Gallenblase

Hallo.

Mir wird im Juni die Gallenblase entfernt.Ich habe zwar keine großen Beschwerden,außer manchmal ein bißchen in der Rippengegend was sich bis in den Rücken zieht,aber das ist auszuhalten.Aber meine Ärztin meinte bevor noch Koliken anfangen sollte ich die OP lieber machen.Ich habe auf einigen Seiten gelesen das viele danach ständig Durchfall oder Übelkeit haben und manche schon über Jahre.Das beunruhigt mich sehr.Außerdem habe ich große Panik vor der Vollnarkose(das man nicht mehr aufwacht).Ich wollte diese OP eigendlich in Lokaler Anstesie machen lassen,aber der Arzt meinte sie haben das schon 10 mal so gemacht und würden das nicht empfehlen.Ich bin dann auch nicht mehr näher darauf eingegangen(leider).Und wie ist es mit einer Drainage,ich habe gehört manchmal legen die sowas.Ich kann an nix anderes mehr denken,es sind einfach zu viele Faktoren.Wer hat schon Erfahrung mit dieser OP gemacht und kann mir berichten.

Hallo,

Ich bin meine Gallenblase seit drei Jahren los.

Ich habe auf einigen
Seiten gelesen das viele danach ständig Durchfall oder
Übelkeit haben und manche schon über Jahre.

Habe ich nicht. Ich kenne auch niemand, der davon
berichtet hat.

Das beunruhigt mich
sehr.Außerdem habe ich große Panik vor der Vollnarkose(das man
nicht mehr aufwacht).

Jede Narkose ist mit einem Risiko verbunden, man würde
lügen, wenn man etwas anderes erzählt. Dennoch ist die
Gefahr gering, vor allen Dingen, wenn man nicht zu einer
Risikogruppe gehört.

Ich wollte diese OP eigendlich in Lokaler
Anstesie machen lassen,aber der Arzt meinte sie haben das
schon 10 mal so gemacht und würden das nicht empfehlen.

Ich auch nicht. Okay, ich war nicht dabei (mental), aber
es ist zwar keine große OP (verglichen mit anderen), aber
gerade weil du soviele Bedenken und Sorgen hast, ist eine
Vollnarkose wohl die bessere Entscheidung, weil du eben
nicht mitkriegst, was die Ärzte machen (und wenn du es bei
einer Lokalanästhesie mitkriegst, weißt du ja doch nicht
wirklich, was sie machen). Mir wurde mal mit lokaler
Anästhesie eine verdickte Talgdrüse aus dem Rücken geschnitten

  • schon allein die Geräusche waren alles andere als angenehm.

Ich bin
dann auch nicht mehr näher darauf eingegangen(leider).
Und wie
ist es mit einer Drainage,ich habe gehört manchmal legen die
sowas.

Das kommt drauf an, wenn’s halt notwendig wird, wird das
gemacht. Das tut nicht mehr weh, als die normale OP, das
Loch schließt sich halt ein bisschen später. Die Drainage
bleibt auch nur wenige Tage (wenn überhaupt so lange) drin.

Ich kann an nix anderes mehr denken,es sind einfach zu
viele Faktoren.
Wer hat schon Erfahrung mit dieser OP gemacht
und kann mir berichten.

Bei mir wurde jahrelang auf Magengeschwür behandelt, bevor
jemand auf die Idee kam, sich die Gallenblase näher anzusehen,
so dass ich dann erst operiert wurde, als der Stein (ein einzelner)
schon wirklich groß war. Auch hatte ich dann mehrere Koliken
hinter mir und die Gallenblase war auch noch entzündet.
Ich würde es (mit heutigem Wissen) früher machen lassen.
Seither lebe ich beschwerdefrei und wenn ich nicht ab und zu
meine Narben sehen würde (die waren relativ groß, wegen dem
großen Stein) hätte ich die OP schon so gut wie vergessen.

Gruß
Elke

PS: guck mal im Archiv unter „Gallenblase“, da gibt es
einige Threads dazu

Wer hat schon Erfahrung mit dieser OP gemacht
und kann mir berichten.

