10 Euro beim Frauenarzt

Liebe Leute hier,

ich muss bald wieder zur Krebsvorsorgeuntersuchung.(Gyn)

Letztes Jahr ging ich da ganz arglos hin, dachte, KV wär kostenlos. Da sagten die Helferinnen: Wenn sie nur die PflichtKV wollen, dann kostet das nichts, aber die bringt auch überhaupt nichts, da ist nicht mal ein Beratungsgespräch dabei. Also bitte, die 10 €…

Ich habe dann verblüfft aber brav bezahlt.

Ob ich da abgezogen wurde?

Diesmal möchte ich bescheid wissen - - ich finde das sehr komisch.

Ausserdem - selbst WENN eine kostenlose KV nur miniminimini sein SOLLTE - entscheiden, ob ich das will oder mir das nicht reicht, müsste doch immer noch ICH, oder???

Kassandra

Hallo Kassandra,

ja, da wurdest du wohl wirklich überrumpelt! :smile:

Du musst allerdings bedenken, das die meisten Frauen die einmal im Jahr zur Untersuchung kommen und dann gleich Krebsvorsorge mitmachen, doch noch irgendwas mit dem Arzt besprechen wollen.

Ausser „Bitte oben/unten freimachen“ darf der Arzt aber wirklich eigentlich gar nix sagen!

Aber wenn du dir sicher bist, dass das reicht dann dürfen sie dich jedenfalls nicht auf den Boden drücken und dir die 10 Mäuse abknöpfen.

Ich kann mir vorstellen, das die Sprechstundenhilfen oft Ärger haben, wenn der Doc dann doch wieder ein Beratungsgespräch aufschreibt und sie haben die 10 Euro nicht kassiert.

Gruß
Nita

Hallo Kassandra,

ja das kenn ich, das hat mir meine Sprechstundenhilfe so auch gesagt. Also umsonst wäre wirklich nur die Untersuchung, sobald du eine Frage stellst ist es ein Beratungsgespräch und wird dann nicht als reine Vorsorge abgerechnet, sprich, die 10€ werden fällig. Ich hab auch mal die Krankenkasse darauf angesprochen, die meinten dass das eigentlich so nicht rechtens wäre, aber was soll man machen (Krankenkassen sind manchmal so hilfreich).
Noch schöner finde ich ja, dass die Krebsvorsorge ja nur EINE der beiden halbjährlichen Untersuchungen ist, also auch nur die frei wäre. Bei der zweiten Untersuchung, die du aber machen MUSST um weiter ein Rezept zu kriegen, handelt es sich um eine Verlaufskontrolle wg. der Hormoneinnahme. Dafür muss dann immer die Praxisgebür bezahlt werden.

Also versuch es einfach mit der Sprechstundenhilfe abzuklären ob es wirklich die jährliche Krebsvorsorge ist, zu der du gerade gehst und sag ihr, dass du nur die Vorsorge wünscht und kein Beratungsgespräch. Solltest du bei der Untersuchung doch was mit der Ärztin zu bereden haben, können sie dir nachher immer noch die 10€ abdrehen. Aber ohne längere Diskussion wird das wahrscheinlich nichts werden.

Gruß, Seraphim

Hallo,
bei reinen Vorsorgeuntersuchungen sind keine 10,00 € zu zahlen.
Zu den Vorsorgeuntersuchungen gehört selbstverständlich auch ein
Beratungsgespräch - die „stumme“ Untersuchung ist also Quatsch.
Wir als Krankenkasse gehen, wenn wir denn davon offiziell, und das
bedeutet in unserer Bürokratie grundsätzlich schriftlich, gegen die
Ärzte vor, die gegen diesen Grundsatz verstossen.
Soviel zu den hilfreichen Krankenkassen.
Gruss
Czauderna

Hallo Kassandra,

davon mal abesehen, zum Thema wurde schon genug gesagt.

Ich gebe meine 10,- € immer meinem Hausarzt. Von da lasse ich mir dann Überweisungen zu allen anderen geben.
Das ist für mich einfacher, da der HA besser erreichbar ist. Und er bekommt Infos der Fachärzte und ist im Bilde.

