Blutdruck-Messung

Hallo zusammen,
Wenn ich den Blutdruck am Handgelenk messe (mit kleinem Gerät), ist es egal ob am linken Arm oder am rechten ?

Mit bestem Dank und Gruss: hardy

Hallo Hardy,

ja, das ist egal (kannst es probieren). Die Manschette sollte in Herzhöhe sein, sonst verfälscht der hydrostatische Druck das Meßergebnis.

Grüße,

I.

Wenn ich den Blutdruck am Handgelenk messe (mit kleinem
Gerät), ist es egal ob am linken Arm oder am rechten ?

Jein; beim Gesunden sind die Werte im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Es gibt aber auch Patienten, die unterschiedliche Werte an den Armen haben. Meistens ist dies ein Zeichen von Gefäßverkalkung/Durchblutungsstörungen und sollte ärztlich abgeklärt werden. Wenn regelmäßige Blutdruckkontrolle krankheitsbedingt angezeigt ist, reicht es i.d.R. aus nur eine Seite (egal welche) zu messen. Bei Beschwerden und in größeren Abständen (Vorschlag 4x/Jahr) beide Seiten messen.
Die Messungen sollten an der gleichen Stelle der Arme (Oberarme oder Handgelenke, aber nicht gemischt) und in der gleichen Körperlage erfolgen (im sitzen oder liegend), damit sie auch vergleichbar sind.

HTH

Gruß
Carsten

Hi,

ja, das ist egal (kannst es probieren). Die Manschette sollte
in Herzhöhe sein, sonst verfälscht der hydrostatische Druck
das Meßergebnis.

meinst du damit ein elektrisches oder ein manuelles Blutdruckmessgerät?
Bei einem manuellenm (Stetoskop etc) gibt es m.E. eigentlich keine nennenswerten Unterschiede, oder?
Falls ich mich jedoch irre, wie weit liegen diese (physiologisch) auseinander?

gruss, levi

Hallo!

Die Messung sollte immer in Herzhöhe erfolgen, egal, mit welcher Methode, weil das der Referenzpunkt ist. Hältst du den Arm höher, wird ein zu niedriger Blutdruck gemessen, hältst du ihn tiefer, ein zu hoher.

Gruß, palmchord

Hallo,

wie unten beschrieben ändert sich der Druck in den Gefäßen abhängig von der Blutsäule, die über dem Messpunkt liegt.

Misst Du z.B. 30 cm unter der Herzhöhe, lastet eine 30 cm hohe Blutsäule auf der Stelle, an der Du den Druck misst.
Die Dichte von Blut ist ~1,05 g/cm3, die von Wasser bei 37° 0,993 ~ 1g/cm3. D.h. die Blutsäule entspricht einer Wassersäule von

30cm \* 1,05 = 31,5 cm Wassersäule.

1,35951 cm Wassersäule = 1 mmHg, eingesetzt ergibt das:

 31,5 \* 1,35951 mmHg = 42,8246 mmHg

Also satte 40 mmHg. Diese Rechnung ist natürlich nur theoretisch, gibt aber die Größenordnung wieder.

Gruß, Dennis

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Hallo Dennis,

1,35951 cm Wassersäule = 1 mmHg, eingesetzt ergibt das:

richtig

31,5 * 1,35951 mmHg = 42,8246 mmHg

dies stimmt so nicht mehr, sondern:

1.3591 cm H2O = 1 mm Hg --> 1 cm H2O = 0.736 mm Hg (etwas gerundet)

woraus folgt:

31.5 cm H2O = 31.5 * 0.736 mm Hg = 23.2 mm Hg

Halb so viel, wie nach Deiner Rechnung, aber immer noch „satt“.

Grüße,

I.