Re^3: Zahntourismus - Lohnt sich das??
Das Problem ist folgendes: die Milchzähne (ich glaube die
'Vierer', also die ersten mit 'Doppelwurzel') 'versinken' im
Kiefer, wodurch die benachbarten (Backen-)Zähne alle abkippen
(teilweise schon passiert).
Dadurch ist jetzt schon teilweise eine deutlich
Beeinträchtigung beim Kauen bemerkbar.
Das reicht eigentlich schon. Ich hatte nur reichlich oft PatientInnen, die die Lücke nicht gejuckt hat. Wenn dann die Kippungen und Wanderungen sowieso schon passiert waren (wie bei Dir) mussten die Lücken nicht unbedingt versorgt werden.
Das andere Problem ist, das sich das Zahnfleisch zurückbildet
und sich durch die Schrägstellung Taschen bilden, an denen
dann Karies die gesunden benachbarten Zähne befallen kann.
Das muß nicht unbedingt so bleiben. Wenn die Milchzähne (von denen Du ursprünglich nichts berichtet hattest) entfernt werden (keine Funktion, mögliche Karies an noch gesunden Zähnen), sind die 'Taschen' wahrscheinlich besser zu pflegen.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
a) (favorisiert) man macht eine KFO Behandlung, und setzt
Stiftzähne ein. Kosten: 5000 - 6000 €
Pro: schönere Lösung
Con: teuer
Mit 'Stiftzähne' meinst Du Implantate? Stiftzähne setzen das Vorhandensein eigener Wurzeln voraus, in denen Stifte und Aufbauten verankert werden. Ob Du bei zwei Implantaten und einer kieferorthopädischen Vorbehandlung mit Deiner Schätzung richtig liegst, glaub' ich eher nicht :--(
b) man schleift einiges (dank Schrägstellung) von 4 (?)
gesunden Zähnen ab, und setzt eine Brücke drauf. Kosten: 2000
- 3000 €
Pro: billiger & von Krankenkasse bezuschusst
Con: auf mehrere Jahr(zehnte) gesehen nicht so optimal
Kein Widerspruch von mir!
Klar aber woher das Geld nehmen?!
Das war mein Grund, Dir die Lücken als realistische Alternative vorzustellen.
Kai