Hallo Petra,
danke für deine Ausführungen.
das sind die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Es wurde ein
Budget eingeführt, das bedeutet, dass die Ärzte pro Patient
nur noch einen (niedrigen zweistelligen) Betrag für ein Rezept
zur Verfügung haben.
Ein Budget gab’s aber doch immer- ich verstehe dich dahingehend, dass das Budget nun drastisch verkürzt worden ist, richtig?
Wenn nun ein Patient kommt, dem man nichts verschreiben muss,
kann man einem anderen etwas teureres verschreiben. Aber
insgesamt muss man das Budget einhalten oder - die Differenz
aus eigener Tasche zahlen!!!
Besonders unangenehm für die Ärzte: Für eine derartige
Differenzzahlung gibt es nicht etwas zu jedem Monatsende eine
Rechnung, sondern es kommt dann irgendwann mal nach zwei oder
drei Jahren eine Nachforderung. Und die ist dann unter
Umständen von der Höhe her existenzbedrohend.
Na ja, das ist zwar einerseits wirklich dumm, andererseits kann man sich ja schützen, wenn man weiß, wie’s läuft und entsprechende Rücklagen bilden. Das macht jedes Unternehmen.
Kann man dagegen vorgehen? Meiner Meinung nach nur auf
politischem Wege: Protestbriefe schreiben, bei der nächsten
Wahl das Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, etc.
Na ja, also ich werde jetzt vermutlich doch einfach den Arzt wechseln.
Der Arzt kann ja nichts dafür - es wäre aber schön, wenn er
dem Patienten erklärt, warum „seine Verordnungshoheit“ nun
kein Kassenrezept ausstellt.
Das wäre tatsächlich was- zumindest würde er einem damit die Entscheidungsfrage, ob man nun einen anderen Arzt aufsuchen soll oder nicht, erheblich erleichtern! So gerne renne ich nicht von Arzt zu Arzt.
Viele Grüße
Wilfried