Wespenstich / Insektengiftallergie

Hallo,

vor drei Tagen wurde ich an der Hand von einer Wespe gestochen? Anfangs alles normal: leichte Schwellung (ca. 5 cm Durchmesser, leichter Rötung). Nach ca. 30 Minuten Unwohlsein, Übelkeit, Stuhldrang, leichter Durchfall, Schwächegefühl, Hitzewallungen, trockener Hals, leichte Schluckbeschwerden. Zum Glück habe ich bald einen Arzt gefunden (ca. 1 Stunde nach dem Stich). Verschiedene Spritzen bekommen: Fenistil (H1-Blocker), Kortison und MCP (Metoclopramid). Die Übelkeit hat sich zwar gebessert, aber bis heute früh war ich etwas schlapp und hatte etwas Übelkeit. Normal?

Meine Vorgeschichte: vor zwei Jahre Wespenstich im Gesicht. Nach ca. drei Stunden Unwohlsein, Übelkeit. Mangels verfügbarem Arzt ins Krankenhaus gegangen. Infusionen mit den üblichen Mitteln (Fenistil, Kortison). Eine Nacht zur Beobachtung geblieben. Keine weiteren Komplikationen aufgetreten.

Vor ca. 12 Jahre Stich (Wespe?) an Hand, starke Schwellung lokal, Calciumtabletten aus Apotheke, Fenistil-Salbe. Keine weiteren Auswirkungen. Zuvor wurde ich in meinem Leben bereits ca. drei- bis viermal gestochen (Biene/Wespe?) ohne besondere Vorkommnisse.

Kann von einer Insektengiftallergie ausgegangen werden?

Ich möchte einen Test machen lassen, aber alle Allergologen hier in der Gegend wollen sofort Blut abnehmen und überall im Internet steht, dass erst ca. 4 Wochen nach dem Stich eine halbwegs zuverlässige Blutuntersuchung durch geführt werden kann (da die allergieauslösenden Antikörper unmittelbar nach dem Stich verbraucht und somit schwer nachweisbar sein könnten).

Was stimmt denn nun?

Ein Allergologe hat gemeint, man würde sofort Blut abnehmen und zur Untersuchung ins Labor einsenden. Das Ergebnis würde nach ca. drei Wochen vorliegen und dann würde die Rastklasse feststehen, d.h. dann erst könnte der Rasttest bei mir durchgeführt werden. Stimmt das bzw. ust dies die richtige Vorgehensweise? Klingt zumindest plausibel,…

Auf der Skala der Schweregrade der systemische Stichreaktionen schliessie ich als Laie bei den letzten beiden Stichen jeweils auf Stufe zwei.

Welche Allergietests sollte durchgeführt werden? Prick, IgE (Cast), Rast Biene/Wespe? In Vitro? Andere? Zu welchem Zeitpunkt?

Der Arzt, der mich zuletzt behandelt hat (vor drei Tagen) hat vermutet, dass es keine allergische Reaktion war, sondern eine toxische Reaktion auf das Gift. Was soll ich davon halten? Wie sicher / aussagefähig sind Allergietests?

Aufgrund meiner Beschreibungen: ist eine Insektengiftallergie wahrscheinlich oder eher nicht?

Wenn ja: wäre eine Hyposensibilisierung gegen Wespengift (falls die Allergieuntersuchungen den Verdacht auf eine Allergie bestätigen sollten) anzuraten (birgt ja auch nicht unerhebliche Risiken, sogar Todesfälle solle es gegeben haben)?

Ach ja: bin männlich, 40 jahre alt und würde gerne noch ein paar Jahre Spass mit unseren vier Kindern (diese Essen auch gerne mal ein Eis mit mir im Freien,…) haben.

Vielen Dank im Voraus,
Thomas Hube

Also, sobald aus einem Insektenstich mehr als ein eine leichte Schwellung und Juckreiz wird, kann man von einer allergischen Reaktion sprechen. Sicherlich kann man dieses Wort Allergie auch als Überempfindlich, hypersensibilisierung u.ä. bezeichnen.

Bei Ihnen ist die allergische Reaktion relativ deutlich ausgeprägt, aber es scheint noch Hoffnung zu geben, dass sie mit ihren kleinen draußen essen, oder was auch immer können.

Nehmen sie sich einfach immer eine Tablette Tavegil mit. Das Präparat ist frei in der Apothekle erhältlich. Fragen sie bitte noch vorher Ihren Arzt, ob sie gegen einen der Bestandteile allergisch reagieren könnten.

Wenn das nicht der FAll ist können sie nach einem Insektenstich eine Tblette einehmen und dann zum Arzt fahren. Wenn sie später feststellen, dass keine Beschwerden auftreten, können sie hinterher auf den Besuch beim Arzt verzichten!