Medizin Studium

Hallo zusammen,

ich mache gerade eine wirtschaftliche Ausbildung und habe festgestellt, dass diese Welt nichts für mich ist. Nun spiele ich mit dem Gedanken nach der Ausbildung ein Medizinstudium zu beginnen.
Es schaut ja eher etwas mau aus, in ein besagtest Studium zu kommen, oder? Ich habe einen Abi Schnitt von 2,0 was jetzt nicht unbedingt schlecht ist, aber für Medizin ZU schlecht?
Habe mich jetzt auch in AUstria erkundigt, und dort kann man einen Test machen, um einen Studienplatz zu bekommen. Allerdings sind diese Test Tage auch immer sehr überlaufen.
Wisst ihr zufällig woher ich den Test bekommen könnte? Habe nur 3 BEispielaufgaben gefunden, aber nicht den kompletten Test.
Wie schaut es nach dem Studium aus? Arzt ist ja nicht mehr das, was er mal war ;-( Man sagt Ärzten eher schlechte Sachen nach, bzw. die Arbeitsmarktsituation ist auch nicht gerade toll, wenn man nicht in einem Krankenhaus 24h arbeiten will…?
Ausserdem würde ich mich über alle anderen Tipps auch freuen :wink:

Grüße
Hias

Hallo,

Studiere nur ein Fach, woran du sehr interessiert bist. Wenn die Motivation nicht stimmt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du abbrichst - es gibt mämlich immer ganz häßliche Durststrecken in jedem Fach.

Wenn du genauer wissen willst, wie das Studium aussieht, dann geh mal an die Uni! setze dich einfach mal in Vorlesungen, sprich mit den Studenten, gehe in die Fachschaft und informiere dich dort. Bei Medizin sieht es mit praktischem Arbeiten im Studium mau aus - bei anderen Fächern (zB. Bio) lohnt es, auch mal ein Laborpraktikum zu machen (einfach einen Prof fragen!). Manche Fachbereiche bieten spezielle Info-Tage für Schüler. Nachfragen! Teilnehmen! Nimm dir etwas Zeit, die Entscheidung zu treffen, ob und was und wo(!) du studieren willst. Nach vier Jahren zu sagen „hmmm… is doch net so doll…“ sind echt ein Schlag ins Gesicht und 4 (fast) verlorene Jahre - insbesondere, wenn du ja schon eine Berufsausbildung hast.

Apropos Ausbildung. Das mit dem numerus clausus (nc) ist dir nicht ganz klar, kann das sein?! Wenn es mehr Bewerber als Studienplätze gibt, müssen die Unis auswählen. Das erfolgt nach 3 Kriterien: (1) 20% der Plätze werden nach Note vergeben. Der nc ist dann die schlechteste Note, mit der noch jemand einen solchen Platz bekommen hat. (2) Weitere 20% der Plätze werden nach Wartezeit vergeben. (3) Die restlichen 60% werden direkt von den Unis ausgewählt. Hier gibt es eine Reihe von Kriterien, nach denen sie sich richten können, u.A. auch ein fachspezifischer Test.

Deine Ausbildungszeit wird dir als Wartezeit angerechnet. Eine abgeschossene Ausbildung wird dir auch beim nc gutgerechnet (so um die +0.2). Du solltest also gute Chancen haben, über die Warteliste reinzukommen. Zum WS 06/07 war die max. Wartezeit zB. 8 Semester. Nach 1 Jahr Bundeswehr od. Zivildienst und 3 Jahren Ausbildung kommt das doch hin.

Schau am besten direkt bei der ZVS nach, um dich zu informieren: http://www.zvs.de/

Wenn du im Studium erfolgreich sein willst, solltest Du dir in Zukunft solche Informationen eigenständig beschaffen (und verstehen) können.

Wie schaut es nach dem Studium aus? Arzt ist ja nicht mehr
das, was er mal war ;-( Man sagt Ärzten eher schlechte Sachen
nach, bzw. die Arbeitsmarktsituation ist auch nicht gerade
toll, wenn man nicht in einem Krankenhaus 24h arbeiten
will…?

A) Bis zum Ende deines Studiums werden 8 Jahre ins Land gezogen sein. Wer weiß schon, was dann los sein wird.

B) Gute Absolventen kommen immer irgendwo unter.

C) Es hängt entscheidend davon ab, auf was du dich spezialisierst und was du im Studium machst. Pathologen zB. werden derzeit händeringend gesucht.

Ausserdem würde ich mich über alle anderen Tipps auch freuen
:wink:

Ich hoffe, es waren ein paar Tipps dabei.