Gruß
Carmen

Hallo,

bei mir war das auch so. Die Arzthelferin hat mich soagr richtig zur Schnecke gemacht vor allen anderen Patientinnen, nur weil ich auf die kostenlose Vorsorge bestanden habe. Die Ärztin selbst hat sich dann auch noch eingemischt. Und weil mir da mehr als deutlich signalisiert wurde, entweder ich zahle oder die Untersuchung wird nicht vernünftig gemacht, habe ich eben gezahlt. Ich wollte mir dann eine neue Ärztin suchen und habe in anderen Praxen telefonisch nach der kostenlosen Krebsvorsorge gefragt, aber die haben alle ähnlich reagiert. Verstehe ich auch nicht, schließlich dürfen sie das Geld nicht behalten. Bei einer Vorsorge beim Zahnarzt habe ich noch nie erlebt das die 10 Euro gezahlt werden müssen.

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Hallo!

Auch wenn Du nur zur Vorsorge willst, hole Dir vom Hausarzt eine Überweisung. Die 10 € mußt Du dann zwar beim Hausarzt hinterlassen, kannst da aber gleich mal andere Sachen abchecken.
Auf dieser Überweisung darf dann aber nicht Vorsorge draufstehen, sondern eine Diagnose (z. Bsp. Regelbeschwerden).
Dann kann Dein Frauenarzt eine normale Untersuchung machen und die Vorsorge eben gleich mit.

Du hast hier ja nur auf die 10 € Praxisgebühr angesprochen, aber bei einer Vorsorgeuntersuchung bekommt jetzt sogar noch einen Zettel in die Hand, was welche Untersuchungen extra kosten. Ultraschall ist z.Bsp. in der Vorsorge nicht mehr mit drin und noch einige andere Sachen.
Wenns jemanden interessiert, könnte ich mal suchen, ob ich den Schrieb noch habe!

Ich umgehe das, indem ich mich normaler Diagnose überweisen lasse- ich sage den Arzthelferinnen beim HA was sie draufschreiben sollen) - und dann gehört der Ultraschall ganz normal zur Kassenleistung.

Schuld sind aber nicht die Ärzte!!! Das kommt alles von den Krankenkassen!

LG Doreen

Hallo Guenter,

das find ich natürlich sehr lobenswert, wenn die Krankenkasse da mal nachgeht. Aber ich war schon etwas baff als mir die Mitarbeiterin MEINER KK einerseits sagte, dass das nicht in Ordnung ist, im selben Atemzug aber, dass ihre Ärztin das genauso macht??? Ich mein, sie selbst müsste doch am besten argumentieren können, was sie zu zahlen hat und was nicht, schließlich beschäftigt sie sich ja beruflich damit.
Andererseits verstehe ich die Hemmungen, sich da mit dem Arzt anzulegen, weil darunter einfach das Vertrauensverhältnis leidet. Ein Patient, der sich von seinem Arzt abgezockt fühlt vertraut ihm nicht und ein Arzt der sich gerade mit einem „zahlungsunwilligen“ Patienten herumgestritten hat, ist sicher in diesem Moment dann auch nicht gerade der beste Arzt (zumindest ginge es mir so).

Gruß, Seraphim

Schuld sind aber nicht die Ärzte!!! Das kommt alles von den
Krankenkassen!

LG Doreen

Hallo Doreen,
da muss ich aber mal leicht Protest einlegen. Natürlich sind die
Krankenkassen der Nutzniesser und natürlich kann man über diese
10,00 € auch trefflich streiten, aber das die Kassen „schuld“ sind,
das diese Gebühr von den Ärzten kassiert werden muss, dass ist so
nicht war. Ich persönlich hätte es für besser gefunden, dass die
Kassen auch die Gebühr kassieren und die Ärzte damit nicht
belastet und belästigt werden, aber der Gesetzgeber hat nun mal
anders entschieden. Von einer Schuld kann daher nicht gesprochen
werden, sondern vielmehr darüber, dass es sich hier um eine
Anhebung der Krankenkassenbeiträge „durch die kalte Küche“ handelt
und nur die davon betroffen sind, die ärztliche Hilfe in Anspruch
nehmen müssen. Wie gesagt, ich bin nicht nur gegen diese Gebühr sondern auch gegen die Einbehaltung durch die Ärzte. Dieser
Unfug kommt nicht von den Kassen. Aber, und das muss ich dann auch
leider zugestehen - sie haben sich nicht so dagegen gewehrt wie z.Zt. gegen die Gesundheitsreform.
Gruss
Czauderna

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Hallo Guenter!

