Ich bin gerade (vor zwei Monaten) 23 geworden.
Nachdem ich mein Abitur vor drei Jahren abgeschlossen habe wurde ich zum Zivildienst einberufen, dann war ich für ein Jahr im Ausland und nun warte ich auf einen Studienplatz, den ich vermutlich zum Wintersemester antreten werde.
In dem ich 23 Jahre alt geworden bin ich nicht über meine Eltern Familienversichert, laufe also nun schon rund zwei Monate ohne Versicherung durch die Gegend. Und ich muss auch wirklich sagen ich könnte mir eine Krankenversicherung auch gar nicht leisten - immerhin(laut Aussage meiner Ehemaligen Versicherung & einer "INTERNET-KRANKENVERSICHERUNGS-SUCHE) rund 130 Euro im Monat - das geht, so beklemmend das für mich auch ist, bei einem 400 Euro Job wirklich nicht, zumal ich ja meine Miete, Fahrtkosten zu Unibewerbungen usw. auch tragen muss.(Mal was zu Essen kaufen habe ich beinahe vergessen)
Hier also meine Frage:
Geht das eigentlich, kann ich nicht versichert sein? - und vor allem wie ist das bei einem 400 Euro- Angestellten Verhältnis?(Aber auch Arbeitsverhältnis allgemein)
Und was eigentlich auch viel wichtiger ist, was passiert, wenn ich krank werde (gar einen Unfall habe)? Muss ich zum Arzt gehen und den quasi bar bezahlen? Wie sieht es bei einem Arbeitsunfall für mich aus?
Da bin ich doch (auch im Angesicht einer momentanen Sommergrippe) recht ratlos und frage mich auch wie sich der Gesetzgeber das gedacht haben mag.
Vielen Dank - Ich bin sehr gespannt auf Antworten.
Und was eigentlich auch viel wichtiger ist, was passiert, wenn
ich krank werde (gar einen Unfall habe)? Muss ich zum Arzt
gehen und den quasi bar bezahlen?
Ja was denn sonst. Oder meinst du die arbeiten umsonst? Dann hast du schnell Schulden im unter Umständen sechsstelligen Bereich. Was glaubst du kostet ein Tag auf der Intensivstation, oder eine OP??? Es kostet schon ein paar hundert Euro, damit du im Krankenhaus nur „muh“ zum Arzt sagen darfst. Laß dich versichern, Mann.
Hallo,
Anspruch auf die (noch) kostenoese Familienversicherung
besteht bis zum 25. Lebenjahr zzgl. Grund/Zivildienstzeit, während
einer Schul- oder Berufsausbildung.
Also, wenn Du wieder Student wärest, könntest Du dich wieder bei deinen
Eltern kostenlos mitversichern.
Ansonsten kann Di nur eine Pflichtversicherung „rettwn“, d.h.
einen Job mit mindesten 401,00 € Brutto (Gleitzonenregelung).
Sich nicht gegen KLrankheit zu versichern ist gefährlich und
dumm dazu. Allein ein Krankentransport kann heute schon bis zu
1000,00€ kosten, nur mal so als Beispiel.
Gruss
Czauderna
Hallo Fabian,
bei einem s.g. Minijob bist du nicht versichert (weshalb u.a. diese
Art von Beschäftigung bei Arbeitgebern so beliebt ist, da sie die
Lohnnebenkosten niedrig halten). Verdienst du ab 401 Euro bist du
versichert (klar ist dann natürlich, dass du entsprechend weniger
ausbezahlt bekommst, da du ja als Arbeitgeber die Hälfte der
Sozialversicherungsbeiträge zahlen musst). Es wäre also eine
Möglichkeit mit dem Arbeitgeber zu reden, ob du nicht etwas mehr
arbeiten könntest, damit du in die Versicherungspflicht fällst.
