Abgelaufene Medizin

Hallo Zusammen,

was ist wenn man abgelaufene Medizin (Tabletten, Nasentropfen/-spray) zu sich nimmt? Können da irgendwelche Nebenwirkungen entstehen oder lässt dann die Wirkung nur nach?

Danke und Gruss
Tobi

Hallo Tobi
Wahrscheinlich ist es so, das die Wirkung noch da ist, und auch keine Gefährdung besteht.
Aber das muss nicht so sein.
Wenn ein Medikament sein MHD überschritten hat, gibt es keine Garantie mehr dafür, ob es nur unwirksam oder vielleicht auch gefährlich geworden ist.
Meine Meinung:
Manchmal bezieht sich das MHD auch auf die Verpackung. Ein Desinfektionsmittel in intakter Verpackung würde ich auch nach MHD noch verwenden, ein Medikament wie Antibiotika oder eins auf pflanzlicher Basis nie.
Somit ist klar: lieber wegschmeißen.

MfG
Matthias

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Stop, stop, stop! Nix MHD! :wink:
Hallo Matthias,

Medikamente haben - im Gegensatz zu Lebensmitteln - ein Verfallsdatum. Obwohl (sachgerechte Lagerung vorausgesetzt) sie auch noch lange nach dieser Zeit bis zu 90 % des Wirkstoffs enthalten, sollte man sich lieber daran halten. Warum? Nun… Der Hersteller haftet für Schäden, die einem Patienten durch die Einnahme der Medikamente entstehen können, nur bis zum Verfallsdatum. Futtert man also ein abgelaufenes Aspirinchen und fällt dann tot um, ist nix mit Schadenersatz. Quelle: http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2003/9-20….

Was spätestens mit Ablauf des Verfallsdatums definitiv zwecks Entsorgung in die Hände des Apothekers gehört, sind Salben, Augentropfen (diese bereits sechs Wochen nach dem Öffnen des Fläschchens) & Co. Bei diesen ist die Gefahr groß, daß man durch das ständige Öffnen der Packung Keime reingeschleppt hat, die sich dann fleißig vermehren und man sich - gerade bei Augentropfen - selbst wieder ansteckt, kaum daß man die Pest, mit der man beglückt wurde, losgeworden ist. :wink:

Grüße
Renee

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Danke für die Infos!!! owT.

Medikamente haben - im Gegensatz zu Lebensmitteln - ein
Verfallsdatum. Obwohl (sachgerechte Lagerung
vorausgesetzt) sie auch noch lange nach dieser Zeit bis zu 90
% des Wirkstoffs enthalten, sollte man sich lieber daran
halten. Warum? Nun… Der Hersteller haftet für Schäden, die
einem Patienten durch die Einnahme der Medikamente entstehen
können, nur bis zum Verfallsdatum.

Genau, dies ist einer der wichtigsten Gründe.

Futtert man also ein
abgelaufenes Aspirinchen und fällt dann tot um, ist nix mit
Schadenersatz.

Richtig, nur fällt man nicht tot um. Es gibt nur einen verschwindend kleinen Teil von Medikamenten, die nach Ablauf des Verfallsdatums eine gegenteilige oder gar schädliche Wirkung entfalten. Mir fällt da nur eine bestimmte Antiobiotikagruppe und alle sterile Sachen ein. Ansonsten läßt nur die Wirksamkeit nach. Das sollte man einkalkulieren oder eben keine Medikamente nach Ablauf des Verfallsdatums mehr einnehmen.

Ich habe eine Zahnseide, die mit eienm Verfallsdatum gekennzeichnet ist. Selbst Waschbenzin, Ethanol und Zucker und Essig (nun nicht aus der Apotheke) habe ich schon mit Verfallsdaten (nicht MHD) gesehen. So etwas ist natürlich Blödsinn und kann getrost ignoriert werden.

Generell (es gibt immer Ausnahmen) würde ich abgelaufende Medizin allenfalls noch kurze Zeit nach dem Ablauf des Verfallsdatums verwenden.

Benni

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Mensch, Benni… Das mit dem Aspirin war natürlich mega-ironisch gemeint. Klar, wird niemand elendig an einer gerade abgelaufenen Aspirin-Tablette verrecken. *grins* Die Relevanz der Haftungsfrage - und um die ging es mir - sieht bei nach dem Verfallsdatum bei Herztabletten, Antibiotika, Psychopharmaka, weiss-der-Geier, natürlich gaaaaaanz anders aus, auch wenn die Pillen an sich noch völlig OK sind.

Aspirin war halt das erste, was mir zu dieser unchristlichen Zeit (zumal der Kaffee noch nicht fertig war) eingefallen ist.

Inzwischen Koffein-gestärkte Grüße :wink:
Renee