O.K.!
Du hast das gut aufgedröselt! Auch löblich Deine Meinung dazu!

Aber: Ich war bisher immer der Meinung, diese 10-€-Gebühr wurde von den Krankenkassen gemeinschaftlich erhoben, damit die Arztbesuche eingeschränkt werden, vor allem das Ärztehopping!? Und per Gesetz wurde es dann von oben amtlich!?

Bitte klär mich auf, wenn das so nicht stimmt! Das interessiert mich jetzt doch!

Bin gespannt! LG Doreen

Hallo,
na ja, so wurde es jedenfalls den Versicherten verkauft - man
konnte ja schlecht sagen, wir benötigen mehr Geld.
Um das Ärztehopping einzudämmen, da sind eher die Hausarztmodelle
geeignet, obwohl auch bei denen schon absehbar ist, dass sie
mehr kosten als bringen. Auch das Märchen von den abnehmenden
Arztbesuchen ist immer noch aktuell.
Wenn Du sehen könntest wieviel Härtefälle wir seit Einführung
dieser 10,00 € Geschichte haben (die Zahl hat sich allein im Einzugsgebiet meiner Geschäftsstelle mehr als verdreifacht), dann
hat man auch hier dieses propagierte Ziel nicht erricht.
Tatasache ist, dass grade durch diese neue Härtefallregelung
der grösste Teil der geplanten Einnahmen erst garnicht so
verbucgt werden kann.Nicht umsonst will man bei der neuen Reform
die Härtefallregelung drastisch verschärfen.
Gruss
Günter Czauderna

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Hallo,

was genau ist denn nun eine reine Vorsorgeuntersuchung?
Meine Frauenärztin macht jedes halbe Jahr einen Abstrich und tastet den Unterleib ab, dann bekomme ich mein Pillenrezept und gut ist.
Das Beratungsgespräch beschränkt sich auf „Haben Sie irgendwelche Beschwerden?“ „Nein“.
Dafür zahle ich auch immer brav meine 10 Euro - den Thread hier hab ich jetzt aber so verstanden, dass ich das, weil es sich nun um eine reine Vorsorgeuntersuchung handelt, gar nicht müsste? Oder was nennt sich dann „reine Vorsorgeuntersuchung“? Viel weniger geht ja kaum…oder habe ich wegen meines jugendlichen Alters Anfang 20 überhaupt keinen Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen?
Oder liegt es daran, dass ich ein Rezept bekomme, würde ich die Untersuchung also nur gratis kriegen, wenn kein Rezept dabei herausspringen würde??
Ich hab das nie hinterfragt…wäre aber interessant zu wissen.

Grüße
Sonja

Hallo,
nun, wir haben ja gehört, dass da die Ärzteschaft sehr unterschiedliche
Vorgehensweisen hat. Wenn ein Rezept am Schluss einer dieser
„Vorsorgeuntersuchungen“ steht, dann handelt es sich eben nicht mehr
um eine Vorsorgemassnahme, dann sind die 10,00 € eben fällig.
Ein ganz heikles Thema ist die Verordnung der Pille.
Eigentlich muesste, wenn es nur um die Pille geht, die bekanntlich
in den meisten Fällen mittels Privatrezept verordnet wird, der
Arzt auf die 10,00 € verzichten, denn er darf dafür nichts
mit der Kasse abrechnen (normalerweise) und könnte evtl. sogar eine
Prrívatrechnung erstellen, da diese Verordnungstätigkeit nicht zu
Lasten der Kasse geht. Bleibt die Frage, ob man da mit den 10,00 €
nicht besser davonkommt.
Gruss
Czauderna

Hallo ihr Lieben,

hier nun endlich die Aufklärung:

Es gibt eine Krebsvorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt, für die NICHT die 10€ bezahlt werden müssen, Leistungen dieser Krebsvorsorge sind:

-Pap-Abstrich (weiter unten erklärt)
-Abstasten

bei dieser Form der Vorsorge können KEINE Rezepte ausgestellt werden.