Servus Katrin,
ich hatte vor drei Jahren meine erste (und letzte) Gallenkolik. Freitag Nachmittag in die Klinik, Samstag nachmittag Narkose (natürlich, was sonst? Das gefährliche dabei ist die Fahrt in die Klinik), dann minimalinvasive Entfernung der Gallenblase durch den Nabel. Dienstag Entlassug. Die Darmprobleme, die ich vorher hatte, habe ich immer noch.
Kai

Verhältnismäßigkeit beachten
Hallo Katrin!

Ich habe zwar keine
großen Beschwerden,außer manchmal ein bißchen in der
Rippengegend was sich bis in den Rücken zieht,aber das ist
auszuhalten.Aber meine Ärztin meinte bevor noch Koliken
anfangen sollte ich die OP lieber machen.Ich habe auf einigen
Seiten gelesen das viele danach ständig Durchfall oder
Übelkeit haben und manche schon über Jahre.Das beunruhigt mich
sehr.

Jeder Eingriff in den Körper sollte einen wirklich wichtigen Grund haben.
Der Punkt ist: Danach musst du für den Rest deines Lebens ohne Galle leben.
Wenn die Ärzte und sonst wer sagen sollten, dass du hinterher genauso leben kannst wie vorher, dann musst du eher noch misstrauischer werden. Jeder Mensch ist einzigartig und die Entfernung der Galle wirkt sich deshalb nicht immer gleich aus. Wenn jemand berichtet, dass er danach mit Durchfall oder Übelkeit zu tun bekommen hat - warum sollte das jemand erfinden? Und kein Arzt kann dir garantieren, dass das nicht eintreten wird. Probier’s mal und frag die Ärztin. Die hat leicht reden, sie muss sich ja nicht auf den OP-Tisch legen.
Koliken sind ein wichtiger Grund. Spätestens wenn du eine hattest wirst du auch dieser Meinung sein. Vorbeugend - weil vielleicht irgendwann mal eine Kolik kommen könnte - das ist kein wichtiger Grund, da du nicht unvorbereitet bist.
Wenn du uns wenigstens von großen Steinen berichtet hättest, aber nicht mal das schien dir wichtig uns mitzuteilen. Stattdessen machst du dir Sorgen um die Narkose. Sei doch froh wenn du davon nichts mitbekommst. Hab drauf gewartet, dass du noch schreibst „hoffentlich bleibt keine Narbe zurück“.

Außerdem habe ich große Panik vor der Vollnarkose(das man
nicht mehr aufwacht).

Die Wahrscheinlichkeit dass sowas passiert würde ich ungefähr so kommentieren: Angstmärchen aus schlechten Filmen (wie Eclastic schon sagte: vorausgesetzt du gehörst zu keiner Risikogruppe)

Ich wollte diese OP eigendlich in Lokaler
Anstesie machen lassen

Auch hier gewinne ich den Eindruck, dass dir das Ganze als ziemliche Lapalie dargestellt worden ist. Früher war das ein großer Eingriff mit einer mindestens 10 cm langen Narbe. Natürlich schreitet die Technik voran, ich wollt’s nur erwähnt haben. Ein Schnitt eines Skalpells bleibt, was es schon immer war.

ist es mit einer Drainage,ich habe gehört manchmal legen die
sowas.Ich kann an nix anderes mehr denken,es sind einfach zu
viele Faktoren.

Eine Drainage hilft der Wundheilung enorm. Dafür kann man schonmal ein paar Sekunden die Zähne zusammenbeißen, wenn die Drainage rausgezogen wird.
Wenn die Galle raus ist, ist es auf jeden Fall unwiderruflich. Sei dir darüber im Klaren.
Zum Thema Verdauungsprobleme noch etwas was ich vom HörenSagen habe. Hab mal gehört, dass früher Enzyme zum oralen Einnehmen verschrieben worden sind, damit’s mit der Verdauung annähernd so geht wie mit Galle. Je nach dem für den Rest des Lebens. Heute spricht kein Mensch mehr davon. Vielleicht, weil das Geld kostet?
Bei dem überwiegenden Teil der Patienten kommen Steine erst in späterem Alter, aber aufgrund deiner Worte habe ich den Eindruck dass du ein eher junger Gallepatient bist, irre ich mich?
Gruß
Forrest
P.S. Nur eine subjektive Meinung eines Laien aus Lebenserfahrung.

