Hallo Renate,
danke für Deine ausführliche Antwort.
BMI, bzw. ist Übergewicht vorhanden (schließlich bekommt er
einen Lipidsenker = Statine) oder leidet er gar zusätzlich
noch an Bewegungsmangel (Trainingsmangel - hoher Puls), raucht
er?
Alles nein, sprich kein Übergewicht, kein Bewegungsmangel, hoher Puls ist eindeutig Nebenwirkung der erhöhten Noradrenalinverfügbarkeit, kein Raucher, kein Trinker. Leicht erhöhte Cholesterinwerte sind bei einem 65jährigen absolut normal und keine Folge der Ernährung (die ist absolut ok), sondern in seinem Fall eher erblicher Natur.
War der Puls vor Einnahme des Antidepressivums
schon im höheren Bereich?
Nein.
Herzinsuffizienz konnte
ausgeschlossen werden (Belastungs-EKG),
Schilddrüsenüberfunktion ebenfalls, denn die lässt kein Arzt
unbehandelt.
So ist es.
Die möglichen Ursachen wurden durch eine umfangreich
stattgefundene Diagnostik stark eingegrenzt.
Ablagerungen und folglich mechanische Verengungen in der
Arteria Carotis (Halsschlagader), sowie Verengungen durch
Neubildungen (Tumore) konnten also ausgeschlossen werden.
Ja.
Nun kann man davon ausgehen, dass sich die
Durchblutungsstörungen entweder durch eine herabgesetzte
Fließeigenschaft des Blutes (z. B. Fehl-, Überernährung, zu
wenig Flüssigkeit),
Ernährung ist ok, Flüssigkeitsaufnahme ebenso (etwa zwei Liter pro Tag).
oder kontraktäre Gefäßverengungen aufgrund
von Medikamenten oder Nikotin begründen lassen.
Nikotin fällt raus, ebenso andere Medikamente, da er außer den genannten keine einnimmt.
Wesentliche Faktoren für herabgesetzte Fließeigenschaften des
Blutes können sein:
Metabolisches Syndrom: Bewegungsmangel und Übergewicht, Bauch,
Lipidämie, Hypertonie, Diabetes, usw.
Alles negativ.
weiterhin: Rauchen, Stress, mangelnde Flüssigkeitsaufnahme.
Nikotin sorgt z. B. für Gefäßverengung, auch im Gehirn.
Auch alles negativ.
Vielfach raten Ärzte ihren Patienten zur Steigerung der
Viskosität des Blutes, bzw. als Gerinnungshemmer,
beispielsweise zur täglichen Einnahme von ASS, Aspirin
(Acetylsalicylsäure), manche raten aber auch zu Gingko, der
Studien zufolge, ebenfalls die Hirndurchblutung steigern soll,
indem die Blutfließeigenschaften gesteigert werden.
Gut, dann war der Ginko-Tip der Neurologin ja durchaus richtig. Niedrig dosierte ASS nahm mein Vatrer vor einiger Zeit ein, was aber zu unerwünschten Nebenwirkungen führte (ständiges Nasenbluten, sehr viele Blutergüsse, Magenprobleme) und daher abgesetzt wurde.
Auf eine Ernährungsumstellung und regelmäßige, ausreichende
Bewegung wird häufig nicht oder zu zaghaft hingewiesen
(Resignation?), wodurch beim Patienten der Eindruck entstehen
kann, dass nichts oder nur Tabletten helfen können - .
Guter Hinweis, abewr seine Ernährung ist absolut ok und Bewegung ist auch ausreichend vorhanden.
Es handelt sich ja hier nicht um Reizleitungsprobleme, und EEG
wurde bereits erstellt. Falls metabolische Ursachen in Frage
kommen, dann wäre der Ansatz hierin zu sehen!
Gut, dann scheint mein Vater ja weitesgehend ausgetestet zu sein, nachdem neulich auch die Blutuntersuchung keinerlei abnormalen Werte erbrachte.
Wenn ich Dich richtig verstehe, ist die Ginkoeinnahme also durchaus angeraten und viel mehr kann man nicht mehr tun?!
Benni