ab, derselben Dosis wird der Fötus in etwa ausgesetzt sein. Wenn entsprechende Schutzmaßnahmen streng eingehalten werden und der Arzt es für vertretbar hält, wirst du dir auch darum keine gedanken machen müssen.

Ich habe
auch über 6 Jahre geraucht, was ja ebenso Strahlenbelastung
bedeutet.

Hier zählt weniger die Strahlenbelastung, als vielmehr die eingeatmeten chemischen Substanzen (besonders Teer), welche krebserzeugend wirken. Natürlich potenzieren sich die verschiedenen Expositionen bezüglich der Wahrscheinlich auf ein Lungenkarzinom. Aber auch hier denke ich, dass die Röntgenaufnahmen statistisch wohl eher den kleineren Beitrag dazu leisten würden. Gerade deshalb kann ich dir (als ebenfalls ehemaliger Raucher) nur dazu gratulieren, dass du es geschafft hast, mit dem rauchen aufzuhören! Mit der Zeit reduziert sich das Krebsrisiko wieder und wenn du es schaffst, dir die nächsten 20 Jahre die Zigaretten zu verkneifen, dann bist du nicht mehr wesentlich mehr gefährdet, als jemand der nie geraucht hat. :smile:

Ich habe mal meinen Arzt auf die Strahlenbelastung
angesprochen, man sagte mir, dass eine Lungenaufnahme einem
Atlantikflug entspricht. Ich glaube aber, dass Räntgen
deutlich „schlimmer ist“ weil hier doch die Strahlen auf
einmal innerhalb zb einer Sekunde den Körper bzw. die auf die
Zellen einwirken, oder?

Beides ist nicht sonderlich schlimm, solange man es nicht übertreibt.

Mache ich mir berechtigt Sorgen?

Nein

Würde ein Krebs durch Röntgen verursacht bevorzugt auch an dem
geröntgen Organ vorkommen?

Ja, bevorzugt da, wo die höchste Dosis aufgenommen wurde - und das ist nun mal die geröntgte Organ.

LG, Jesse

nur scheinbar off topic
Servus Kate,
jetzt, wo ich meine Antwort poste, wurde Deine Frage schon 23mal geklickt - und dabei wird’s nicht bleiben. Die Infos für Dich reichen wohl schon völlig aus. Und nur, weil so viele vor so vielem Angst haben, will ich darauf hinweisen, daß die Kernspinresonanztomographie (der „Tunnel“ mit der Platzangst und dem unangenehmen Krach) KEINE Strahlenbelastung mit sich bringt.
Sei mir nicht böse, daß ich mit meiner ‚Antwort‘ auf dem Trittbrett Deiner Frage mitfahre.
Kai

Hallo Kai,

ich verstehe dein Posting nicht. Ich habe wg. Röntgen gefragt, nicht wegen der Kern… . ??

Viele Grüße
Kate

Hallo Jesse,

danke für deinen Beitrag. Die Mehrheit sagt mir immer, „nicht verrückt“ machen, ich weiß das das, was bisher passiert ist, so und so nicht rückgängig gemacht werden kann, doch habe ich immer noch ???. Ich glaube bei ein bis zwei Aufnahmen der LUnge hätte es mich ebenso nicht gestört…aber 5 beunruhigen eben…

DAnke!!

Hi!

Du, ich bin letztes Jahr 15 mal geröntgt worden. Dieses Jahr schon drei mal. Alles waren medizisch wichtige Röntgenbilder und auch keine doppelten. Mich kann man quasi als Röntgenposter an die Wand hängen. Es gibt Dinge, die viel schädlicher sind. Schimmelpilze zum Beispiel… brrr…

Tara

Du hast recht - ich weiß nur daß andere ja mitlesen. Und ich habe es durchaus erlebt, daß diese Ängste den Kernspin einschliessen. Ich hätte den Schnabel halten sollen :frowning:

Kai

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Du, ich bin letztes Jahr 15 mal geröntgt worden. Dieses Jahr
schon drei mal. Alles waren medizisch wichtige Röntgenbilder
und auch keine doppelten. Mich kann man quasi als
Röntgenposter an die Wand hängen. Es gibt Dinge, die viel
schädlicher sind. Schimmelpilze zum Beispiel… brrr…

Ich habe die letzten 12 Monate auch genung Thoraxröntgen und drei CT’s gemacht. War alles zur Überprüfung notwendig.

mfg
chris

P.S.: Nach Pfingsten folgt das nächste CT.