Hi Forrest,

Zum Thema Verdauungsprobleme noch etwas was ich vom HörenSagen
habe. Hab mal gehört, dass früher Enzyme zum oralen Einnehmen
verschrieben worden sind, damit’s mit der Verdauung annähernd
so geht wie mit Galle. Je nach dem für den Rest des Lebens.
Heute spricht kein Mensch mehr davon. Vielleicht, weil das
Geld kostet?

Ich weiß nicht - Tatsache ist, dass ich keine, nicht
eine einzige Person kenne, ohne Gallenblase, die danach
Verdauungsprobleme hatte, die auf fehlende Galle zurück-
zuführen ist. Und wenn man das erwähnt, dass man selbst
keine Gallenblase mehr hat, ist es erstaunlich wieviele
Leute dann sagen: ich auch nicht mehr.

Bei dem überwiegenden Teil der Patienten kommen Steine erst in
späterem Alter, aber aufgrund deiner Worte habe ich den
Eindruck dass du ein eher junger Gallepatient bist, irre ich
mich?

Im englischen Sprachraum gibt es die 5F-Regel, die
als Risikofaktoren für mögliche Gallenblasenentfernung
gelten:
female forty fat fair - über das fünfte wird sich gestritten:
entweder flatulent oder fertile
(weiblich vierzig fett blond - mit Blähungen oder fruchtbar).

Gruß
Elke

Hallo.

Ich bin 28 Jahre bin dunkelblond und habe eigendlich eine normale Figur.Trifft also nicht unbedingt zu.Aber danke für deine Antwort.

Gruß
Katrin

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Hallo,

Ich bin 28 Jahre bin dunkelblond und habe eigendlich eine
normale Figur.Trifft also nicht unbedingt zu.Aber danke für
deine Antwort.

Es sind Richtwerte, das sind einfach die Patienten, bei
denen Gallenblasenprobleme am häufigsten sind.
Auch ich bin weder blond, war sicher nicht dick, als
ich die Probleme bekam und damals war ich auch noch
keine vierzig, fruchtbar bin ich ganz und
gar nicht, aber weiblich war ich schon immer.

Gruß
Elke

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Hai, Katrin,

das scheint wieder so ein „zwei-Ärzte-drei-Meinungen“-Problem zu sein…

Ich bin im Herbst letzten Jahres mit üblen Bauchschmerzen ins Krankenhaus. Bei einer Magenspiegelung wurde ein Magengeschwür festgestellt, daß die Ursache der Schmerzen war - aber: jeder, der mit 'nem Ultraschallgerät an meinem Bauch rummachte, sagte das gleiche Sprüchlein auf: „…daß Sie Gallensteine haben, wissen Sie ja. Wir machen hier auch Gallenblasen-Operationen, auch als Knopfloch-Chirurgie…“

Ich fand das ziemlich irritierend; zum einen fragte ich mich die ganze Zeit, woher ich denn von den Gallensteinen wissen sollte (klappern die sonst?) und zum anderen kam ich mir vor, wie bei einm Gebraucht-Auto-Händler: „Wir haben da noch ein Super-Schnäppchen: Gallenblase-Rausnehmen jetzt zum halben Preis!“ - fürchterlich war das. Makabererweise stand in dem Spiegel von genau dieser Woche ein langer Artikel, daß Ärzten und deren Verwandten wesentlich seltener die Gallenblase entfernt würde, als anderen (Nachtigall, ick hör Dir trapsen)

Mein Hausarzt meinte dann ganz trocken zu mir: „Jetzt bringen wir erstmal das Geschwür weg und die Gallenblase lassen wir schön da, wo sie ist“…
Magengeschwür hab ich nicht mehr, Probleme hab ich nicht mehr, Gallenblase schon…

