Hallo zusammen,
mein Mann (67) hat seit einiger Zeit einen sehr niedrigen Pulswert von ca.47. Der Blutdruck ist mit Medikamenten gut eingestellt, das Herz abgesehen von einer Verengung an einer Verzweigung, die wegen des Infarktrisikos nicht mit einem Stent versehen werden kann, o.k.
Ist der niedrige Puls besorgniserregend, soll man was dagegen unternehmen oder ist das so in Ordnung?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.
Katharina
Hallo zusammen,
mein Mann (67) hat seit einiger Zeit einen sehr niedrigen
Pulswert von ca.47. Der Blutdruck ist mit Medikamenten gut
eingestellt,
Laß mich raten: Betablocker?
Ist der niedrige Puls besorgniserregend, soll man was dagegen
unternehmen oder ist das so in Ordnung?
Also ich gehe davon aus, daß er Betablocker nimmt. Diese senken den Puls ab und schonen so das Herz (unter anderem). Sofern er sich bei dem Puls wohlfühlt und nicht zu viele Extrasystolen hat (kommt bei Brachykardie unter Betablockern gerne vor), gibt es keinerlei Grund zur Beunruhigung. Ich gehe davon aus, daß die 47 sein Ruhepuls ist. Das ist in einem solchem Fall absolut normal.
Sollte es wider Erwarten zu Problemen kommen und er sich nicht mehr mit einem solch niedrigen Puls wohlfühlen, müßte er mit seinem Arzt über eine eventuelle Dosisreduzierung oder einen Wechsel des Medikaments sprechen.
Ein niedriger Puls ist kein Problem, ein zu hoher Blutdruck dagegen schon. Das sollte man immer bedenken.
Benni
Hallo zusammen,
mein Mann (67) hat seit einiger Zeit einen sehr niedrigen
Pulswert von ca.47.
Hallo,
wann hat es sich geaendert?
Ich denke auch, dass Nummern nur relativ sind und es auf das Befinden der Person selbst ankommt. Profisportler haben oft einen Ruhepuls zwischen 40 und 50 und manche Leute haben einfach naturgegeben einen langsamen Puls. Falls er dauernd muede ist, schwindelig, oder regelmaessig beim Aufstehen schummrig oder ohnmaechtig wird, ja, dann sollte sicher etwas gemacht werden - manchmal braucht es dann einen Schrittmacher, z.B. falls die impulsgebenden Nervenfasern nach einem Herzinfarkt nicht mehr richtig „feuern“.
Manche anderen medizinischen Ursachen koennen zu langsamen Puls fuehren (Schilddruesen-unterfunktion z.B.), doch das wahrscheinlichste ist hier wohl tatsaechlich, dass der Puls kuenstlich durch Medikamente verlangsamt ist.
Tille71
Der Blutdruck ist mit Medikamenten gut
eingestellt, das Herz abgesehen von einer Verengung an einer
Verzweigung, die wegen des Infarktrisikos nicht mit einem
Stent versehen werden kann, o.k.
Ist der niedrige Puls besorgniserregend, soll man was dagegen
unternehmen oder ist das so in Ordnung?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.
Katharina
Hallo Katharina,
ab einem gewissen Alter kann es sein, dass Betablocker nicht mehr gut vertragen werden. Metoprolol z. B. wird gern eingesetzt, um den Puls zu senken. Hatte dein Mann früher viel Stress? War er Workoholic? Manager-Typen werden gern mit Betablockern künstlich „runter“ geholt. Treten arge Nebenwirkungen auf - chronische Müdigkeit, Schwindel, Durchblutungsstörungen in den Extremitäten (störend kalte Hände, Beine, Impotenz) wird die Medikation umgestellt. Hat dein Mann dank Ruhestand evtl. weniger Belastung, Verantwortung, Stress? Dann sollte das der Arzt wissen, um die Dosis zu verringern, oder andere Präparate einzusetzen.
Das Argument, keinen Stent einzusetzen, weil ein Infarkt provoziert werden würde, verstehe ich nicht. Lässt man das Gefäß, wird es sich immer mehr zusetzen, was zum unkontrollierten Infarkt führt. „Mein“ Kardiologe empfiehlt, lieber das Risiko eines kontrollierten Infarktes während einer Angiografie einzugehen, und auf jeden Fall das stenosierte Gefäß zu weiten. Bei den beschichteten Stents gehen die Gefäße auch kaum mehr zu. Oder sind die Gefäße deines Mannes arg spröde? Wie sieht’s mit Bypässen aus? Wären die möglich? Habt ihr schon mal ne Zweitmeinung eingeholt?