Arzneimittel online kaufen

Hallo,

habe gehört, daß sehr viele Arzneimittel über Internet vertrieben werden. Wer weiß unter welcher Adresse ich so etwas finden könnte. Habe über Suchmachinen versucht aber es ist nichts Gescheites dabei herausgekommen.

Mit Dank im voraus

Vika

hallo, vika

in deutschland, frankreich, luxembourg und belgien ist der internethandel mit arzneimitteln verboten. in holland und england ist’s erlaubt. normalerweise sind die preise total überteuert. das wäre nicht so schlimm. lt. stiftung warentest werden vermehrt fälschungen verschickt. der neueste trick besteht darin, verfallene arzneimittel umzupacken und so an den mann (frau) zu bringen. was soll ich dir raten ? geh in deine apotheke, die besorgen dir (fast) alles.

Peter

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Hallo Viktoria, hallo Peter,

ich habe schon überlegt, ob ich meine Antwort so offen hierher schreiben soll - die Apotheker hier werden nicht so recht begeistert sein - . Aber nicht jeder Patient hat Internet - und auch nicht alles lohnt sich auf diesem Weg zu kaufen. Aber die Nachricht sickert immer mehr durch - es ist kein Geheimnis:

Es gibt seit Juni in Holland die sog. erste internationale Apotheke mit Internet-Angebot:
http://www.0800docmorris.com

Die garantieren, alle notwendigen Bestimmungen einzuhalten, Rezeptpflichtiges wird erst auf Zusendung des Rezeptes versandt. (Impfstoffe wie z. B. „Twinrix“ oder die „Pille“ und gar „Viagra“ sollen hier die Renner sein.) Verpackung, evt. mit Kühlung, soll angemessen angewendet werden, usw. und interessant ist docMorris durch die niedrigen Preise.

ARD/SAT1 (andere sicher auch) hatten davon berichtet und u. a. erwähnt, dass sogar Krankenkassen, wie die AOK diesen Handel eher befürworten…

Die Site arbeitet äußerst langsam, wegen der hohen Zugriffsquote. Deshalb war in den ersten drei Tagen nach dem SAT1-Bericht, dessen Anfang ich leider nicht sah, so gut wie gar kein Zugriff möglich - er später wieder nach und nach.

„DocCheck“ schreibt auch etwas darüber:
http://www.doccheck.de/newsletter/news4_00/artikel2.htm

Viele Grüße, Renate

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Hallo Viktoria, hallo Peter,

ich habe schon überlegt, ob ich meine Antwort so offen hierher
schreiben soll - die Apotheker hier werden nicht so recht
begeistert sein - . Aber nicht jeder Patient hat Internet -
und auch nicht alles lohnt sich auf diesem Weg zu kaufen. Aber
die Nachricht sickert immer mehr durch - es ist kein
Geheimnis:

Es gibt seit Juni in Holland die sog. erste internationale
Apotheke mit Internet-Angebot:
http://www.0800docmorris.com

Die garantieren, alle notwendigen Bestimmungen einzuhalten,
Rezeptpflichtiges wird erst auf Zusendung des Rezeptes
versandt. (Impfstoffe wie z. B. „Twinrix“ oder die „Pille“ und
gar „Viagra“ sollen hier die Renner sein.) Verpackung, evt.
mit Kühlung, soll angemessen angewendet werden, usw. und
interessant ist docMorris durch die niedrigen Preise.

ARD/SAT1 (andere sicher auch) hatten davon berichtet und u. a.
erwähnt, dass sogar Krankenkassen, wie die AOK diesen Handel
eher befürworten…

Die Site arbeitet äußerst langsam, wegen der hohen
Zugriffsquote. Deshalb war in den ersten drei Tagen nach dem
SAT1-Bericht, dessen Anfang ich leider nicht sah, so gut wie
gar kein Zugriff möglich - er später wieder nach und nach.

„DocCheck“ schreibt auch etwas darüber:
http://www.doccheck.de/newsletter/news4_00/artikel2.htm