Hier noch ein paar ganz allgemeine Infos zur Gallenblase: die Gallenblase ist ein Sammelbehälter. Im Bauch haben wir ein paar Drüsen, die kontinuierlich die Galle vor sich hin produzieren. Diese Galle wird benötigt, um Fette verdauen zu können. Nun haben wir nicht ständig Fette im Magen, die verdaut werden müssten, also wird die Flüssigkeit erstmal in der Gallenblase gesammelt.
Wenn wir dann eine fettreiche Mahlzeit zu uns nehmen, zieht sich die Gallenblase zusammen und pumpt die Galle in den Verdauungstrakt. Hier entsteht für manche ein Problem - hat die Gallenblase nicht regelmäßig die Gelegenheit, sich richtig alle zu machen, kristallisiert die Galle aus und es entstehen Steine. Bei manchen viele kleine, bei anderen wenige große.
Große Steine sind problematisch: sie können den Gallengang verstopfen und das macht dann die gefürchtete Gallenkolik. Da aber auch ein großer Stein sich nicht unbedingt in den Gallengang bewegt, also nicht unbedingt eine Kolik auslöst, sind viele Ärzte dazu übergegangen, die Entfernung der Gallenblase erst dann zu empfehlen, wenn bereits eine Kolik stattgefunden hat (eine Kolik ist kein „noch erträgliches Ziehen“ - die wischt Dir sämtliche Bedenken zur Narkose aus dem Hirn)
Kleine Steine, oder Gries, werden oft gar nicht bemerkt, oder nur mal ausnahmsweise durch ein leichtes Pieken, oder Ziehen.
Allerdings gibt es auch Menschen, bei denen die Gallenblase zu Entzündungen neigt - auch in dem Fall wird die Enfernung empfohlen, aber auch hier kommt üblicherweise beim „Opfer“ etwas mehr als ein Ziehen an

Nochwas zu den Verdauungsproblemen, die manche nach der Entfernung haben: die Galle wird ja nach wie vor produziert, also werden auch Fette verdaut. Aber es gibt ja keinen Vorrat mehr, der bei einer „größeren“ Menge Fett genutzt werden könnte. Einige, die keine Gallenblase mehr haben, nehmen darauf jedoch keine Rücksicht und delektieren sich dennoch am fetten Gänsebraten oder einem Eißbein - und die haben dann plötzlich ziemlich viel unverdautes Fett im Darm und die passenden Probleme.

Kurz: ich würde noch einen anderen Arzt fragen, ehe ich mir „vorsorglich“ irgendetwas aus meinem Alabasterleib schneiden lasse - und nicht im Krankenhaus; Gallenblase scheint, so Abrechnungs-Punkt-technisch, eine lohnende Sache zu sein…

Gruß
Sibylle

Hallo Sibylle,

ein paar Kommentare:

Im Bauch haben wir ein
paar Drüsen, die kontinuierlich die Galle vor sich hin
produzieren.

Ziemlich genau eine Drüse, nämlich die Leber.

Hier entsteht für manche ein Problem - hat
die Gallenblase nicht regelmäßig die Gelegenheit, sich richtig
alle zu machen, kristallisiert die Galle aus und es entstehen
Steine.

Das würde ja bedeuten, wenn ich schön dreimal am Tag mein Fleischsalatbrötchen esse, krieg ich keine Steine? Warum sich Steine bilden ist noch nicht vollständig verstanden. Ein Missverhältnis zwischen Cholesterin und Gallensäuren wird angenommen. Hier gehören auch die 5 F hin, die weiter unten erwähnt wurden, denn es handelt sich um Risikofaktoren (keine diagnostischen Kriterien)

Große Steine sind problematisch: sie können den Gallengang
verstopfen und das macht dann die gefürchtete Gallenkolik. Da
aber auch ein großer Stein sich nicht unbedingt in den
Gallengang bewegt, also nicht unbedingt eine Kolik auslöst,
sind viele Ärzte dazu übergegangen, die Entfernung der
Gallenblase erst dann zu empfehlen, wenn bereits eine Kolik
stattgefunden hat (eine Kolik ist kein „noch erträgliches
Ziehen“ - die wischt Dir sämtliche Bedenken zur Narkose aus
dem Hirn)

Ca. 75% der Gallensteinträger haben keine Beschwerden, und nur 18% von ihnen entwickeln welche in den nächsten 5 Jahren. Deswegen wird von einer prophylaktischen Gallenblasenentfernung abgeraten. Symptome müssen aber nicht unbedingt nur in Form der klassischen Kolik auftreten. Wenn der Leidensdruck groß genug und die Galle als Ursache in Frage kommt, ist die OP sinnvoll. Dieses Vorgehen ist in Studien gut belegtes medizinisches Wissen.

