Meine Tochter ist 2 3/4 und hat seit letzten September (Kita-Eintritt) ständig Erkältung, Husten, Mittelohrentzündung etc. und ich auch. Nun sollen bei ihr die Polypen entfernt werden, aber ich empfinde das als sehr früh. MUSS das sein? Eine Kinderärztin sagt ja, die zweite findet es recht früh, tendiert aber auch dazu. Bin verunsichert. Hat jemand damit Erfahrung?
Moin,
Wieso, ich finde, das ist schon ein normales Alter. Ich finde es viel traumatisierender, ständig Mittelohrentzündung zu haben bzw. schlecht zu hören (kann Kinder zB sozial isolieren oder als ungehorsam erscheinen lassen).
Wichtig ist auf jeden Fall, daß Du Dich versicherts, daß eine ordentliche Anästhesie gemacht wird (Kinder sollten immer möglichst „platt“ (sorry) gemacht werden und ordentlich Beruhigungsmittel vorher und hinterher genug Schmerzmittel bekommen. In einer Klinik (mit der Möglichkeit zur stationären AUfnahme bei „Überdosierung“) kann man da großzügiger sein als in einer Anästhesiepraxis, wo am Abend alle entlassen sein müssen.
Der Eingriff dauert etwa 20 Minuten.
Schöne Grüße & gute Besserung,
Chris
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Lieber Chris,
danke für die schnelle Antwort.
Schon allein die Vollnarkose bei so einem kleinen Wurm erschrickt mich.
Elisa hört nicht schlecht, sie spricht - auch laut Aussage der Kita - erstaunlich gut für ihr Alter und trifft beim Singen die richtigen Töne. Wenn sie schwerhörig wäre, würde ich selbstverständlich nicht zögern, eine Operation zuzulassen. Die Hoffnung ist, dass die Laufnase und der Husten vielleicht doch von allein aufhören. Verunsichert bin ich auch noch durch die Aussage einer Bekannten, die entsetzt von der OP abgeraten hat, ich solle doch erstmal die Ernährung umstellen (kein Getreide, keine Milchprodukte).
Gruß Ria
Hi!
Verunsichert bin ich auch noch durch
die Aussage einer Bekannten, die entsetzt von der OP abgeraten
hat, ich solle doch erstmal die Ernährung umstellen (kein
Getreide, keine Milchprodukte).
Wenn Polypen (Nase oder die Mandeln?) da sind, wird es immer wieder zu Infekten kommen, da die Vergrößerung/Wucherung die anatomischen Wege versperrt.
Wie soll da eine Umstellung der Ernährung helfen??
Gruß,
Sharon
Es sind die Rachenmandeln, heißt es, wohl auch Wucherungen genannt. Diese Ernährung soll der Verschleimung entgegenwirken, die den Hustenreiz und die Laufnase auslösen. Das Ohr gibt ja in letzter Zeit Ruhe.
Gruß
Ria
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Mooin,
Schon allein die Vollnarkose bei so einem kleinen Wurm
erschrickt mich.
Das kenn ich… aber glaub mir, es ist egal, ob Dein Kind 3 oder 12 ist, das elterliche Gefühl, Dein Kind total auszuliefern ist das gleiche.
Am besten helfen kann man dem Kind, wenns sein muß, ist, die ganzen (unbegründeten) Ängste möglichst vor der OP abzubauen, denn sie übertragen sich auf das Kind. Kinder von Eltern, die locker bleiben (können) sind um ein vielfaches leichter zu betäuben als solche von Eltern, die am Rad drehen. Kleine Würmer sind insofern auch etwas leichter, weil sie oft noch ein gewisses Urvertrauen haben und nicht checken,um was es geht. Damit daraus keine Weisskittelphobie wächst, sollte ein kindererfahrener Narkosearzt greifbar sein.
Aber wie gesagt, das ist das typische Alter, bzw. die typische OP für das Alter, die Indikation kann man durchs Internet natürlich nicht überprüfen…
Die Hoffnung ist, dass die Laufnase und der Husten vielleicht
doch von allein aufhören.
… das ist auch eine individuelle Frage, wie hoch der Leidensdruck dabei ist. Wenn es aber um eine _Tonsillen-_OP (also „Mandel“-OP) geht, mußt Du wissen, daß die OP-Indikation heutzutage eher streng gestellt wird und die Mandeln nicht mehr wie früher als nutzloses Gewebe betrachtet werden. Dennoch ist die Entfernung in manchen Fällen sinnvoll. Frag halt mal hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/search.fpl?o…
Verunsichert bin ich auch noch durch
die Aussage einer Bekannten, die entsetzt von der OP abgeraten
hat,
Und was qualifiziert sie zu dieser Aussage?
ich solle doch erstmal die Ernährung umstellen (kein
Getreide, keine Milchprodukte).
