Ständig wiederkehrende Erschöpfung

Hallo,
ich leide seit ca. zehn jahren unter verschiedenen
Einschränkungen meiner körperlichen Leitsungsfähigkeit.
Trotz diverser Untersuchungen konnte bisher noch kein Arzt
feststellen, um was für eine Krankheit es sich in meinem
Fall handelt.

Trotz aller Einschränkungen versuche ich mein Leben, so gut
es eben geht, zu leben - auch wenn es sehr anstrengend ist,
trotz der Einschränkungen meinen Hobbies und meinem Studium
nachzugehen.

Ich bin 25 Jahre alt, 180 groß, wiege 82 Kg und treibe
regelmäßig Kraftsport (wenn es die Gesundheit erlaubt) und
gehe regelmäßig in die Sauna. Meine körperlichen Beschwerden
sieht man mir nicht an.

Zum Krankheitsverlauf:

Bis zum 16. Lebensjahr allgemein guter gesundheitlicher
Zustand. Auffällig war nur eine starke Empfindlichkeit gegen
Kunsttoffe, insbes. in Autos bekam ich, alleine durch die
dort eingebauten Kunsttoffverkleidungen, Kopfschmerzen und
Übelkeit.

Zwischen dem 16. und 22. Lebensjahr litt ich häufig unter
schweren Erkältungen. Hinzu kamen, in unregelmäßigen
Abständen, starke Müdigkeit und Antriebslosigkeit, gepaart
mit teils sehr starken Konzentrationsschwierigkeiten. Ich
stand teilweise über Wochen völlig „neben mir“.

Ca. ab dem 19. Lebensjahr kamen starke Augenreizungen hinzu.
Starker Juckreiz, wobei das linke Auge beinahe ständig
kleiner als das andere war.

Die Erkältungen wurden mit 22/23 wieder seltener, die
restlichen Beschwerden blieben aber.

Mit 23 wurde ein Allergietest durchgeführt. Es wurde eine
Allergie gegen Hausstaubmilben und Pollen festgestellt.
Seitdem verwende ich Allergikerbettwäsche und es wird eine
Desensibilisierungsbehandlung durchgeführt. Der Beginn der
Behandlung (in den ersten 3 Monaten) war von starker
körperlicher Erschöpfung begleitet. Diese äußerte sich
besonders beim Fahrradfahren und kurzen Spaziergängen, wo
ich schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft und
schweißüberströmt war.

Danach ließ die körperliche Erschöpfung nach. Auch die
Müdigkeitsphasen verschwanden beinahe völlig. Die
Augenreizungen wurden wesentlich schwächer und das linke
Auge beinahe wieder normal Groß.

Ich war also ca. 1 Jahr lang (von März 2004 bis Januar 2005)
beinahe völlig beschwerdenfrei. Ende Januar 2005 setzte ein
sehr starkes Gefühl körperlicher Erschöpfung ein, das ich
bisher in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Es war reine
körperliche Erschöpfung, ohne Müdigkeitsgefühle und nur mit
leichten Konzentrationsschwierigkeiten verbunden.

Dier Erschöpfung war dermaßen stark, das ich mein Studium
für 3 Wochen unterbrechen mußte, fast nur noch im Bett lag
und ich schon nach kurzer Anstrengung (z.b. durch Lesen oder
Briefe schreiben), ich sofort wieder ruhebdürftig war.
Auffallend war, daß nachdem mir Spritzen zur
Desensibilisierung verabreicht wurden (ich bekomme die
Spritzen einmal im Monat) sich mein Gesundheitsszustand
deutlich verschlechterte. Ich setzte daher für 3 Monate die
Desensibilisierungsbehandlung aus.

Die Erschöpfungsphase hielt relativ konstant von Ende Januar
2005 bis Ende April 2005 an. Seitdem hat sich mein
Gesundheitszustand wieder etwas verbessert, aber von Zeit zu
Zeit (in unregelmäßigen Abständen und in unregelmäßiger
Dauer) treten wieder starke Erschöpfungszustände, gepaart
mit Schwindelgefühl auf. Diese Phasen kündigen sich nicht
vorher an, und sind unabhängig von der Intensität meiner
körperlichen Betätigung.

