Arthrose oder so ähnlich?

Hallo,

ich habe mal eine Frage, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann.

Ich habe seit vielen Jahren Beschwerden im rechten Fußgelenkknochen. Meiner Meinung sind diese ausgelöst worden durch einen „Unfall“. Ich bin einmal von einem 1/2-meter hohen Bordstein abgerutscht und hatte mir den Fuß heftig umgeknickt. Nach ein paar Spritzen und einer Bandage, die ich einige Wochen getragen hatte, hatte sich der Zustand so weit gebessert, dass ich eigentlich längere Zeit keine Probleme mehr damit hatte. Allerdings ist die Sache nie ganz weg gewesen. Seit ca. 3 Jahren nahmen die Schmerzen wieder zu und ich habe mich wieder in die Behandlung eines Orthopäden begeben. Als ich ihm die Geschichte erzählte, meinte er, der Unfall wäre eher nebensächlich, es handele sich um Arthrose wegen einer dauernden Fußfehlstellung. Zur weiteren Abklärung hat er mich dann noch durch den CT gejagt. Der Röntgenarzt, der ja auch noch sein Patientengespräch abrechnen will, sah sich ohne Kenntnis der Vorgeschichte die Aufnahmen an und sagte mir auf den Kopf zu: „Hatten Sie mal einen Unfall?“ Das fand ich recht bemerkenswert. Ich hatte den Eindruck, dass der Röntgenologe mehr Ahnung hatte als der behandelnde Arzt.
Ich habe dann Einlagen bekommen, die das Problem zwar lindern aber nicht vollends lösen. Ca. alle 12 Monate wird dann wieder neu geguckt und angepasst.

Meine Frage nach eurer Einschätzung:

Könnte mein Eidruck von der Qualität des Orthopäden richtig sein oder tue ich ihm mit einer negativen Einschätzung Unrecht?
Eigentlich verliere ich nicht so gern und so schnell mein Vertrauen zu einem Arzt.
Sollte ich trotzdem mal den Arzt wechseln?
Wenn es sich, wovon ich ausgehe, um Arthrose handelt: Gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten, als Einlagen zu verordnen oder womöglich dauerhaft Schmerzmittel zu nehmen?

Ich weiß, dass es schwierig bis unmöglich ist, Ferndiagnosen zu stellen. Trotzdem würde mich euere Meinung interessieren.

Danke vorab und Gruß Holger

hallo holger,

wie du schon sagst, schwere fragen hast du…

ich kann nur für mich sprechen - habe in den füssen auch athrose.
ich nehme diclofinac - die dosis habe ich praktisch selbst ausgetestet.
50 mg waren zu wenig, 2 mal 50 mg am tag zuviel, also im normalfall nehem ich 75 mg am tag, nur bei besonderer belastung mehr.
allerdings war es bei mirso eine sache - angangs halfen nur 50 mg gut, nach aber 1 monat kamen starke schmerzen zurück. es war dann eine weile ein hin und her, aber nun bin ich wohl richtig eingestellt.

ich weiss nun nicht wie es dir so geht mit den schmerzen, nach meiner eigenen erfahrung werden diese dann nach und nach immer unerträglicher bis man nichtmal mehr laufen kann, nichtmal kürzeste strecken.

ich habe übrigens über ein jahr gebraucht bis ich eine sichere diagnose hatte - weil verdacht auf rheuma und weiss ich was alles - ultraschall, röntgen, blutabnahmen und weiss der himmel was - bei versch. ärzten.
auch die nerven wurden geprüft auf ihre funktion, die wirbelsäule und sonst sollten wohl alle möglichen einflussgebenden varianten ausge- schlossen sein, denn schliesslich könnten auch mehrere funktions- störungen vorliegen.
es scheint also nicht so einfach und nicht so klar diganostizierbar zu sein - wegen der ähnlichkeiten zu anderen möglichen erkrankungen wohl.

wenn du keine schmerzmittel bekommst stellt sich hier auch die frage, ob du denn dem doc vermittelt hast, wie stark die schmerzen sind und in welcher weise sie auftreten. (z.b auch bei nichtbelastung)

ich bin nun kein profi -weit weg davon - meine aber, das die schmerzmittel auch eine entzündungshemmende wirkung haben und das ist wohl nicht ganz unwichtig in dem zusammenhang. deshalb ists wohl auch wichtig diese medikamente dann regelmässig zu nehmen.

übrigens ging es bei mir erst richtig voran als ich zu einem rheumatoglogen gegangen bin, der das alles koordiniert hat.

LG
nina

Hallo Holger,
vielleicht kannst du hier etwas mit anfangen?
Gruß
Rolf
p.s.:smiley:as habe ich auf der Webseite von Dr.Hellenthal gefunden:

Warum nicht Kniegelenksprobleme, die nach einem Unfall aufgetreten sind und noch nach zig Jahren bestehen, warum nicht diese zuerst vor evtl. empfohlener Operation versuchsweise langfristig hochdosiert antibiotisch und immunomodulatorisch therapieren?