Kleine Steine, oder Gries, werden oft gar nicht bemerkt, oder
nur mal ausnahmsweise durch ein leichtes Pieken, oder Ziehen.

Auch Sludge oder kleine Steine können für sehr unanangenehme Oberbauchbeschwerden oder unspezifische Symptome sorgen und wären dann OP-Indikation.

Nochwas zu den Verdauungsproblemen, die manche nach der
Entfernung haben: die Galle wird ja nach wie vor produziert,
also werden auch Fette verdaut. Aber es gibt ja keinen Vorrat
mehr, der bei einer „größeren“ Menge Fett genutzt werden
könnte. Einige, die keine Gallenblase mehr haben, nehmen
darauf jedoch keine Rücksicht und delektieren sich dennoch am
fetten Gänsebraten oder einem Eißbein - und die haben dann
plötzlich ziemlich viel unverdautes Fett im Darm und die
passenden Probleme.

Nach Entfernung der Gallenblase übernimmt der Gallengang die Speicherfunktion. Probleme nach einer Gallenblasen-OP sind fast immer das Weiterbestehen der Beschwerden trotz OP und nicht das Neuauftreten. Hier liegt vielleicht auch das Missverständnis im Ausgangsposting.

Gruß, Dennis

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Hai, Dennis,

Ziemlich genau eine Drüse, nämlich die Leber.

siehgst - wieder 'was dazugelernt - ich hab mir immer einzelne Zellhaufen vorgestellt - Vorstellung korrigiert…

Das würde ja bedeuten, wenn ich schön dreimal am Tag mein
Fleischsalatbrötchen esse, krieg ich keine Steine? Warum sich
Steine bilden ist noch nicht vollständig verstanden. Ein
Missverhältnis zwischen Cholesterin und Gallensäuren wird
angenommen. Hier gehören auch die 5 F hin, die weiter unten
erwähnt wurden, denn es handelt sich um Risikofaktoren (keine
diagnostischen Kriterien)

…und wenn man immer schön Sport treibt und nicht raucht, wird man hundert Jahre…
Mööönsch, daß es nicht eine einzige und schon gar nicht die Ursache für Gallensteine ist, sondern die 5-6 F da auch kräftig mitmischen, dachte ich nicht nochmal hinschreiben zu müssen…

Ca. 75% der Gallensteinträger haben keine Beschwerden, und nur
18% von ihnen entwickeln welche in den nächsten 5 Jahren.
Deswegen wird von einer prophylaktischen
Gallenblasenentfernung abgeraten. Symptome müssen aber nicht
unbedingt nur in Form der klassischen Kolik auftreten. Wenn
der Leidensdruck groß genug und die Galle als Ursache in Frage
kommt, ist die OP sinnvoll. Dieses Vorgehen ist in Studien gut
belegtes medizinisches Wissen.

Das ungefähr hatte ich doch geschrieben?! …oder glaubte zumindest, das geschrieben zu haben…
…und der Leidensdruck ist dann groß genug, wenn er größer als die Angst vor einer Narkose ist, oder?

Auch Sludge oder kleine Steine können für sehr unanangenehme
Oberbauchbeschwerden oder unspezifische Symptome sorgen und
wären dann OP-Indikation.

…wenn sie denn tatsächlich verantwortlich ist, aber wenn dann das da eintritt:

Probleme nach einer Gallenblasen-OP sind
fast immer das Weiterbestehen der Beschwerden trotz OP und
nicht das Neuauftreten.

könnte man schon ein bischen zweifeln…

Hier liegt vielleicht auch das
Missverständnis im Ausgangsposting.

