Guten Abend,
ich habe ein grosses Problem und weiss nicht mehr weiter, vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben.
Ich hab schon seit längerer Zeit Probleme mit dem Schlucken, aber vor etwa 5 Wochen habe ich mich beim Essen überhaupt grob verschluckt und musste ziemlich lang husten, bis ich wieder zu Luft gekommen bin.
Jetzt habe ich das Gefühl, bei jedem Schlucken über einen „Knödel“ zu schlucken, aber - was für mich wirklich sehr belastend ist - etwa eine Sekunde nach dem Schlucken (unabhängig von Essen oder Trinken) ist auch nach aussen ein deutliches Gurgeln zu hören. Ich kann dieses Gurgeln schlecht beschreiben, es klingt vielleicht etwas wie Magenknurren, nur eben irgendwo in der Speiseröhre. Nachts wache ich sogar davon aus.
Ich war selbstverständlich gleich beim Arzt, eine Gastroskopie war schon vor einigen Monaten gemacht worden (habe auch Reflux), eine Laryngoskopie wurde vom HNO-Arzt gemacht, da ich der Meinung war, dass beim Verschlucken irgendwas irgendwo steckengeblieben ist. Es konnte aber nichts gefunden werden. Auch ein Ultraschall der Schilddrüse wurde gemacht, wo ebenfalls nichts gefunden wurde.
Wie gesagt, dass Gurgeln nach dem Schlucken ist auch nach aussen deutlich hörbar, also nichts, was ich mir einbilde, und meine HNO-Ärztin und die Internistin sind ratlos. Beim Schlucken fühlt es sich manchmal so an, als ob ich ein Haar im Hals habe, aber ich weiss schon nicht mehr, was ich jetzt noch machen soll. Vor allem ist das ganze nervlich sehr belastend, weil ich es ja 24 Stunden lang am Tag habe (und höre).
Weiss jemand, was das sein kann oder was ich noch untersuchen lassen kann? Habe in einer Woche wieder einen Termin bei der HNO-Ärztin. Oder kann das ganze durch den (mittelgradig starken) Reflux bedingt sein?
Danke für Rückmeldungen im Voraus,
Shewolf
Hallo Shewolf,
es empfehlen sich folgende Schluckuntersuchungen: die endoskopische Schluckuntersuchung und die Videofluoroskopie des Schluckaktes. Die erste gibt Hinweise über die Funktion des Rachens und ob (und falls ja, bei welchen Konsistenzen und Mengen) Penetration/Aspiration besteht (d.h. ob das Essen/Trinken unterhalb der Stimmbänder kommen - Husten und dieses Gurgelnde sind schon Warnhinweise). Die Videofluoroskopie gibt noch Hinweise über die Schluckmotorik - es ist, sozusagen, eine andere Perspektive.
Ansonsten: hast Du Probleme mit der HWS? Oder mit Schilddrüse? Das kann auch zu Schluckproblemen führen.
Solltest Du aus NRW kommen, kann ich Dir gern sagen, wo Du die o.g. Untersuchungen durchführen lassen kannst - sie werden nicht in jedem Krankenhaus und auch nicht in jeder Stadt angeboten.
Gruß und gute Besserung,
Marta
Hallo Marta,
zunächst mal vielen Dank für Deine Antwort.
Eine sogenannte „Schluckaktvideokinematographie“ mit Schlucken einer Bariumlösung und Röntgen wurde gemacht. Ich nehme an, dies entspricht der Videofluoroskopie, oder?
Eine endoskopische Schluckuntersuchung wurde nicht gemacht, sondern nur eine Laryngoskopie beim HNO-Arzt. Das ist wohl eher nicht dasselbe, nehme ich an? Wer macht so eine Untersuchung?
Ich komme aus Österreich, daher nützen mir leider keine Hinweise auf Untersuchungsmöglichkeiten in NWR. Solltest Du mir aber mitteilen, welcher Arzt so eine Untersuchung macht, dann wäre mir schon weitergeholfen.
Vielen Dank nochmals,
Shewolf
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Hallo Shewolf,
ja, das ist die Videofluoroskopie. Die endoskopie wird hier in Deutschland meist durch die Internisten durchgeführt. Man bekommt ein Schlauch durch die Nase und schaut sich den Schluckakt von oben.
Schöne Grüße
Marta
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Hallo Marta,
nochmals Danke für Deine Antwort. Gibt es auch eine Erklärung dafür, wie dieses Gurgeln entsteht? Und was man (oder der Arzt) dagegen unternehmen kann? Es treibt mich jedenfalls langsam aber sicher in den Wahnsinn…
Besten Dank,
Shewolf
Hallo Shewolf,
ich weiß natürlich nicht genau, wie es sich bei Dir anhört. Aber es gibt den Begriff „nasse Stimme“: sie entsteht, wenn sich auf den Stimmlippen Speichel oder andere Flüssigkeit ansammelt. Also, wenn Du beim Sprechen merken solltest, dass es gurgelt und brodelt, versuche mit kräftigem Abhusten - wenn die Stimme danach nicht mehr gurgelt, könnte es ein Hinweis dafür sein, dass es sich genau darum handelt. In diesem Fall wird die endoskopische Untersuchung empfohlen, weil man genau sehen kann, welche Konsistenzen, welche Menge und bis wohin genau landet.
Aber wie immer - mit Vorbehalt - es kann ja was ganz anderes sein…
Gute Besserung und schöne Grüße
Marta
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Hallo Marta,
beim Sprechen gurgelt es nicht. Nur eben nach dem Schlucken, ca. eine Sekunde später, höre ich irgendwo im Hals (genau kann ich es nicht orten, man kann es nur deutlich hören), ein seltsames Gurgeln. Es klingt wie - ja, das Öffnen einer Dose mit einem kohlensäurehältigen Getränk. Es ist schwer zu beschreiben, aber es nervt unglaublich, weil es fast nach jedem Schlucken auftritt. Räuspern bessert für einen Moment, und dann gehts wieder von vorne los.
Habe jetzt eine Überweisung auf die pulmologische Abteilung eines Spitals erhalten. Das Gurgeln im Hals hat mir bisher allerdings niemand erklären können. Es könnte auch irgendwie wie das Schlucken über einen Schleimballen sein oder so. Ich möchte es nur dringend loswerden, damit ich wieder normal schlafen kann…
Lg
Shewolf
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