Wegen meiner gesundheitlichen Beschwerden habe ich mich
bereits zwei Mal (Ende 2002 und Ende 2005) untersuchen
lassen. Die Untersuchungen blieben immer ohne Ergebnis. Die
Blut- und Urinwertesind in Ordnung, es liegt keine
Schlafapnoe vor, Leber- und Cholesterinwerte sind ebenfalls
in Ordnung, EBV lag /liegt nicht vor. Auch eine eingehende
Untersuchung durch einen Neurologen blieb ebenfalls
ergebnislos. Den Untersuchungsergebnissen nach bin ich
kerngesund.

Seit einem halben Jahr mache ich eine Schwermetallausleitung
nach Dr. Klinghardt; nachdem meine Heilpraktikerin nach
kinesiologischer Austestung eine Schwermetallbelastung (über
meine Mutter, die während der Schwnagerschaft
Amalgamfüllungen hatte - ich selber hatte nie welche) in
Verbindung mit Elektrosensibilität feststellte. Mein
Gesundheitszustand ist seitdem eher schlechter als besser
geworden.

Der gegenwärtige Zustand ist für mich nur schwer zu
ertragen. Ich lebe mit der Befürchung, daß sich mein
Gesundheitszustand noch deutlich verschlechtern kann, und
tappe was die Art der Krankheit betrifft völlig im Dunklen.

Bin für jeden Rat und jede Anregung, an was für einer
Krankheit ich leide und wie sie behandelt weden kann, dankbar!

hi,

rein körperlich kommt da durchaus müdigkeit durch histamin-ausschüttung bei allergien in frage. urticaria?

rein psychosomatisch beschreibst du einen klassiker. erschöpfung ist auch ein krankheitsbild der psyche, nicht nur des körpers. es gibt eine medizinische diagnose deines zustands und der läßt sich darüber auch behandeln. suche dir einen facharzt für psychosomatische medizin oder einen in psychosomatik erfahrenen psychotherapeuten und besprich das mit dem/ der. höre, was sich daraus ergibt und dann schau mal. die odyssee bei der körperlichen ursache kann man unbegrenzt fortsetzen. erfolg verspricht eher die behandlung über die psyche, dazu mußt du aber bereit sein, dich dort auch als hilfebedürftig zu sehen, nicht etwa als „bekloppt“. da du aber bereit bist, deine ganze geschichte in einem forum lang aufzuschreiben, sollte deine motivation da sein.

hier buchtip
http://www.medizinverlage.de/detailseiten/389373418x…

Hallo, deine Geschichte zeigt mir dass du empfindlicher bist als die Mehrheit. Du reagierst stärker auf die allgemeine Umweltverschmutzung, wozu auch Kernkraftwerke beitragen. Aus eigener Erfahrung rate ich dir wenn du Zeit und Geld hast einmal zu einem mindestens dreiwöchigen Urlaub in einem Reinluftgebiet, kann auch eine Seereise sein. Am besten sind dafür europäiche Weststrände geeignet. Wenn damit Besserung erzielt wird weiter sportlich aktiv bleiben, keinen Leistungssport vorerst und dabei möglichst verschmutzte Regionen vermeiden. Gruß Stephan

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Hallo Kuddelh,

bin der gleichen Meinung wie alpha. Es hört sich so an als Du eine Erschöpfungsdepression hättest. Es ist immer schwer mit Ferndiagnosen, da man den Menschen ja nicht kennt.

Mein Tipp: lasse Deine Symptome mal neurologisch-psychiatrisch abklären.

Sabine P.

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Hallo,

Lass mal dein Blut richtig Untersuchen.
Grosses Blutbild
Ich selber habe auch diese Erschöpfungssymptome
und bei mir wurde 2003 Leukämie (CML) Diagnostiziert.
Was jetzt nicht heissen soll das du das auch haben musst :smile:
aber im Blut kann man schon so einiges auslesen.
Gruss
Frank

Hi, hast du es scho mal mit entgiften und entsäuern versucht?? Näheres gerne unter Email-Kontakt
Gruß Heidi