…oder meins: ich dachte an den Effekt, den eine Schwägerin hatte; äähhh - nennen wir es einen gut geschmierten Abgang mit üblem Bauchgrimmen, bei den erwähnten Gerichten. Das heißt natürlich nicht, daß das die einzig möglichen Beschwerden wären…

mit freundlichstem Gruß
Sibylle

Hallo Katrin,

ich war etwa 20, als mein Arzt Gallensteine festgestellt hatte. Er meinte, die Blase sei voll mit kleinen Steinen und selbst mit Medikamenten waere nach einem Jahr vielleicht die Haelfte weg (haengt wohl von der Steinart ab) und die Medikamente waeren zudem sehr belastend. Er meinte, eine OP sei unumgaenglich, entweder in ein paar Wochen, ein paar Jahren oder auch erst in 30 Jahren, je nach Beschwerden. Seine groesste Sorge war, ich koenne schwanger werden, Herzbeschwerden oder Aehnliches haben und dann noch obendrein eine Gallenkolik haben. Daher sollte ich die OP eher frueher haben als spaeter.

Ueber die naechsten fuenf Jahre hinweg hatte ich wiederholt sehr starke Schmerzen bis ich dann morgens um fuenf im Krankenhaus gelandet bin (die detaillierte Geschichte vom jungen Arzt, der meinte, nachdem ich schon Stunden ohne Schmerzmittel ausgekommen waere, koenne ich noch weitere fuenf Minuten warten und mir dann anderthalb Stunden spaeter erst was gegeben hat – was etwig nicht geholfen hatte -, und obendrein trotz meiner Aussage, es seien die Gallensteine, diese nicht einmal auf dem Ultraschall gesehen und eine Magenverstimmung diagnostiziert hatte, erspare ich dir). Derartige Schmerzen wuerde man nicht mal seinem schlimmsten Feind wuenschen.

Ein paar Stunden spaeter hatte sich die Kolik beruhigt und mein Hausarzt meinte, die OP sei jetzt unumgaenglich und fuenf Tage spaeter war die Gallenblase raus. Du schreibst, du haettest noch keine Kolik gehabt und glaub mir, das ist etwas, das du niemals erleben moechtest.

Meine Gallenblase wurde im Endoskopieverfahren (ich glaube so hiess es) entfernt, also nicht mit einem langen Schnitt, sondern fuenf kleinen. Ich habe eine kleine Narbe am Bauchnabel, Bauchmitte, zwei rechts und eine links. Nach der OP bekam ich Schmerzmittel fuer zwei Tage oder so und das einzige was wehtat, war mein Ruecken (das sei wohl normal durch das lange Liegen unter der Narkose). Gleich nach der OP nach dem Aufwachen kriegte ich einen Napf auf den Bauch gelegt, da manche sich wohl uebergeben muessten. Ich war eine davon, da aber nichts drin war, war’s das.

Ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, meine aber, irgendwo war da ein Schlauch der seitlich an mir runterhing fuer einen Tag oder so. So unwichtig, dass ich mich nur vage erinnere.

Am schlimmsten war die Erfahrung, mit drei weiteren Personen das Zimmer teilen zu muessen und keinen Schlaf zu bekommen weil mindestens eine Person nachts unglaublich laut schnarchte und tagsueber ununterbrochen babbelte. Dann noch deren Besuch, der mich anstarrte, waehrend ich mich kurz nach der OP uebergeben musste und ueberhaupt ziemlich gruselig aussah. Keinen Anstand, manche Leute. Und dann waren da noch die Krankenschwestern, die auch morgens um drei ins Zimmer reingeplatzt kamen, ohne sich die geringste Muehe zu geben, leise zu sein, so dass man vor Schreck fast vom Bett viel. Die einzige Person die schlief, war der Schnarcher. Krankenhaus an sich war viel schlimmer als die ganze OP.

Ich war raus nach fuenf Tagen, jedoch auf mein Draengen (ich war damals selbstaendig und keiner bezahlte mich fuers im Krankenhaus liegen). Ich glaube sieben Tage ist der Durchschnitt. Durch die Narbe am Bauchnabel konnte ich fuer einige Tage nur Hosen mit lockerem Bund tragen. Das Faedenziehen war kein Thema.

Mein Arzt meinte, manche Leute wuerden ohne die Gallenblase manche Nahrungsmitteln nicht vertragen. Ich habe keinerlei Beschwerden.

