Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

Von: , Frage gestellt am Mo, 12. Jun 2006

Hallo,

ich habe die ziemlich sichere Vermutung, dass ich auf meinen eigenen Körperschweiß allergisch reagiere. Das äußert sich in Juckreiz und Rötung quasi überall dort, wo Haut auf Haut kommt. Also in den Armbeugen, Kniekehlen, am Halsausschnitt (Kleidung), in den Lidfalten...

Sobald ich anfange zu schwitzen, geht das Jucken und Kratzen los. Es hilft (außer Kortison) keine Creme. Aber waschen mit klarem Wasser bringt sofortige Milderung.

Ich hab ausprobiert, ob es an Duschgel oder anderen FAktoren, wie Creme o.ä. liegt. Habe Cremes mit Harnstoff versucht, weil ich dachte, die Haut sei vielleicht zu trocken. Es hat alles nichs genützt.
Wenn ich Deo verwende, welches die Schweißproduktion hemmt, ist unter den Achseln das Jucken ebenfalls weg. Das stärkt meine Theorie auch.

Hat jemand ERfahrung mit diesem Phänomen??

Ich habe den Eindruck, dass es ausgelöst wurde, weil ich vor einiger Zeit mein Immunsystem stark mit Purpurea Sonnenhut-Präparaten gepusht habe (Esberitox-N). Seitdem (eine Zeit danach) habe ich auch Heuschnupfen, den ich vorher nicht hatte.
Dies wurde glaube ich auch mal in einer Zeitschrift von Ökotest beschrieben, bin mir aber nicht mehr ganz sicher.

Wie kann ich dem beikommen? Was sind die Behandlungsmöglichkeiten??? Kann man diese REaktion wieder umkehren??

Ich weiß, dass dies keine medizinische Beratung sein kann. Mich interessieren trotzdem medizinische Meinungen und persönliche Erfahrungen, für die selbstverständlich hier niemand haften muss.

Vielen DAnk für Eure Mühe!!

Andrea

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

    Hallo,

    das hat vermutlich weniger mit Allergie zu tun, als einfach mit mechanischer bzw. chemischer Reizung. Überall wo Haut an Haut reibt, entstehen je nach Belastung Hautreizungen. Ein extremes Beispiel dafür ist der sogenannte "Wolf", den man sich laufen kann. Abhilfe mit Sofortwirkung: Babypuder

    Gruß,

    Myriam

    • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
      Re^2: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandel

      das hat vermutlich weniger mit Allergie zu tun, als einfach
      mit mechanischer bzw. chemischer Reizung.
      Das vermute ich auch. Es müßte schon eine Autoimmunerkrankung vorliegen, wenn man gegen körpereigene Stoffe allergisch wird. Das ist fast mit Sicherheit auszuschließen. Durch Schweiß quillt die Haut aber auf und wird durchlässiger für alle möglichen Stoffe, Dazu ist Schweiß auch noch ein hervorragendes Lösungsmittel, was also allerhand fremde Stoffe lösen kann. In dieser Richtung würde ich die Ursache suchen.

      Benni

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

    Hallo,

    bist du sicher, dass es keine Waschmittel- / Weichspüler-Unveträglichkeit ist? Durch Schweiß können Stoffe (Parfüm) aus dem Waschmittel in der Kleidung besser auf deine Haut kommen (und durch deine Finger dann auch an die Augen), ich kenne einige Leute, die dann Ausschlag bekommen, vor allem unter den Achseln. Da hilft erstmal Waschmittel extrem reduzieren (die meisten Leute nehmen eh viel zu viel) oder notfalls die Marke wechseln. Auch parfümierte Cremes etc. mit Vorsicht benutzen, lieber etwas weniger. Wenn ich Deo verwende, welches die Schweißproduktion hemmt,
    ist unter den Achseln das Jucken ebenfalls weg. Das stärkt
    meine Theorie auch.
    Weniger Schweiß = weniger Waschmittel wird aus dem Stoff "gelöst"
    Ggf kann es auch sein, dass du Pollen in der Kleidung hast (und die fliegen auch in die Augen oder kommen mit den reibenden Fingern daher), auf die du extrem reagierst. Das könnte ein Arzt abklären.

    Im Extremfall könntest du dir die Schweißdrüsen entfernen lassen. Allerdings wirst du nicht alle entfernen lassen können, da dein Körper dann die Temperatur nicht mehr selbst regulieren kann. Ich weiß, dass dies keine medizinische Beratung sein kann.
    Mich interessieren trotzdem medizinische Meinungen und
    persönliche Erfahrungen, für die selbstverständlich hier
    niemand haften muss.
    Gut, ich bin nämlich kein Arzt ;-)

    Gute Besserung!

  3. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

    Hallo Andrea,

    also erstmal: Ich fuehle mich auch, als waere ich gegen meinen eigenen Schwei"s allergisch (bloed, moechte auch mal normal Sport machen). Allerdings liegt das nicht an einer wirklichen Allergie. Mein Arzt sagte mir, dass man normalerweise nicht gegen koerpereigene Stoffe wie Schwei"s allergisch reagiert.

    Bei mir liegt es ganz einfach daran, dass ich Neurodermitis habe und Schwitzen die Symptome extrem verstaerkt.

    Kann es sein, dass du auch irgendwas anderes hast? Muss ja nicht Neurodermitis sein, aber irgendwas, wodurch die Haut nicht ganz gesund ist und du dann eben vor allem die Symptome mitbekommst?

    Deswegen wuerde ich mal zu einem Hautarzt gehen.