Das ist Unsinn.
Grüße,
Chris
Ich hab da mal ne Frage…
…und zwar eine OffTopic, aber ernsthafte ohne Hintergedanken.
Hallo Chris,…
Aus Deiner Visitenkarte entnehme ich Dein Alter mit rund 31 Jahren.
Bisher dachte ich, daß ein Narkosearzt (chapeau!) noch eine Handvoll Jahre nach seinem normalen Med-Studium hinzulernt.
Dann bist Du demnach doch eine rechte, rühmliche ‚Ausgabe‘ dieser Spezies.
Ich meine, so ein Narkosearzt fällt ja nicht einfach so vom Himmel,
außer wenn er noch als Notarzt eingesetzt ist und Heli (mit-)fliegt. 
Falls Du überhaupt Dich äußern möchtest:
Wie hast Du das gemacht?
Aloha - digi (um Erleuchtung heischend)
…dann will ich mal nicht so sein (c;.
Ein Medizin Studierender wird mit Bestehen des Staatsexamens nach mindestens 12 Semestern Studium zum Arzt/Ärztin. Daran schließt sich die Weiterbildung zum Facharzt an, dann darf man sich „Facharzt für xyz“ nennen.
Daneben kann man Zusatzbezeichnungen oder Fachkundigkeit in bestimmten Schwerpunkten erwerben (zB Notfall-/Intensiv-/Schmerzmedizin im Falle der Anästhesie).
Ich bin zZt, nachdem mein Lebenslauf gewisse Kapriolen geschlagen hat, im 3. Weiterbildungsjahr (von 5) zum Anästhesisten. Ich arbeite in der Anästhesieabteilung einer bayerischen Uniklinik als Arzt, der Narkosen macht, deshalb bezeichne ich mich als Narkosearzt, wenn ich nach meinem Beruf gefragt werde, schon allein, weil damit die meisten Leute etwas anfangen können („Aha, Sie sind der Anästhesist, kommt denn heute auch nochmal der Arzt vorbei?“). Sollte ich mal den Facharzt erwerben, würde ich vielleicht eher „Anästhesist“ angeben, keine Ahnung, aber ehrlich gesagt hab ich mir darüber noch keine tiefgreifenden Gedanken gemacht, hoffe aber, keinen Rechtsbruch begangen zu haben, oder bei Dir falsche Vorstellungen geweckt zu haben.
Es gibt aber bestimmt besonders fixe, die in meinem Alter den Facharzt erworben haben. Wenn man rechnet, Abi mit 18, Studium fertig mit 25, kann man durchaus mit 30 fertige Fachärztin sein.
Schöne Grüße & Feiertage,
Chris
…zB Notfall-/Intensiv-/Schmerzmedizin im Falle der Anästhesie…
Darüber macht sich Lieschen Müller, glaube ich, keine Gedanken,
daß vor/mit einem Narkosearzt noch eine ganze Latte anderer Qualifikationen mitkommen.
…aber ehrlich gesagt hab ich mir darüber
noch keine tiefgreifenden Gedanken gemacht, hoffe aber, keinen
Rechtsbruch begangen zu haben,
oder bei Dir falsche Vorstellungen geweckt zu haben.
Nein, nein, nein. Die Frage ging nicht dahin, Chris.
Es war wirklich ernsthaftes Interesse, und nur Interesse.
Wenn’s glatt geht, dann sind das 11 Jahre. Nach dem Abi.
11 Jahre, die sicher interessant, aber auch stressig, sind.
Also, ‚großartig geschlampt‘ hast Du in Deiner Laufbahn wahrlich nicht -
Hochachtung von mir für Dich!
Danke, daß Du mich aufgeklärt hast.
Ich wünsche Dir, daß alles nach Plan geht.
Aloha - digi (aEg)
Hat jemand damit
Erfahrung?
Ja, ich! Ich hab mit drei Jahren Polypen rausoperiert bekommen. Natürlich kann ich mich nur noch dunkel erinnern, aber ich fand es nicht besonders schlimm (war ambulant) und habe auch keine „Weißkittelphobie“ entwickelt oder so. Dafür war ich hinterher aber auch froh, dass ich nicht mehr so oft krank war - also alles in allem fand ich das damals auch schon positiv, wahrscheinlich, weil man mir ausführlich erklärt hat, was passiert und wozu die OP gut ist und so.
Also wenn zwei Ärzte sagen, das sollte schon gemacht werden - so schlimm wars bei mir echt nicht.
Alles gute
SOnja