Viele Grüße, Renate

Warm anziehen und cool bleiben

Der Versuch war absehbar. Die durch das Europäische Parlament am 4. Mai verabschiedete, noch ziemlich unausgegorene „E-Commerce-Richtlinie“ wird - falsch oder richtig - von abenteuerlustigen Pharmahändlern jenseits unserer Grenzen als Ermunterung angesehen, in den grenzüberschreitenden Internet-Handel mit Arzneimitteln einzusteigen. Jacques Waterval, ein niederländischer Apotheker aus Kerkrade, will unterstützt von deutschen Investoren (Hauptinvestor ist die Techno-Nord aus Hamburg) bis Ende des Jahres europaweit mit 50.000 Kunden etwa 4.5 Millionen Euro Umsatz machen. Man hofft auf Abkommen mit deutschen Krankenkassen. Langfristig rechnet die Watervalsche Internet-Apotheke „DocMorris“ damit, ein Prozent der deutschen Arzneimittelumsätze auf sich ziehen zu können - so ist drei Artikeln zu entnehmen, in denen am 30. Mai die noch recht unbedeutende deutsche Ausgabe der Financial Times (Auflage nach Branchenschätzungen ca. 50.000) DocMorris bejubelt. Doc Morris will, wir ahnen es, nach einer Anfangsphase an die Börse - um an frisches Geld zu kommen. Wir werden sehen, wie lange dem Unternehmen die vorhandenen „mehreren Millionen Startkapital“ reichen.

Die schöne Absicht könnte allein schon deshalb scheitern, weil sie von einer allzu mutigen Interpretation der E-Commerce-Richtlinie ausgeht. Zwar gilt für den E-Commerce grundsätzlich das Herkunftslandprinzip, d.h. der Versender unterliegt den rechtlichen Bestimmungen des Landes, von wo aus er agiert. Aber: nationale Versandhandelsverbote für apothekenpflichtige Arzneimittel (wie in Deutschland existent) wurden vom Geltungsbereich der Richtlinie ausdrücklich ausgenommen. Sie sollten demnach eigentlich auch weiterhin auf ausländische Anbieter anwendbar sein (hier gilt das Herkunftslandprinzip nicht). Denn dass sich an die Versandverbote nur inländische, nicht aber ausländische Versender halten müssten, wäre widersinnig und (ohne explizite Begründung für die Bevorzugung) auch rechtlich kaum begründbar - und es wirft eine Fülle ungeklärter Rechtsfragen auf. Welche Bestimmungen gelten z. B. über die Rezeptpflicht, über die Beipackzettel, über den Verkehr mit Betäubungsmitteln? Gelten im Empfängerland für den Kunden/Patienten bei Bezug sogar gleicher Arzneimittel zweierlei Arzneimittelrecht und unterschiedliche Verbraucherschutzbestimmungen - abhängig davon, ob er das Arzneimittel von einem Rosinenpicker aus dem Ausland oder von seiner Apotheke im Inland erhalten hat, die weiter eine schnelle Rundumversorgung mit allen Arzneimitteln und inkl. Notdienst sicherstellen muss? Das kann ja wohl politisch kaum gewollt sein.

Warm anziehen und cool bleiben, die Widersprüche deutlich machen, sich juristisch und politisch klug wehren - das sollte die Devise sein. Nach der Pleite der Erwartungen, im Internet ließe sich mit Informationen Geld verdienen, dämmert inzwischen selbst Berufspekulanten wie George Soros, dass auch die E-Commerce-Euphorie weit überzogen ist. Das Prinzip Hoffnung (auf bislang nicht sichtbare zukünftige Umsätze und Erträge) hat gewaltige Spekulationsblasen entstehen lassen; immer mehr davon platzen. Hochgejubelte E-Commerce-Firmen haben in wenigen Monaten dreistellige Millionenbeträge verbraten. Andere, wie der Textilversender boo.com, sind inzwischen pleite; viele weitere haben ihren großmaulig angekündigten Börsengang absagen müssen, obwohl sie dringend frisches Geld brauchen. Der Grundfehler war und ist: sie alle haben eine Kleinigkeit übersehen: den Kunden. Ohne ihn läuft nichts. Was denkt er, was will er wirklich? Besorgt die große Mehrheit die Brötchen vielleicht lieber doch beim Bäcker an der Ecke - und seine Arzneimittel (inkl. Gratisrat) in der nah gelegenen Apotheke seines Vertrauens? Spitzenpositionen im Kundenbarometer belegen, dass sich dort fast alle exzellent bedient fühlen. Warum also auf den Paketdienst warten? Warum den Ärger akzeptieren, wenn er mich nicht antrifft?

Die Schlacht ist noch nicht geschlagen. Aber wenig spricht dafür, dass wir sie verlieren müssen.

Hallo, Peter

ich wußte nicht genau, aber vermutete es, daß in Deutschland wie sooft auch dies verboten ist. Der Handel mit Sex, Porno,- Artikel und antirassistische Propaganda blüht dagegen im Internet. was soll man da sagen. Schade!

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Hallo Renate,

danke für den Tipp. Habe mit die Seite angeschaut. Nicht schlecht. Ob ich was in Holland bestelle? fraglich. Aber ist gut zu wissen, daß es eine Notlösung gibt.
Vika

Ob ich was in Holland bestelle? fraglich.

Dann probier’s doch hier: http://www.international-pharmacy.de

Gruß
Stefan

http://www.0800docmorris.com ist echt gut und güns
sehr günstig