Ansonsten: Hast du noch Eltern? Die müssen die erste Ausbildung ihrer
Kinder finanzieren. Und im Übrigen denke ich nicht, dass sie das toll
finden, wenn ihr Kind ohne Krankenversicherung auch nur einen Atemzug
tut. Wie schon ein Vorgänger hier geschrieben hat: es kann wirklich
alles Mögliche passieren und ein Krankenhausaufenthalt ist
unbezahlbar. Ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit deinen Eltern
suchen um mit ihnen eine Lösung zu finden. Rede auch mit deiner
(bisherigen) Versicherung, die sind ja daran interessiert ihre Kunden
zu behalten. So weit ich weiss gibt es „Übergangslösungen“ wenn man
auf einen Studienplatz wartet und wenn du den Studienplatz bekommst
musst du in der Uni sowieso nachweisen, dass du krankenversichert
bist!
Guenter hat ja schon das wichtigste geschrieben. Ich möchte noch zu seinem Artikel ergänzen, daß wenn die Familienversicherung irgendwann wegfällt und du Student bist, bezahlst du einen „Pauschalpreis“ als Student von rund 50 Euro im Monat. Also nix mit 130 Euro
Und dies ist auch unabhängig vom Nebenjob neben des Studiums (zumindest innerhalb der üblichen Verdienste).
Ja was denn sonst. Oder meinst du die arbeiten umsonst?
Nein, aber bar muß er natürlich auch nicht bezahlen. Er bekommt eine Rechnung und kann sich dann Gedanken, wie er das Geld auftreibt - oder auch nicht.
Hier haben wir wieder einmal einen ‚value‘-Rat von unserem Benni, dessen umfassendes Wissen so viele Lebensgebiete umfaßt: wer sich eine Dienstleistung beschafft, obwohl er weiß, daß er sie nicht bezahlen kann, begeht Betrug. Selbst wenn er strafrechtlich unbelastet bleibt, gehen die eingegangenen Schulden ja nicht weg. Im Gegenteil - man landet in der Kartei der Schufa. Ein junger Mann am Anfang der akademischen Ausbildung wird unter Umständen bald irgendwo ein Mietverhältnis eingehen, vielleicht sogar einen Kredit benötigen. Dann kommen die Anfragen bei www, warum einem die Bank kein Geld geben will, warum einem niemand eine Wohnung vermietet. Ich hab’s in anderen Zusammenhängen schon gesagt: Leute - hört nicht auf Benni. Meistens peilt er’s nicht.
Kai
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wer sich eine Dienstleistung beschafft, obwohl er
weiß, daß er sie nicht bezahlen kann, begeht Betrug.
Wer sagt etwas davon, daß man es hinterher nicht bezahlen kann? Abgesehen davon sind Notfallbehandlungen selbstverständlich immer zu erbringen, unabhängig von der Zahlungsfähigkeit des Patienten.
Selbst
wenn er strafrechtlich unbelastet bleibt, gehen die
eingegangenen Schulden ja nicht weg. Im Gegenteil - man landet
in der Kartei der Schufa.
Nur wenn der Gläubiger den Schuldner dorthin meldet.
Leute - hört nicht auf Benni. Meistens peilt er’s nicht.
Deine Meinung ist Dir ja unbenommen. Aber wenn Du einerseits dasselbe schreibst wie ich und andererseits etwas, zu dem ich mich gar nicht geäußert habe, dann wirkt Deine Aussage ein wenig albern. Findest Du nicht auch?
Weiss nicht ob du musst, kann dir nur was aus meinem Leben berichten.
Tag Fabian, ein wenig lang, aber:
Vor meinem Zivi war ich selber Privatversichert über meine Erzeuger. Mit Beginn des Zivis wurde die Versicherung gekündigt, klar durch den Dienst war man ja versichert.
Nach dem Zivi hatte ich das Problem das mich keine gesetzliche Krankenkasse aufnehmen wollte > ist in Deutschland so, einmal Privat kommst du schwer in die Gesetzliche wieder rein, und meine Eltern wollten keine Private bezahlen. Nun dananch hatte ich wie du die Gelegenheit einen 400 Eurojob zu machen, btw genau 400 Euro. Nachdem ich über diverse „Beziehungen“ jemanden gefunden hatte um mich gesetzlich Versichert aufzunhemen, konnte ich mit den 400 Euro auch in die soziale Kasse einzahlen, den einen Teil ich, den Anderen mein Arbeitgeber. Es ist Schwachsinn zu behaupten bis 400 Euro gibt es keine Versicherung!!! Damals betrug der Satz für mich 17 Euro, also hatte ich 383 Euro raus, war Kranken, Sozial, Rentenversichert!
