ich habe bei Wiki (
http://de.wikipedia.org/wiki/Erk%C3%A4ltung )einmal gelesen
wie Erkältungen entstehen und verstehe das nicht so recht, da
sich das mit meinen Erfahrungen nicht unbedingt deckt.
Das ist nur normal. Viren kündigen sich ja nicht vorher an oder machen sonstwie auf sich aufmerksam.
Mal diese Situation angenommen: Könnte man also in den eigenen
vier Wänden - ohne Besuch - oder in der einsamen Wildnis trotz
Fehlverhalten (nasse Haare, kalte Füsse …) gar keine
„Erkältung“ bekommen (da keine „fremden“ Viren hinzutreten)?
Viren sind so klein, daß sie praktisch überall hin kommen - wie wahrscheinlich so etwas ist, steht auf einem anderen Blatt. Nur hermetisch abgeschlossene Räume würden eine Infektion sicher ausschließen - siehe Isolationsabteilungen in Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen.
Meine Erfahrung war: Verhalte ich mich falsch (z.B. im Winter
mit nassen Haaren nach draußen gehen), habe ich sofort -
teilweise sogar binnen Stunden - eine Erkältung.
Die nassen Haare sind da weniger dran schuld - naja, zumindest nicht direkt. Jede starke Unterkühlung gibt Erregern eine bessere Möglichkeit, an der dann nicht mehr sooo aktiven Immunabwehr vorbeizukommen. Wir als Warmblüter funktionieren halt je nach Körperbereich am besten zwischen rund 28°C außen und knapp 38°C innen. Alles darunter verlangsamt jeden Vorgang - und eben auch die „Abwehrkräfte“. Wenn du dich fernab der Menschheit in Zentralsibirien unterkühlst, wirst du auch eher seltener einen Schnupfen davon bekommen - wer sollte dich da auch anstecken?
Verstehe ich es also (entgegen meinen Erfahrungen) richtig:
Das falsche Verhalten schwächt allenfalls das Immunsystem -
ohne Viren geht nichts?
Richtig. Typisches Beispiel ist eine Sekundärinfektion mit Bakterien (typisch an hellgelbem Schleim beim Naseputzen zu erkennen). Das bereits durch Viren geschwächte Immunsystem der Nasenschleimhäute wird überrannt durch Bakterien. Ohne die Schwächung durch die Viren vorher, hätten die Bakterien alleine keine Chance (außerdem ernähren die sich auch von dem produziertem Schleim).
Wäre also als Fazit die beste Vorsorge vor einer „Erkältung“:
Nicht mehr das altbekannte Warm-Anziehen …
… sondern die Nähe zu Menschen zu meiden (gruselige
Vorstellung …).
Naja, alte Menschen tun bei Grippewellen tatsächlich gut daran, den Kontakt mit größeren Menschenmengen zu vermeiden, da die Ansteckungswahrscheinlichkeit logischerweise steigt. Aber mal ehrlich: Wer kann denn den Kontakt wirklich vermeiden? Kontaktintensive Berufe sind ja auch häufiger von Infektionskrankheiten betroffen - Schaffner, Verkäufer, Taxifahrer usw.