ich würde gerne wissen, wie es um die Strahlenbelastung durch
Röntgen steht. Ich bin 23 Jahre alt und wurde bisher schon 5
Mal (zwei Schichten) an der Lunge geröngt. Ich habe das
Gefühl, das ist deutlichst zu oft und nun bilde ich mir ein,
fest Krebs zu kriegen.
Da kann ich dich, glaube ich beruhigen. Die natürliche Strahlendosis, die man pro Jahr aufnimmt, liegt bei etwa 2 - 3 mSv, in einigen Regionen (Osterzgebirge) auch bis zu 6 mSv. Für das Thoraxröntgen findet man verschiedene Angaben zur wirksamen Strahlendosis, pro Aufnahme kann man wohl etwa mit 0,2 - 0,3 mSv rechnen. 10 mal röntgen entspricht also etwa der natürlichen Strahlendosis, die man über das Jahr verteilt aufnimmt. Eine 10stüdige Flugreise entspricht auch etwa einer Strahlendosis von 0,05 - 0,1 mSv. Wenn also ein Geschäftsmann im Jahr 2 x in die USA und zurück fliegt, dann wurde er quasi mindestens einmal geröntgt. Piloten sind logischerweise einer wesentlich höheren Strahlenbelastung ausgesetzt. Übrigens belasten andere medizinische Untersuchungen den Körper weit mehr, als das Röntgen. Bei einer Computertomographie oder Szintigraphie (Rötgen mit Kontrastmittelgabe) wärst bei einer einzigen Behandlung du sicher der 10- oder 50fachen Dosis einer Röntgenaufnahme des Thorax ausgesetzt. Und auch diese Patienten dürfen sich durchaus hohe Chancen auf ein weiteres Überleben ausrechnen. 
Trotz allem sollte man natürlich so selten wie möglich röntgen und zwischen 2 aufeinander folgenden Röntgenuntersuchungen, wenn möglich, einen gewissen zeitlichen Abstand einhalten. Denn es kommt nicht nur auf die langfristige Gesamtdosis an, sondern auch auf die Höhe der Einzeldosis. Große Einzelexpositionen sind gefährlicher, als wenn die selbe Dosis allmälig aufgenommen wird. Trotzdem können dich meine ungefähren Angaben hoffentlich beruhigen und dir zeigen, dass du dir noch keine ernsthafte Gedanken um deine Gesundheit machen musst.
Eine Aufnahme wurde während der
Schwangerschaft durchgeführt, weil man diese Untersuchung
nicht aufschieben konnte.
Das ist natürlich nicht sehr schön. Aber die Strahlenexposition auf entfernte Gewebe ist natürlich wesentlich geringer, als die an der Stelle, die geröntgt wird. Ich glaube, deine Eierstöcke kriegen beim Thoraxröntgen nur ca. 0,03 mSv ab, derselben Dosis wird der Fötus in etwa ausgesetzt sein. Wenn entsprechende Schutzmaßnahmen streng eingehalten werden und der Arzt es für vertretbar hält, wirst du dir auch darum keine gedanken machen müssen.
Ich habe
auch über 6 Jahre geraucht, was ja ebenso Strahlenbelastung
bedeutet.
Hier zählt weniger die Strahlenbelastung, als vielmehr die eingeatmeten chemischen Substanzen (besonders Teer), welche krebserzeugend wirken. Natürlich potenzieren sich die verschiedenen Expositionen bezüglich der Wahrscheinlich auf ein Lungenkarzinom. Aber auch hier denke ich, dass die Röntgenaufnahmen statistisch wohl eher den kleineren Beitrag dazu leisten würden. Gerade deshalb kann ich dir (als ebenfalls ehemaliger Raucher) nur dazu gratulieren, dass du es geschafft hast, mit dem rauchen aufzuhören! Mit der Zeit reduziert sich das Krebsrisiko wieder und wenn du es schaffst, dir die nächsten 20 Jahre die Zigaretten zu verkneifen, dann bist du nicht mehr wesentlich mehr gefährdet, als jemand der nie geraucht hat. 
Ich habe mal meinen Arzt auf die Strahlenbelastung
angesprochen, man sagte mir, dass eine Lungenaufnahme einem
Atlantikflug entspricht. Ich glaube aber, dass Räntgen
deutlich „schlimmer ist“ weil hier doch die Strahlen auf
einmal innerhalb zb einer Sekunde den Körper bzw. die auf die
Zellen einwirken, oder?
Beides ist nicht sonderlich schlimm, solange man es nicht übertreibt.
Mache ich mir berechtigt Sorgen?
Nein
Würde ein Krebs durch Röntgen verursacht bevorzugt auch an dem
geröntgen Organ vorkommen?
Ja, bevorzugt da, wo die höchste Dosis aufgenommen wurde - und das ist nun mal die geröntgte Organ.
LG, Jesse