Zahntourismus - Lohnt sich das??

Von: , Frage gestellt am Do, 8. Jun 2006

Hi !

also ich brauche 2 Implantate (Brücken sind blödsinnig weil die benachbarten Zähne gesund sind [erbliche Nichtanlage]) und mit den Zuschüssen meiner Krankenkasse (AOK) sieht es sehr schlecht aus. Drum habe ich mir als armer Student (BAFöG Empfänger) überlegt wie man Kosten sparen könnte.

Hat jemand (ganz allgemein) Vorschläge, wie man beispielsweise mehr Geld von der Krankenkasse bekommen könnte?! Gibts da Härtefallregelungen, welche eventuell ziehen könnten (ausser Verkehrsunfälle etc) ?

Oder hat jemand Erfahrungen mit Zahnärzten -beispielsweise in Tschechien- gemacht?

Ich bin für jegliche Erfahrungsberichte und Vorschläge dankbar...!

mfg
Matze

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Minuten 1 hilfreich
    Re: Zahntourismus - Lohnt sich das??

    Hallo,
    es gibt eine Härtefallregelung für Zahnersatz. Hier kann die Kasse
    den Zuschuss maximal verdoppeln. Bitte bei der AOK nochmals nachhören.
    Gruss
    Czauderna

  2. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Zahntourismus - Lohnt sich das??

    ............ schnipp .............. Hat jemand (ganz allgemein) Vorschläge,
    ..................... schnipp .............. Matze
    Servus Matze,
    die erste Frage sollte immer sein: "Muß man überhaupt was machen?"

    Also: daß Dir diese Zähne endgültig fehlen, weißt Du ungefähr seit Deinem 12 Lebensjahr. Jetzt bist Du erwachsen. Was hat Dir in der Zwischenzeit - ganz subjektiv - gefehlt?
    2. Jetzt lebst Du mit den Nichtanlagen schon eine Weile - kannst Du dann nicht erst mal mit einer/m ZahnÄrztin vernünftig reden, wie Deine Prognose ist? Ob zum Beispiel die, häufig gefürchteten, Verschiebungen der anderen Zähne nicht schon längst gelaufen sind?
    MaW: wer schon so lange mit reduziertem Restgebiß herumläuft, sollte ruhig darüber nachdenken, ob er nicht abwarten kann, bis er die Kohle für die Implantate zur Verfügung hat. Ungarn oder Tschechien: als Tourist - immer! Als Implantattourist - nada! Implantate sind heute zwar kein zahnmedizinisches Abenteuer mehr, aber ich hätte gerne trotzdem den, der sie gesetzt und versorgt hat in meinem Rechts- und Verkehrsbereich - if you know what I mean.

    Kai

    • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Zahntourismus - Lohnt sich das??

      Hi Kai, die erste Frage sollte immer sein: "Muß man überhaupt was
      machen?"
      Das Problem ist folgendes: die Milchzähne (ich glaube die 'Vierer', also die ersten mit 'Doppelwurzel') 'versinken' im Kiefer, wodurch die benachbarten (Backen-)Zähne alle abkippen (teilweise schon passiert).

      Dadurch ist jetzt schon teilweise eine deutlich Beeinträchtigung beim Kauen bemerkbar.

      Das andere Problem ist, das sich das Zahnfleisch zurückbildet und sich durch die Schrägstellung Taschen bilden, an denen dann Karies die gesunden benachbarten Zähne befallen kann.

      Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

      a) (favorisiert) man macht eine KFO Behandlung, und setzt Stiftzähne ein. Kosten: 5000 - 6000 €
      Pro: schönere Lösung
      Con: teuer

      b) man schleift einiges (dank Schrägstellung) von 4 (?) gesunden Zähnen ab, und setzt eine Brücke drauf. Kosten: 2000 - 3000 €
      Pro: billiger & von Krankenkasse bezuschusst
      Con: auf mehrere Jahr(zehnte) gesehen nicht so optimal



      Mein Zahnarzt meint man sollte nicht mehr zu lang warten. Sowie ich das rausgehört habe höchstens 1 Jahr (er wollte sich da nicht festlegen. Ich denke er wollte kein falscche Aussage machen) [...]ich hätte gerne trotzdem den, der sie
      gesetzt und versorgt hat in meinem Rechts- und Verkehrsbereich
      - if you know what I mean.
      Klar aber woher das Geld nehmen?!
      mfg
      Matze

      • Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Zahntourismus - Lohnt sich das??

        Das Problem ist folgendes: die Milchzähne (ich glaube die
        'Vierer', also die ersten mit 'Doppelwurzel') 'versinken' im
        Kiefer, wodurch die benachbarten (Backen-)Zähne alle abkippen
        (teilweise schon passiert).

        Dadurch ist jetzt schon teilweise eine deutlich
        Beeinträchtigung beim Kauen bemerkbar.

        Das reicht eigentlich schon. Ich hatte nur reichlich oft PatientInnen, die die Lücke nicht gejuckt hat. Wenn dann die Kippungen und Wanderungen sowieso schon passiert waren (wie bei Dir) mussten die Lücken nicht unbedingt versorgt werden. Das andere Problem ist, das sich das Zahnfleisch zurückbildet
        und sich durch die Schrägstellung Taschen bilden, an denen
        dann Karies die gesunden benachbarten Zähne befallen kann.
        Das muß nicht unbedingt so bleiben. Wenn die Milchzähne (von denen Du ursprünglich nichts berichtet hattest) entfernt werden (keine Funktion, mögliche Karies an noch gesunden Zähnen), sind die 'Taschen' wahrscheinlich besser zu pflegen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

        a) (favorisiert) man macht eine KFO Behandlung, und setzt
        Stiftzähne ein. Kosten: 5000 - 6000 €
        Pro: schönere Lösung
        Con: teuer
        Mit 'Stiftzähne' meinst Du Implantate? Stiftzähne setzen das Vorhandensein eigener Wurzeln voraus, in denen Stifte und Aufbauten verankert werden. Ob Du bei zwei Implantaten und einer kieferorthopädischen Vorbehandlung mit Deiner Schätzung richtig liegst, glaub' ich eher nicht :--( b) man schleift einiges (dank Schrägstellung) von 4 (?)
        gesunden Zähnen ab, und setzt eine Brücke drauf. Kosten: 2000
        - 3000 €
        Pro: billiger & von Krankenkasse bezuschusst
        Con: auf mehrere Jahr(zehnte) gesehen nicht so optimal

        Kein Widerspruch von mir!



        Klar aber woher das Geld nehmen?!
        Das war mein Grund, Dir die Lücken als realistische Alternative vorzustellen.

        Kai

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