Schwerbehinderung durch Sarcoidose

Hallo, liebe wer-weiss-was-Freunde,
ich (41 Jahre alt) habe Sarcoidose („Entzündung des Körpers“) und vor kurzem stellte ich einen Antrag auf Schwerbehinderung. Beeinträchtigt bin ich in psychischer und neurologischer Hinsicht sowie durch eine Lungenfunktionsstörung.
Nun habe ich den Bescheid vom Versorgungsamt bekommen mit der Feststellung, dass ich zu 40% behindert bin.
Im einzelnen erkennt man folgende Beeinträchtigungen an:

  1. Depressives Syndrom bei Psychose (Einzel-GdB: 30) und
  2. Lungenfunktionseinschränkung bei obstruktiver Atemwegserkrankung (Einzel-GdB: 20).
    Leider werden die GdBs nicht addiert.

Ich möchte gegen diesen Bescheid Widerspruch einlegen und bitte euch um eure Hilfe, wie man so etwas am besten macht.

Hinsichtlich meiner Psychosen kann ich sagen, dass ich ohne meine Medikamente nicht lebensfähig wäre. Ich würde mich nur im Bett verkriechen und Angst vor der Welt haben. Eines normalen Gedankens bin ich dann nicht fähig. Als die erstemn Medikamente nicht anschlugen, trug ich mich auch mit Selbstmordgedanken, aber das war nur theoretischer Natur, da ich so etwas meiner Frau und meiner Kinder nicht antun möchte.

Hinsichtlich meiner Lungenfunktion bin ich erheblich eingeschränkt. Ich vermag vielleicht 100 Meter langsam zu joggen, dann klappe ich zusammen, weil ich keine Luft mehr bekomme. Wenn ich eine halbe Stunde langsam gehe, bin ich vor Anstrengung komplett durchgeschwitzt.
Insofern vermeide ich alles Anstrengende.

Wenn ich meine Beeinträchtigungen so betrachte, bin ich bestimmt 50% und vielleicht mehr behindert.

Wenn ihr Tipps habt, wie ich den Widerspruch stellen könnte oder sonst was Wissenswertes wisst, dann meldet euch bitte hier.

Vielen Dank im Voraus

Euer Stefan

Hi Stefan,
in solchen Sachen ist der VdK sehr fit.
Die Mitgliedschaft ist nicht zu teuer (60 € im Jahr) aber gerade für chronisch Kranke sehr wertvoll…
Egal ob der Krankenkasse oder dem Versorgungsamt gegenüber.

http://www.vdk.de/perl/CMS_Page.cgi?ID=de5624&SID=lA…

grüsse
dragonkidd

Hallo Dragonkidd und auch Stefan!

Genau das hätte ich Dir auch empfohlen.
Mein Mann wurde vor einiger Zeit förmlich aus der Krankenkasse und in die Erwerbsunfähigkeitsrente gedrängt. (Den Kampf um die Anerkennung einer Schwerbehinderung hatten wir schon alleine ausgefochten- leider!!)

Nachdem es ein Heidendurcheinander gab, mit Geld streichen von der KK, obwohl alles planmäßig lief, wir einen Anwalt einschalten mußten etc…haben wir durch Zufall vom SoVD erfahren.
Mein Mann holte sich einen Beratungstermin und wurde darauf hin Mitglied. Jetzt hatte er rechtskundige und tatkräftige Unterstützung bei allen Anträgen usw. Das kostet dann jedesmal einen kleinen Pauschbetrag, der aber erschwinglich ist.
Mit dieser Rückendeckung hast Du Deine Chancen schätzungsweise um 50 % erhöht, vorausgesetzt, Dein Anliegen ist machbar!

Und da Du jetzt mit Schwerbehinderung zu kämpfen hast, ist ja abzusehen, daß noch andere Dinge in Zukunft fällig. Da kann es Dir nur zum Vorteil gereichen, dort Mitglied zu sein!!

Außerdem gibt es KEINE vergleichbare Anlaufstelle für Kranke und Behinderte, wo man so umfassend und gut beraten - und geholfen- wird!!!

Wir mußten uns damals alles selbst erarbeiten und erkämpfen. Haben viele Nerven gelassen und graue Haare bekommen. Wir wußten erst nicht, daß es sowas gibt!!

Viel Glück!
LG Doreen

Sorry, der Fehlerteufel…
hat sich wohl bei mir eingeschlichen.

Hallo erstmal!

Ich hab mir nochmal den Link von Dragonkid angesehen! Dort gehts um den VdK.
Ich meinte aber den SoVD! War früher Reichsbund!
Ich meine das sind zwei verschiedene Organisationen und ich kenne nur den SoVD und kann auch nur von diesem berichten und den empfehlen!

Nochmals LG Doreen