    Gru"s Kati

  4. Antwort von nach 3 Stunden 2 hilfreich
    Re: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

    Liebe Andrea

    Möglicherweise hast du mit Esberitox-N etwas verschlimmbessert. Zu den Wirkungsangaben steht (unter anderem) auf dem Beipackzettel:
    - Gegenanzeigen sind Überempfindlichkeit gegen Korbblütler
    - Nebenwirkungen sind Hautausschlag, Juckreiz
    Dein danach aufgetretener Heuschnupfen könnte auf eine (neu hervorgerufene?) Überempfindlichkeit gegen Korbblütler zumindest hindeuten.

    Ganz genau ist es medizinisch wahrscheinlich schwer zu bestimmen, in welchen Wechselwirkungen sich diese Allergie verhält, mit dem, was sich was sich nun in deinen Schweissdrüsen abspielt.
    Eine alternative Interpretation der Vorgänge könnte lauten, dass sich in deinem Körper Stoffe befinden, die ausgeschieden werden MÜSSEN. (Nebenbei: Ausscheidungen haben immer Sinn und Zweck, selbst wenn sie unangenehm sind. Sie zu unterdrücken oder zu reduzieren, blockiert nur die Reinigung des Körpers. Das Problem ist damit nicht weg, sondern taucht an anderer Stelle erneut auf.)

    Was ausgeschieden wird, war ja irgendwann mal Input. Hast du bereits sorgfältig auf veränderte Ernährungsgewohnheiten geschaut? (Das muss nicht mal etwas Bedeutsames sein, ein leicht zu übersehender Punkt wäre z.B. fertiges Essen in der Firma und der Anbieter wechselt. Der neue hat dann ein anderes Konservierungs- oder was-auch-immer-Mittel in seinen Produkten, das du nicht verträgst.)
    Dort könnte noch ein Hinweis versteckt sein, der sich dann relativ leicht beheben liesse. Versuceh bei diesen Beurteilungen so präzise wie möglich zu sein, denn ohne die "Quelle" zu stoppen, wirst du wenig Erfolg haben, egal mit welcher Behandlung.

    Doch die Fragen „was ist das?“ und "was löst das aus?", lösen dein Problem nicht vollständig. Wichtig ist ja auch, ob und wie du deinen Körper unterstützen könntest, seinen Ausscheidungsprozess "Schweissallergie" möglichst bald abzuschliessen.


    Sicher ist, dass viel klares Wasser (= neutrale Flüssigkeit, kein Tee) trinken schon mal etwas hilft, um Dinge auszuscheiden, die der Körper ohnehin loswerden möchte. Trinkst du heisses (nicht warmes) Wasser, kann dieser Prozess unterstützend beschleunigt werden. (Deinem Magen tust du ohnehin nur Gutes damit). Es ist gut möglich, dass sich dein System so auf längere Sicht wieder stabilisieren würde.


    Wenn es etwas tiefer (evtl. auch schneller) gehen soll, käme eine klassische Fastenkur in Betracht.
    (Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Heilfasten )
    Dabei solltest du vorher abklären, ob Fasten für dich empfehlenswert ist (Körpertyp und medizinische Kontraindikationen). Falls du keine Fastenerfahrung hast, wäre es anzuraten, dich in jedem Fall dabei ärztlich oder alterantiv-medizinisch begleiten zu lassen. Gerade wenn es darum geht, im Körper etwas zu lösen, bzw. wenn etwas da ist, dass sich lösen kann (z. B. Rückstände von Medikamenten), ist mit unangenehmen Wirkungen der Fastenkur zu rechnen.


    Ich selbst würde wahrscheinlich eine Panchakarma-Kur machen.
    (Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Panchakarma )
    In meiner Ausbildung in ayurvedischer Medizin konnte ich einige Erfahrungen (persönlich und mit Patienten) mit Panchakarma sammeln, die mich sehr überzeugt haben.
    Jedoch ist Panchakarma alles andere als sanfte Medizin (es kann einen ganz schön mitnehmen). Eine seriöse Behandlung wird nicht billig sein, auch weil man etwas Zeit dafür braucht. Die nächste Hürde ist, seriöse Anbieter von freischaffenden Gauklern zu unterscheiden, da in Deutschland (im Gegensatz zu Indien und beispielsweise der Schweiz) der Begriff Ayurveda nicht geschützt ist.
    Die Verhältnismässigkeit ist also gut zu überdenken. Sich dafür zu entscheiden, ist sicher auch eine Frage des persönlichen Leidensdrucks.


    Liebe Grüsse und gute Besserung!
    Luisa


    Aus Erfahrung mit einigen Experten scheint mir inzwischen ein Zusatz angebracht:
    Diese Antwort ist meine persönliche Meinung.
    Sie ist kein medizinischer Fachartikel.
    Sie ersetzt keinen Arztbesuch.
    Sie ist kein Auftakt für Grundsatz- oder Nonsens-Diskussionen über Sinn und Unsinn alternativer oder ayurvedischer Medizin (worauf ich auch nicht eingehen werde).
    Sie richtet sich ausschliesslich an die Fragestellerin, die sich als erwachsener Mensch gewiss selbst eine Meinung bilden kann.

  5. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Allergisch auf eigenen Schweiß? Wie behandeln?

    Hallo,

    ich habe das selbe problem seit 35J.früher gab es auch noch nicht so eine auswahl an Deos,habe mich als Jugendlicher in der Pupertät unter der Achselbeuge blutig gekratzt.
    Jetzt achte ich darauf an den Stellen Stoff dazwischen zu haben, sprich keine Tops,kurze Hosen mit etwas Bein,an der Lidfalte wenn es schlimm wird hilft bei mir Zink-Lebertransalbe. Als Deo nehme ich das von Javra.

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