Hi!
Kaltschweißigkeit tritt oft bei Kreislaufversagen auf, also z.b. bei einem Schock oder auch bei einem Herzinfarkt. Dabei wird als Gegenmaßnahme gegen den kritischen Zustand der Sympathikus, ein Teil des Nervensystems, angeworfen. Dieser sorgt dafür, daß man schwitzt, aber auch, daß das Blut im Körperinneren gehalten wird (Zentralisation). Dadurch wird die Haut aber weniger gut durchblutet und fühlt sich daher kühler an. Der Schweiß tritt zusätzlich auf und man empfindet ihn als kalt, aber eigentlich ist die Haut selbst kalt und nicht der Schweiß.
normalerweise ist ja Schweiss zur
Thermoregulation da, und das macht ja dann nicht wirklich
großen Sinn.
In dem Fall zwar nicht, aber der Sympathikus startet - wenn er stimuliert wird - eben sein komplettes Programm und nicht nur Teile davon. Eigentlich ist er ja auch der „Stressteil“ des Nervensystems, das heißt, er bereitet den Körper auf Streßsituationen, Flucht oder Fight/Kampf vor. Daß er dabei vorsorglich schon vor der Anstrengung die Schweißproduktion anwirft, ist schon logisch 
Oder ist das, was ich weniger glaube, einfach eine
Umschreibung für abgekühlten Schweiss? Das würde dann ja aber
beispielsweise bei einem Drogenentzug keinen Sinn machen.
Hmmm, da müßten sich wohl eher die Physiker zu Wort melden, aber ich meine mit meinem bescheidenen Wissen, daß der Schweiß nicht abkühlt, sondern schlicht verdunstet und dabei der Haut Wärme abzieht.
Warum es beim Drogenentzug allerdings zu einer solchen Reaktion kommt, weiß ich grad auch nicht genau (der v.a. körperliche Streß dabei vielleicht?).
Oder ist es einfach ein Hinweis auf eine gestörte
Thermoregulation, also dem Betroffenen ist subjektiv heiss,
was aber objektiv nicht der Fall sein kann => bspw.
Schwitzen bei abklingendem Fieber??
Du gehst davon aus, daß zuerst das Fieber sinkt und man dann erst schwitzt - ich meine, erst durch das Schwitzen sinkt das Fieber. Dann macht es nämlich auch Sinn 
Gruß,
Sharon