subacromiales Schmerzsyndrom - welche Behandlung?

Von: , Frage gestellt am Mi, 31. Mai 2006

Guten Tag!

Ich habe hier bei wer-weiß-was schon viele gute Tipps bekommen, weshalb ich mich heute ratsuchend an das Forum wende.

Seit fast 2 Jahren habe ich Schmerzen in der Schulter. Anfangs ganz leicht, dann immer mehr. Vor 1,5 Jahren habe ich einen Orthopäden aufgesucht, der mir eine schmerzstillende Spritze an das Schultergelenk gab und mir sagte, ich soll 8 Tage tgl. 800 mg Ibuprofen nehmen, dann würde das schon.
Eine Röntgenaufnahme ergab nichts Krankhaftes.

Die Schmerzen nahmen aber nicht ab, sondern zu. Wie oft ich beim Orthopäden war, kann ich nicht mehr sagen. Immer wieder nur der Rat mit den Schmerzmitteln.

Vor 6 Monaten habe ich den Orthopäden gewechselt.

Der meinte, es sei ein verschlepptes subacromiales Schmerzsyndrom (hoffentlich hab ich das richtig geschrieben) und verordnete Krankengymnastik.
Insgesamt 25 Anwendungen habe ich gehabt und auch Übungen für zuhause gezeigt bekommen.
Zwischendurch war es etwas besser, jetzt geht gar nichts mehr.

Ich kann mir nur mit Mühe die Haare kämmen, Bewegungen mit dem Arm nach hinten sind nicht möglich, und ich wache nachts vor Schmerzen auf.

Hat hier vielleicht jemand einen Rat für mich?

Danke
sagt der Wackelpudding

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 3 hilfreich
    Re: subacromiales Schmerzsyndrom - welche Behandlu

    Hallo Wackelpudding, Eine Röntgenaufnahme ergab nichts Krankhaftes.
    Das Heimtückische an dem subacromialen Schmerzsyndrom (Impingement-Syndrom) ist, daß der Röntgenbefund unauffällig ist; höchstens im Spätstadium sieht - und auch das nicht immer - man in den Aufnahmen einen Hochstand des Humerus-Kopfes. Der meinte, es sei ein verschlepptes subacromiales
    Schmerzsyndrom (hoffentlich hab ich das richtig geschrieben)
    Ist auch ein Sono bzw. eine Arthrographie gemacht worden? Eine Ruptur der Rotatorenmanschette, der Gelenkkapsel und/oder der Sehnen oder eine Bursitis subacromialis (Entzündung des Schleimbeutels) kann nämlich nur so ausgeschlossen werden... und verordnete Krankengymnastik.
    Was genau wurde bisher gemacht? Wir verschreiben bei sowas für gewöhnlich eine Kombination aus mobilisierender Physiotherapie (BWS mitbehandeln!), Wärme- und Elektrotherapie. Schwerpunkte sollten die Querfriktion und - nacheinander - die Kräftigung der Scapulafixatoren und der Rotatorenmanschette sein. Hat hier vielleicht jemand einen Rat für mich?
    Tjaaaaa... Wenn die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind bzw. bei Therapieresistenz kann man die operative Erweiterung des subacromialen Raumes und eine Acromioplastik ins Auge fassen... Aber das müßte ein Schulterspezialist entscheiden...

    Grüße
    Renee

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: subacromiales Schmerzsyndrom - welche Behand

      Liebe Renee!

      Danke für Deine Antwort.
      Der letzte Orthopäde hat mich sehr gründlich untersucht, doch eine Sono- oder Arthrografie sind bisher nicht gemacht worden. Aber der Arzt hat meinen Arm in jede nur erdenkliche Stellung gebracht, ich musste dagegendrücken, ziehen, stemmen.
      Er sprach davon, dass die Schleimbeutel an mehreren Sehnenansätzen entzündet sind und ich dadurch eine Schonhaltung einnehme oder bestimmte Bewegungen gar nicht mehr mache.
      Nun werde ich ihn nach einer Ultraschalluntersuchung fragen und dann hoffen, dass er meine Schmerzen ernst nimmt und mich weiterschickt.

      Danke und Grüße vom
      Wackelpudding [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: subacromiales Schmerzsyndrom - welche Behand

        Hallo Wackelpudding,

        ich muss Renee recht geben: Es sind noch nicht alle diagnostischen Mittel angwandt worden. D.h. einfach nochmals nachhaken und um die entsprechenden Verfahren bitten - hast Du ja eh vor.
        Außerdem kann ich Dir berichten, dass ich in meiner Praxis schon viele Schultern hatte, deren Leidensgeschichte ähnlich klingt. Sog. "frozen shoulders" oder auch nicht operierte Kalkschultern. Oft waren die Erfolge der Osteopathie wirklich eindrucksvoll. Patienten, die den Arm nicht mal mehr bis zur Horizontalen bekommen haben, konnten nach 1/2 Jahr wieder Volleyballs spielen, Patienten die nicht mal mehr auf der Seite liegen konnten, schlafen wieder in Seitenlage durch etc. Aus diesem Grund würde ich Dir raten, dass Du Dir neben der noch ausstehenden Diagnostik auch eine(n) Osteopathen(-in) suchst. Vielleicht schlägt die Osteopathie auch bei Deiner Schulter positiv an, wer weiß.
        Ich wünsche Dir, dass jemand auf die Spur Deines Problems kommt und Du es bald loswerden wirst.
        Grüße
        Stefanie [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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