Nerv eingeklemmt

Hi,

ich habe das Problem, dass ich beim Joggen nach ca. 5km immer einen „tauben“ linken Fuß habe.

Das ganze fing damit an, dass ich zu meiner Bundeswehr-Zeit dieses „taube“ Gefühl in meinem linken fuß hatte. Problematisch war, dass ich aufgrund des unebenen Geländes immer mit dem Fuß umgeknickt bin, worauf ich zum Spiess gegangen bin, der sichtlich amüsiert über meine (anscheinend kuriose Ausrede) war, dass ich das Gefühl habe mein Fuß würde beim Laufen einschlafen. Er meinte dann, ich solle doch zum Arzt gehen. Der BW Arzt hat mich darauf hin zu einem privaten Neurologen geschickt.
Dort habe ich dann Elektroden auf die Haut geklebt bekommen (wenn ich mich noch recht erinnere) durch die dann ein Strom floss.
Auf jeden Fall meinte der Neurologe, dass in meiner Hüfte wohl ein Nerv eingeklemmt werde/sei und daher das taube Gefühl in meinem Bein käme.

Den letzten (und meinen ersten) Winterurlaub hat das dann ganz versaut, da ich sowohl beim Snowboard lernen, als auch beim Wandern immer einen tauben Fuß bekommen habe. Das wiederum ist dem Snowboardfahren nicht wirklich zuträglich und die Gefahr des Umknickens war auch recht hoch. 14 Tage rumsitzen ist echt Mist!!!

Jetzt habe ich vor einiger Zeit angefangen wieder regelmäßig zu Joggen und bekomme wieder dieses taube Geühl.

Hat jemand von Euch eine Ahnung, ob man dagegen was machen kann?

Vielen Dank!

Gruß

bklocke

Hallo,

Hat jemand von Euch eine Ahnung, ob man dagegen was machen
kann?

Zunächst einmal sollte orthopädisch/radiologisch/neurologisch abgeklärt werden, was die Ursache Deiner Beschwerden ist. Eine Fehlhaltung ist nämlich genauso denkbar, wie eine Verengung des Neuroforamens (d. h. der knöchernen Öffnung, durch die ein Nerv aus dem Spinalkanal austritt) oder eine entzündliche Veränderungen bzw. eine Reizung der Nervenwurzel.

Dann und erst dann kann man eine entsprechende Therapie beginnen.

Grüße
Renee

Danke!
Hab mir ja schon balde gedacht, dass ich damit ohne weitere Untersuchung nichts wirklich weiter unternehmen kann.

Danke für die Antwort, auch wenn Sie mir nicht gefällt :wink:

hallo bklocke,
es könnte der N.peroneus sein, der sich dicht oberhalb des Kniegelenks auf der Rückseite des Oberschenkels von dem anderen Nerven, dem N.tibialis, aus dem Ischiasstamm trennt und am Wadenbeinköpfchen vorbei muß. Wenn Du dort mal eine Verletzung hattest oder der Knochen ist dort unzuträglich geformt, kann diese Passage gestört sein und durch ständiges Reiben den Nerven ärgern, gerade wenn Du Sport treibst, so daß er seine Dienste vorübergehend einstellt. Hast Du auch eine Schwäche der Fußhebung dann? Daß Du den Fuß nicht mehr so kräftig hochkriegst im Fersenstand wie den anderen Fuß? (stellt man am besten fest, wenn ein anderer jeden Fuß einzeln auf den Boden zu drücken versucht, während Du auf den Fersen stehst)
Jedenfalls sollte man zuerst den Neurologen fragen, damit die Region, in der es zum Schaden kommt, festgelegt werden kann. Es könnte auch ein anderer Nerv sein, oder aber dieser, der aber weiter oben in Höhe des Hüftgelenks etwa, noch im Ischiasstamm laufend, betroffen wäre. Und laß Dir in jedem Fall den Namen des Nerven sagen, der gestört sei, schreib ihn Dir auf.
Gruß, I.