Hallo Holger,
vielleicht kannst du hier etwas mit anfangen?
Gruß
Rolf
p.s.
as habe ich auf der Webseite von Dr.Hellenthal gefunden:
Warum nicht Kniegelenksprobleme, die nach einem Unfall aufgetreten sind und noch nach zig Jahren bestehen, warum nicht diese zuerst vor evtl. empfohlener Operation versuchsweise langfristig hochdosiert antibiotisch und immunomodulatorisch therapieren?
Fallbeschreibung
Eine Patientin hatte mit 15 Jahren einen Skiunfall: ihre Knie waren damals bezogen auf Ihren Oberkörper – nach eigenen Angaben – um 180o gegeneinander verschoben – sie litt unter stärksten Kniegelenksschmerzen; Abwärtsgehen war fast unmöglich; chirurgischerseits wurde ihr nach Röntgenaufnahmen mitgeteilt, eine Kniegelenksfraktur sei nicht vorhanden. Als die Probleme auch noch nach 10 Jahren in ähnlicher Form weiterbestanden, hausärztliche Therapien nicht erfolgreich waren, suchte sie einen auswärtigen Orthopäden auf. Dieser empfahl ihr nach Anfertigung von Röntgenbildern und nach einer Arthroskopie auf dem linken, stärker betroffenen Kniegelenk eine Kniegelenks-OP; er teilte ihr mit, ihre Kniescheiben seien beidseits zerschmettert. Ein guter alter Hausarzt meinte jedoch hierzu: Schieben Sie die OP der Kniegelenke so lang wie möglich hinaus; sie kriegen ansonsten später noch schlimmere Probleme, als Sie jetzt bereits haben. Im Laufe der weiteren Jahre verschlimmerten sich jedoch ihre Kniegelenksprobleme; zu diesen chronischen Kniegelenksschmerzen gesellten sich noch weitere andere Probleme hinzu. Es kam zu einem sogenannten Schulter-Arm-Syndrom linksseitig, mit von der Halswirbelsäule ausstrahlenden Schmerzen in das linke Schulterarmgelenk und bis in die Finger der linken Hand; weitestgehend bestand subjektiv kein Gefühl mehr im kleinen Finger, im Ringfinger und Mittelfinger der linken Hand. Es kam damals erst nach Wochen unter einem Antirheumatikum zu einer langsamen Verbesserung dieser Missempfindungen. Ihr Magen jedoch vertrug diese Antirheumatika nicht. In den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu Rückfällen und auch zu stärksten Schmerzen im Lendenwirbelbereich und zu immer wieder neu auftretenden Magenschmerzen (wahrscheinlich durch die Einnahme von Antirheumatika bedingt). Das Leben erschien oft unerträglich. Mit 30 Jahren gesellten sich zu diesen Problemen Migränekopfschmerzen, die alle zwei Monate mit zwei- bis dreitägiger Dauer, verbunden mit übelsten Kopfschmerzen und häufigem Brechreiz auftraten.
Im Laufe der weiteren Zeit verschlechterten sich ihre o. g. Symptome; es gesellten sich weitere hinzu, z. B. häufiges nächtliches Wasserlassen, Nasen-Nebenhöhlen-Probleme, verstopfte Nase, Zahnwurzelschmerzen und Unterleibsschmerzen. Zu all diesem verschlimmerten sich noch ihre Kniegelenksprobleme, ohne dass irgendeine Therapie eine nennenswerte Besserung gebracht hätte. Dann erfolgte mit 39 Jahren beginnend – mit Unterbrechungen – bis zum Alter von 42 Jahren eine hochdosierte langfristige antibiotische und immunomodulatorische Therapie; sukzessive Besserung aller o. g. Probleme; mittlerweile fast keine Kopfschmerzen und Kniegelenksprobleme mehr. Die Patientin kann wieder Sport treiben, was 24 Jahre nicht mehr möglich war; insbesondere kann sie wieder treppab gehen, Skilanglaufen, Bergwandern, Schwimmen usw. Nach eigenen Angaben joggt sie nun regelmäßig täglich eine halbe Stunde!
Diskussion:
Typisches Beispiel für mein Postulat:
Bakterien waren im Körper im Gleichgewicht mit dem Immunsystem; von diesem wurden sie in Schach gehalten.
Durch den Unfall kam es zu einer Erschütterung ihres Immunsystems und zu einer überschiessenden Vermehrung von bereits in ihrem Körper vorhandenen Bakterien (Bakterien können sich bei einer Temperatur von 37 bis 38 Grad Celsius theoretisch alle 17 Minuten verdoppeln, d. h. es können aus einem Bakterium innerhalb von 24 Stunden bis zu 50 Millionen Bakterien mit all ihren toxischen Abfallprodukten entstehen). Im Verlauf der weiteren Jahre kam es also nicht nur am Ort des Unfallgeschehens, sondern auch im Bereich anderer Körperregionen zu einer entzündlich bakteriellen Besiedelung und zu entzündlichen Veränderungen im cerebralen Bereich des Gerhörorganes (daher Tinnitus, Summen, Brummen, Pfeifen im Ohr). Es kam auch zu Nervenwurzelreizungen im HWS-, LWS- und Kreuzbeinbereich.
Nach eigenen Angaben fühlt sich die Patientin heute mit 45 Jahren so, als ob sie 30 Jahre alt wäre und sie fühlte sich mit 30 Jahren so, als ob sie 50 gewesen wäre.
Februar 1998