Die meisten Unternehmen wissen nix davon, dass das auch unter 401 Euro möglich ist. Und du selber darfst entscheiden ob du versichert bist zu diesem Satz! Es liegt an der Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers für dich das ganze abzuführen. Auf meinem monatl. Lohnzettel waren dann auch oben genannte Abgaben aufgeführt.
Für 17 Euro würde ich mich versichern, was machst du wenn was passiert? Das Leben ist noch jung und du willst es dir nicht für nen dussligen Fehler ruhinieren?
(wenn interesse besteht scanne ich dir mal einen Lohnzettel ein? Bin nächstes Wochenende wieder in der Heimat)
Was wichtig ist das du bei der Lohnbuchhaltung (oder wer auch immer) als Praktikant geführt werden wirst, der ein Gehalt von 400 Euro bezieht. Es ist eine andere Abrechnungsnummer zu gebrauchen als mit der du jetzt abgerechnet wirst.
Das Gegenteil war, dass ich nach diesem „Job“ einen anderen Angeboten bekommen hatte, wo ich 401 Euro bezogen hätte, daraufhin fragte ich nach warum nicht wie vorher 400 Euro? Da gab es die Antwort das wir das nicht machen und dies ein Ausschlußfakt ist. Hinterher kam raus dass obwohl bei dem Satz von 401 Euro die Sozialabgaben des Arbeitgebers höher wären als bei 400 Euro, und du selber hättest bei 400 Euro auch mehr raus, der Witz daran ist das Unternehmen gefördert werden für die 401Euros! Und deswegen einige nicht unter den Satz von 401 „handeln“. (Na ja der letzte Absatz ist ein wenig komisch, hoffe du verstehts mich)
Lg Christian
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Hallo,
da kann ich nur warnen - natürlich kann auch bei genau
400,00€ Versicherungspflicht vorliegen, z.B. bei
Auszubildenden oder Praktikanten, aber dann muss es auch
legal sein.
Wenn Du von einem Bekannten schreibst, der Dir zum Eintritt
in die GKV verholfen hast, dann klingt das nicht gerade,
sagen wir mal korrekt. Wenn so etwas rauskommt, und das
kann bei Vorsatz noch 30 Jahre andauern, dann wird es teuer für
alle Beteiligten. ICh gehe mal davon aus, dass Deine Versicherung
„wasserdicht“ ist - warne aber jeden ähnliche Schritte zu gehen.
Gruss
Czauderna
Danke für den Hinweis, und ja es ist legal, aber nur in der Kombination Praktikant/Gehalt!> Um in die Versicherung wieder zu kommen. Selbst das Arbeitsamt konnte/wollte mir damals nicht helfen, als ich versucht hatte ALG2 zu beantragen. Selbst als meine Eltern nicht mehr für mich „zuständig“ waren. Wie auch immer.
Aber darum ging es nicht, es ging darum das man mit 400 Euro sich sehr wohl versichern lassen kann, und dabei sogar mehr raus hat als wenn du 401 Euro bezihen würdest. Und wenn das eine „externe“ Lohnbuchhaltung mit gutem „Namen/Ruf“ macht, dann ist sie für die Lohnbuchhaltung zuständig und nicht ich /Oder mein Arbeitgeber.
Es ist eine andere Abrechnungsnummer, die vielen nicht bekannt ist. Mehr sag ich nicht dazu. Den Vorteil zu sehen das man mehr raus hat, oder der Arbeitgeber weniger Sozialabgaben leisten muss, das muss schon jeder für sich selber sehen. Mehr als sagen und dem Textersteller anzubieten mal eine Kopie zu scannen kann ich nicht. Fakt ist es wissen wenige in diesem Lohnbereich etwas davon. So Long.
Lg Chritian
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