Ich wusste nicht mal, dass so eine OP lokal gemacht wird. Nachdem ein ganzes inneres Organ entfernt wird, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jemand freiwillig auf eine Vollnarkose verzichten wuerde.

Alles in allem gibt es sehr viel schlimmere OPs und ich bin sehr, sehr froh, meine gemacht zu haben – wenn auch gezwungenermassen, wer ist schon scharf auf eine OP …

Gruesse,

Kris

Hallo.

Es ist echt schockierend was dir und den anderen was ich bis jetzt gelesen habe passiert ist.Vor allem die ständigen Diagnosefehler und die Schmerzen.Deshalb möchte ich die OP lieber jetzt machen als das ich noch so ne Kolik bekomme.
Ja über die Bettnachbarn hab ich mir auch schon gedanken gemacht,
ich hoffe ich hab nicht so nen Schnarcher.

Danke für eure zahlreiche „Anteilnahme“,es ist echt interessant zu erfahren wie das so abläuft.Ich hoffe es gibt noch mehr Lesestoff.

Viele Grüße

Hallo Katrin,

ich war etwa 20, als mein Arzt Gallensteine festgestellt
hatte. Er meinte, die Blase sei voll mit kleinen Steinen und
selbst mit Medikamenten waere nach einem Jahr vielleicht die
Haelfte weg (haengt wohl von der Steinart ab) und die
Medikamente waeren zudem sehr belastend. Er meinte, eine OP
sei unumgaenglich, entweder in ein paar Wochen, ein paar
Jahren oder auch erst in 30 Jahren, je nach Beschwerden. Seine
groesste Sorge war, ich koenne schwanger werden,
Herzbeschwerden oder Aehnliches haben und dann noch obendrein
eine Gallenkolik haben. Daher sollte ich die OP eher frueher
haben als spaeter.

Ueber die naechsten fuenf Jahre hinweg hatte ich wiederholt
sehr starke Schmerzen bis ich dann morgens um fuenf im
Krankenhaus gelandet bin (die detaillierte Geschichte vom
jungen Arzt, der meinte, nachdem ich schon Stunden ohne
Schmerzmittel ausgekommen waere, koenne ich noch weitere fuenf
Minuten warten und mir dann anderthalb Stunden spaeter erst
was gegeben hat – was etwig nicht geholfen hatte -, und
obendrein trotz meiner Aussage, es seien die Gallensteine,
diese nicht einmal auf dem Ultraschall gesehen und eine
Magenverstimmung diagnostiziert hatte, erspare ich dir).
Derartige Schmerzen wuerde man nicht mal seinem schlimmsten
Feind wuenschen.

Ein paar Stunden spaeter hatte sich die Kolik beruhigt und
mein Hausarzt meinte, die OP sei jetzt unumgaenglich und fuenf
Tage spaeter war die Gallenblase raus. Du schreibst, du
haettest noch keine Kolik gehabt und glaub mir, das ist etwas,
das du niemals erleben moechtest.

Meine Gallenblase wurde im Endoskopieverfahren (ich glaube so
hiess es) entfernt, also nicht mit einem langen Schnitt,
sondern fuenf kleinen. Ich habe eine kleine Narbe am
Bauchnabel, Bauchmitte, zwei rechts und eine links. Nach der
OP bekam ich Schmerzmittel fuer zwei Tage oder so und das
einzige was wehtat, war mein Ruecken (das sei wohl normal
durch das lange Liegen unter der Narkose). Gleich nach der OP
nach dem Aufwachen kriegte ich einen Napf auf den Bauch
gelegt, da manche sich wohl uebergeben muessten. Ich war eine
davon, da aber nichts drin war, war’s das.

Ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, meine aber,
irgendwo war da ein Schlauch der seitlich an mir runterhing
fuer einen Tag oder so. So unwichtig, dass ich mich nur vage
erinnere.