Leistungen der Krebsvorsorge, bei denen die 10€ gezahlt wurden sind:

-Pap-Abstrich
-Nativ-Abstrich (wird untersucht auf Bakterien, Pilze,…)
-Beratungsgespräch
-Abtasten
-evtl Rezepte

Die Krebsvorsorgeuntersuchung findet ab dem 21. Lebensjahr (sprich ab dem 20. Geburtstag) einmal im Jahr statt, alle weiteren Untersuchungen sind Kontrolluntersuchungen für die die 10€ sowieso gezahlt werden müssen. Je nach Alter gehören noch weitere Leistungen zur Vorsorge, z.B. ab 30 Untersuchung der Brust, ab 50 Test auf okkultes Blut im Stuhl, etc.

Pap-Abstrich bedeutet, es wird ein Abstrich aus der Gebärmutter entnommen, den der Zytologe auf eventuelle Zellveränderungen untersucht. Dabei kann festgestellt werden, ob die Patientin an (einer Vorstufe von) Gebärmutterhalskrebs erkrankt ist. (Wichtig!: Andere Krebsarten, wie z.b. Eierstockkrebs, können durch diesen Abstrich NICHT festgestellt werden!)

Bin für weitere Erklärungen offen, arbeite beim Gynäkologen :wink:

Hallo,
auch wenn Du bei einem Facharzt arbeitest denke ich, dass die
Aufstellung nicht so ganz korrekt ist. Mindestens das Beratungsgespräch
gehört in die Rubrik ohne die 10,00 €. Es gibt dazu Veröffentlichungedn
der Spitzenverbände der Krankenkassen und auch Publikationen von
Kassenärztlichen Vereinigungen.
Gruss
Czauderna

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Hi,
kann Doreen da nur zustimmen, zuerst zum Hausarzt und die 10 Euro
bezahlen und dann gut! Bei mir gibt das nie Schwierigkeiten, geh 2x
im Jahr zum Frauenarzt zur Kontrolle und das geht ohne Probleme! Sag
zum Hausarzt oder besser gesagt zu seinen Helferinnen, daß ich ne
Überweisung zum FA brauche und die fragen gar nicht wieso und warum!
Meiner Mutter ging es bei ihrem FA auch so, daß sie nur für ein
Beratungsgespräch (was gar keines war) er hat ihr nur mitgeteilt, daß
ihre Blase evtl. operiert werden muß, auch 10 Euro berappen muß! muß
dazu sagen, der Arzt ist aber generell ein echter Abzocker und mieser
Typ! Also am besten gleich einmal beim HA bezahlen und net ärgern,
hilft nämlich nix :0)

LG
Misa

Hallo,

Hallo,

Verstehe ich auch nicht, schließlich dürfen sie das
Geld nicht behalten. Bei einer Vorsorge beim Zahnarzt habe ich
noch nie erlebt das die 10 Euro gezahlt werden müssen.

wahrscheinlich geht es da auch nicht um die 10,- Euro die weitergeleitet werden, sondern um das was der Arzt gegenüber der Kasse abrechnen kann.

Wenn - wie Guenter sagt - die Krebsvorsorgeuntersuchung inklusive Beratungsgespräch sein soll dann kann der Arzt nur eine Ziffer abrechnung und bekommt dafür Summe X. Schreibt er aber noch die Ziffer Beratungsgespräch extra auf, bekommt er auch extra Geld. Dann muss er aber auch die 10,- Euro für die Kasse einstreichen.

So stelle ich mir das vor.

Gruß
Nita