Fallbeschreibung

Eine Patientin hatte mit 15 Jahren einen Skiunfall: ihre Knie waren damals bezogen auf Ihren Oberkörper – nach eigenen Angaben – um 180o gegeneinander verschoben – sie litt unter stärksten Kniegelenksschmerzen; Abwärtsgehen war fast unmöglich; chirurgischerseits wurde ihr nach Röntgenaufnahmen mitgeteilt, eine Kniegelenksfraktur sei nicht vorhanden. Als die Probleme auch noch nach 10 Jahren in ähnlicher Form weiterbestanden, hausärztliche Therapien nicht erfolgreich waren, suchte sie einen auswärtigen Orthopäden auf. Dieser empfahl ihr nach Anfertigung von Röntgenbildern und nach einer Arthroskopie auf dem linken, stärker betroffenen Kniegelenk eine Kniegelenks-OP; er teilte ihr mit, ihre Kniescheiben seien beidseits zerschmettert. Ein guter alter Hausarzt meinte jedoch hierzu: Schieben Sie die OP der Kniegelenke so lang wie möglich hinaus; sie kriegen ansonsten später noch schlimmere Probleme, als Sie jetzt bereits haben. Im Laufe der weiteren Jahre verschlimmerten sich jedoch ihre Kniegelenksprobleme; zu diesen chronischen Kniegelenksschmerzen gesellten sich noch weitere andere Probleme hinzu. Es kam zu einem sogenannten Schulter-Arm-Syndrom linksseitig, mit von der Halswirbelsäule ausstrahlenden Schmerzen in das linke Schulterarmgelenk und bis in die Finger der linken Hand; weitestgehend bestand subjektiv kein Gefühl mehr im kleinen Finger, im Ringfinger und Mittelfinger der linken Hand. Es kam damals erst nach Wochen unter einem Antirheumatikum zu einer langsamen Verbesserung dieser Missempfindungen. Ihr Magen jedoch vertrug diese Antirheumatika nicht. In den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu Rückfällen und auch zu stärksten Schmerzen im Lendenwirbelbereich und zu immer wieder neu auftretenden Magenschmerzen (wahrscheinlich durch die Einnahme von Antirheumatika bedingt). Das Leben erschien oft unerträglich. Mit 30 Jahren gesellten sich zu diesen Problemen Migränekopfschmerzen, die alle zwei Monate mit zwei- bis dreitägiger Dauer, verbunden mit übelsten Kopfschmerzen und häufigem Brechreiz auftraten.

Im Laufe der weiteren Zeit verschlechterten sich ihre o. g. Symptome; es gesellten sich weitere hinzu, z. B. häufiges nächtliches Wasserlassen, Nasen-Nebenhöhlen-Probleme, verstopfte Nase, Zahnwurzelschmerzen und Unterleibsschmerzen. Zu all diesem verschlimmerten sich noch ihre Kniegelenksprobleme, ohne dass irgendeine Therapie eine nennenswerte Besserung gebracht hätte. Dann erfolgte mit 39 Jahren beginnend – mit Unterbrechungen – bis zum Alter von 42 Jahren eine hochdosierte langfristige antibiotische und immunomodulatorische Therapie; sukzessive Besserung aller o. g. Probleme; mittlerweile fast keine Kopfschmerzen und Kniegelenksprobleme mehr. Die Patientin kann wieder Sport treiben, was 24 Jahre nicht mehr möglich war; insbesondere kann sie wieder treppab gehen, Skilanglaufen, Bergwandern, Schwimmen usw. Nach eigenen Angaben joggt sie nun regelmäßig täglich eine halbe Stunde!

Diskussion:

Typisches Beispiel für mein Postulat:

Bakterien waren im Körper im Gleichgewicht mit dem Immunsystem; von diesem wurden sie in Schach gehalten.
Durch den Unfall kam es zu einer Erschütterung ihres Immunsystems und zu einer überschiessenden Vermehrung von bereits in ihrem Körper vorhandenen Bakterien (Bakterien können sich bei einer Temperatur von 37 bis 38 Grad Celsius theoretisch alle 17 Minuten verdoppeln, d. h. es können aus einem Bakterium innerhalb von 24 Stunden bis zu 50 Millionen Bakterien mit all ihren toxischen Abfallprodukten entstehen). Im Verlauf der weiteren Jahre kam es also nicht nur am Ort des Unfallgeschehens, sondern auch im Bereich anderer Körperregionen zu einer entzündlich bakteriellen Besiedelung und zu entzündlichen Veränderungen im cerebralen Bereich des Gerhörorganes (daher Tinnitus, Summen, Brummen, Pfeifen im Ohr). Es kam auch zu Nervenwurzelreizungen im HWS-, LWS- und Kreuzbeinbereich.
Nach eigenen Angaben fühlt sich die Patientin heute mit 45 Jahren so, als ob sie 30 Jahre alt wäre und sie fühlte sich mit 30 Jahren so, als ob sie 50 gewesen wäre.

Februar 1998

Hallo,

der gute Rolf hat mal eine völlig neue Idee: ein Antibiotika, egal welcher, Hauptsache viel und lange eingenommen, das heilt auch die Schlechtigkeit der Menschheit…
Ach Rolf…
Der Arthrose gute Besserung
wünscht synapse

Dankeschön für die Antworten! owT