LG
Jochen

Hallo Hias

Ich habe einen Abi Schnitt von 2,0 was jetzt
nicht unbedingt schlecht ist, aber für Medizin ZU schlecht?

Keineswegs - ich hatte einen von 3,6. :wink:

Wie schaut es nach dem Studium aus? Arzt ist ja nicht mehr
das, was er mal war ;-( Man sagt Ärzten eher schlechte Sachen
nach

Es gibt für die Berufe, insbesondere die exponierten Berufe wie Arzt, Politiker, Jurist, Journalist, immer ein Auf und Ab in der Volksmeinung, welche ja durch die Medien stark beeinflusst wird. Wenn du darauf hörst, kannst du gleich alles vergessen. :wink:

die Arbeitsmarktsituation ist auch nicht gerade
toll, wenn man nicht in einem Krankenhaus 24h arbeiten
will…?

Tja, da muss man durch. Die Assistenzarztzeit gehört -genau wie das Med-Studium selbst- eben zur harten Schule. Aber der nach wie vor befriedigende Beruf macht das alles wieder wett. :wink:
Fazit: Wenn du das mit Leidenschaft willst, dann kannst du das auch hinkriegen.
Gruß,
Branden

hallo hias

ich kann dir ein studienplatz in china vermitteln - zum erlernen der traditionellen chin. medizin - das studium dauert allerdings 4-6 jahre. aber damit kannst du dann auch tatsächlich menschen mit gesundheitlichen problemen helfen.

vielleicht machst du erst einmal ein praktikum in einem krankenhaus, unabhängig davon, ob dieses nach westlichen oder östlichen medizin verständnis geführt wird. ich komme nämlich aus einem medizinischen beruf und weiss, was für eine belastung diese arbeit ist (vor allem wenn man sich wirklich engagiert und nicht wie bei vielen westlichen ärzten man nur zu einem medizinschen fall ohne vor und zunamen gemacht wird).

ich lebe seit 16 jahren in malaysia und habe mit der echten(!) chin. medizin hervorragende erfahrungen gemacht.

falls es dich interessiert, kannst du mir ja gerne schreiben.

viele grüße aus kuala lumpur sendet dir

jörg

Hallo Jörg,

also grundsätzlich interessieren mich beide Gebiete der Medizin. Die westliche UND die östliche. Meine Mutter is Heilpraktikerin und macht auch Refelxzonenmassage und Akkupunktur.
Ich habe einen griechischen Arzt getroffen, der zuerst Medizin studiert hat und danach eine heilpraktische Ausbildung mit diversen Zusatz Seminaren gemacht hat, um anschließend eine Praxis zu eröffnen. Er ist der Meinung, dass es bestimmte Gebiete in der Medizin gibt, in der die „alte“ MEdizin einfach aussetzt, und man beides abzuschätzen wissen muss.
Finde ich hört sich für mich als (bis jetzt) Leie auch verständlich an.
Die Ausbildung in östlicher Medizin würde mich schon interessieren, aber ich war letztes Jahr in China (Peking, Xian und Shanghai) mit dem Rucksack und ich denke für mehrere Jahre dorten leben ist nichts für mich…
Aber auf jeden Fall danke für das Angebot

Grüße
Hias

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Hi Branden,
wo studierst du denn Medizin und wie bist du mit 3,6 ins Studium gekommen? :wink: Wartezeit??
Gefällt dir das Studium oder hast du schon mal bereut Medizin zu studieren?

Grüße
Hias

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Hallo Jochen,

also dass ich nur ein Fach studieren soll, in welchem ich wirklich interessiert bin ist mir schon klar. EIn Problem dabei ist: mich interessieren einfach ZU viele Dinge: spiele mit dem Gedanken Grundschullehramt, Biologie, Medizin oder Journalistik zu studieren und habe auch schon überall Praktika gemacht, also WEISS ich, dass es etwas für mich wäre :wink:
Aber in Medizin sehe ich halt immer noch das „gute“ im Studium: die Möglichkeit anderen Menschen zu helfen

Grüße und Danke für die Tipps
Hias

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Hallo Hias,

mit dem Gedanken Grundschullehramt, Biologie, Medizin oder
Journalistik zu studieren und habe auch schon überall Praktika
gemacht, also WEISS ich, dass es etwas für mich wäre :wink:

Sehr gut.

Aber in Medizin sehe ich halt immer noch das „gute“ im
Studium: die Möglichkeit anderen Menschen zu helfen

Naja, ich denke, nicht das Fach per se ist gut, sondern der Mensch. Damit will ich sagen: Du kannst als Arzt genauso gut oder böse sein wie als Journalist oder Lehrer. Fast jeden Beruf kannst du „sozial“ oder auch „unsozial“ ausüben - sogar BWL! Denk mal drüber nach.