Am schlimmsten war die Erfahrung, mit drei weiteren Personen
das Zimmer teilen zu muessen und keinen Schlaf zu bekommen
weil mindestens eine Person nachts unglaublich laut
schnarchte und tagsueber ununterbrochen babbelte. Dann noch
deren Besuch, der mich anstarrte, waehrend ich mich kurz nach
der OP uebergeben musste und ueberhaupt ziemlich gruselig
aussah. Keinen Anstand, manche Leute. Und dann waren da noch
die Krankenschwestern, die auch morgens um drei ins Zimmer
reingeplatzt kamen, ohne sich die geringste Muehe zu geben,
leise zu sein, so dass man vor Schreck fast vom Bett viel. Die
einzige Person die schlief, war der Schnarcher. Krankenhaus an
sich war viel schlimmer als die ganze OP.

Ich war raus nach fuenf Tagen, jedoch auf mein Draengen (ich
war damals selbstaendig und keiner bezahlte mich fuers im
Krankenhaus liegen). Ich glaube sieben Tage ist der
Durchschnitt. Durch die Narbe am Bauchnabel konnte ich fuer
einige Tage nur Hosen mit lockerem Bund tragen. Das
Faedenziehen war kein Thema.

Mein Arzt meinte, manche Leute wuerden ohne die Gallenblase
manche Nahrungsmitteln nicht vertragen. Ich habe keinerlei
Beschwerden.

Ich wusste nicht mal, dass so eine OP lokal gemacht wird.
Nachdem ein ganzes inneres Organ entfernt wird, kann ich mir
auch nicht vorstellen, dass jemand freiwillig auf eine
Vollnarkose verzichten wuerde.

Alles in allem gibt es sehr viel schlimmere OPs und ich bin
sehr, sehr froh, meine gemacht zu haben – wenn auch
gezwungenermassen, wer ist schon scharf auf eine OP …

Gruesse,

Kris

Hallo.

Eine Sache vielleicht noch für Leute mit Koliken.
Eine Ärztin hatte mir mal gesagt das man bei Gallensteinen nicht nur fettes Essen meiden sollte,sondernd auch Steinfrüchte.

Viele Grüße

Hallo Kris,

Ich war raus nach fuenf Tagen, jedoch auf mein Draengen (ich
war damals selbstaendig und keiner bezahlte mich fuers im
Krankenhaus liegen). Ich glaube sieben Tage ist der
Durchschnitt.

Ist das in Deutschland noch üblich?
Von amerikanischen, südafrikanischen, australischen
und saudischen Krankenhäusern weiß ich, dass - wenn es
keine Komplikationen gibt - maximal 3 Tage angesetzt sind.
Ich wurde am Nachmittag vor der Operation eingeliefert,
war und bin am zweiten Tag nach der OP abends nach Hause.
Für länger sah ich auch keine Notwendigkeit, da alles
nach Plan verlaufen ist.

Gruß
Elke

Hallo,
also ich antworte dir jetzt mal, ohne die anderen Artikel alle gelesen zu haben.

Ich habe mir die Gallensteine und damit auch die Gallenblase entfernen lassen, nachdem ich mich jahrelang mit Koliken gequält habe.

Und ich muss heute sagen, ich hätte schon viel früher diesen Schritt tun sollen.

Die OP ist absolut schmerzlos. Du wachst auf und hast auch danach keinerlei Schmerzen. Echt nix.

Ich zumindest hatte danach nie Bauchschmerzen oder Durchfall. Ich kann alles essen und trinken. Mir ghets einfach blendend.

Also, nur Mut

Gruß
S

Hallo.

Es ist schön zu hören das es auch einen guten Ausgang gibt.Danke für die Aufmunterung.

Hallo,

also ich antworte dir jetzt mal, ohne die anderen Artikel alle
gelesen zu haben.

Ich habe mir die Gallensteine und damit auch die Gallenblase
entfernen lassen, nachdem ich mich jahrelang mit Koliken
gequält habe.

Und ich muss heute sagen, ich hätte schon viel früher diesen
Schritt tun sollen.

Die OP ist absolut schmerzlos. Du wachst auf und hast auch
danach keinerlei Schmerzen. Echt nix.

Ich zumindest hatte danach nie Bauchschmerzen oder Durchfall.
Ich kann alles essen und trinken. Mir ghets einfach blendend.

Also, nur Mut

Gruß
S