In jedem der genannten Fächern hilfst du Menschen und tust Gutes (solltest du zumindest).

Als Arzt ist es der Dienst an der Gesundheit. Als Biologe kannst du in der medizinischen Forschung arbeiten und so deinen Teil für eine bessere Zukunft leisten (wie allgemein mit Forschung), aber auch eine spätere Tätigkeit im Umweltschutz-Sektor, als Sachverständiger usw. ist ja sinnvoll und gut - letzlich für sehr viele Menschen (und auch deren Gesundheit), nur nicht so unmittelbar wie Medizin sondern eher langfristig und mittelbar.

Als (Schul-)Lehrer hast du die Verantwortung, aus Menschenkindern mündige, verantwortungsvolle, glückliche und wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft zu machen (bzw. dabei zu helfen). Wenn das nicht ein großer (und guter) Dienst an den Menschen (den Kindern und allen anderen!) ist…!

Als Journalist hast du fast eine ähnliche Aufgabe, nur ist die Zielgruppe idR älter und du hast weniger direkten Kontakt. Ich hoffe, du verstehst etwa, was ich sagen will…

Schließlich besteht dann noch die Möglichkeit, die Fächer zu verbinden. zB. Bio-Lehrer (banal, geb ich zu), aber auch Wissenschafts-Journalist (zB. für Lebenswissenschaften [Bio+Medizin]) oder Erwachsenenbildung.

Es bleibt also wieder an dir hängen - was du daraus machst ist das Entscheidende!

LG
Jochen

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Hallo Jochen,

du hast ja Recht :wink: Ich interessiere mich elementar für die Biologie, und habe wie gesagt mit dem GEdanken gespielt Bio zu studieren. Das Problem dabei: ich würde gerne im direkten Kontakt mit lebenden (also Pathologie wäre nichts für mich :wink: ) Menschen sein. Und bei Biologie tritt doch eher die Forschung in den Vordergrund, wobei man eher im direkten Kontakt mit dem Mikroskop ist- banal ausgedrückt :wink:

Ich weiss nur, dass pure Büro arbeit nichts für mich ist (also meine Ausbildung ist quasi umsonst, obwohl sie sicher auch im täglichen Leben nützlich ist) aber man muss ja schliesslich alles ausprobieren :wink:

Grüße
Hias

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Hallo!

Wenn man sich ansieht, daß viele Ärzte ins Ausland abwandern, ist es sicher nicht so der Traumjob wie noch vor ein paar Jahren.

Kann es sein, daß Du nicht so recht weißt, was Du überhaupt möchtest? Medizin ist ja nicht so das gleiche wie Büro…

Lass Dich doch mal beraten und mach wirklich - wie unten vorgeschlagen - verschiedene Praktika. Aber immer unter dem Vorsatz, doch mal ans Arbeiten zu kommen und nicht alles anzufangen.
Bedenke: der Rubel muß auch rollen.

Gruß
Carmen

Hallo Carmen,

das hast du richtig erkannt, dass ich noch nicht genau weiss, was ich machen will. Aber ich habe ja schon bei einer anderen Antwort geschrieben, dass ich herausfinden musste, dass Büroarbeit nichts für mich ist. Und Praktika habe ich auch schon genügend gemacht…
ausserdem müssen die Interessen ja auch nicht alle in eine Richtung gehen, sondern sind in meinem Fall wohl eher breit gestreut.
Was ich weiss das ich NICHT studieren will ist Mathematik und Physik :wink:

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Hi Hias

wo studierst du denn Medizin und wie bist du mit 3,6 ins
Studium gekommen? :wink:

Ein Blick in meine ViKa hätte dir verraten, dass ich seit Urzeiten Arzt bin. :wink:
Ich hab in den 70er Jahren in Berlin Medizin studiert.

Wartezeit??

Naja, schwer zus sagen. Ich hab mich die ersten Jahre vornehmlich für Psychologie beworben, weil ich da offiziell nur im Nebenfach drinsaß. Irgendwann hab ich mich halt in 1.Präferenz in Medizin beworben und dann hats auch gleich geklappt. Also keine wirkliche Wartezeit, wenn du so willst.

Gefällt dir das Studium oder hast du schon mal bereut Medizin
zu studieren?

Nee, ich hab das eiegntlich nie bereut, dass ich Medizin studiert habe. Von allen Hochschulfächern, die ich mir zu Gemüte geführt habe, fand ich das schon das „reellste“. :wink:
Man hat einfach sehr viele Möglichkeiten mit dem Medizin-Abschluss.
Gruß,
Branden