Wespenstich in den Mund oder Kehlkopf

Hallo,

ich hätte mal eine Frage: was macht man am besten, wenn man eine Wespe „verschluckt“, wenn die Wespe entweder

a) einen in den Mund sticht

b) schon tiefer ist, einen also in den Kehlkopf sticht

unter der Voraussetzung mal, das man keine Allergie auf Wespengift hat und man alleine ist …

Ich wüsste gar nicht, wenn mir das passieren sollte, was ich dann am ehesten machen sollte …

Ist ein Stich in den Mund schon lebensbedrohlich? Was macht man da?

Ist ein Stich in den Kehlkopf zwangsläufig lebensbedrohlich, wenn der z.B. durch den Stich zuschwillt? Was tut man dann, wenn man idiotischerweise auch noch alleine zuhause oder unterwegs ist?

Danke.
Christina

Hallo,

ich hätte mal eine Frage: was macht man am besten, wenn man
eine Wespe „verschluckt“, wenn die Wespe entweder

a) einen in den Mund sticht

b) schon tiefer ist, einen also in den Kehlkopf sticht

ruhig bleiben, kühlen (Eiswürfel lutschen zB) und sofort zum Arzt.

Google mit Wespenstich Mund:
http://www.apotheker.or.at/Internet/OEAK/NewsPresse_…
http://www.praxis-lexikon.de/diy/diy-bauplan/w/wespe…
http://www.zahnarztpraxis-dr-wuerfel.de/hilfe_zur_se…
/t/notruf-taetigen-wenn-jemand-wespe-im-mund-hat/358…
http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktiv/reisemed…
(nur die ersten von 850 Treffern)

Grüße,
Sue

b) schon tiefer ist, einen also in den Kehlkopf sticht

ruhig bleiben, kühlen (Eiswürfel lutschen zB) und sofort zum
Arzt.

Servus Sue,
‚sofort zu Arzt‘ kann viel bedeuten. ‚Notarzt rufen‘ heißt: Blaulicht, Sirene - maximale Geschwindigkeit, optimale Versorgungschance. Wenn eine/r meiner Angehörigen von einem solchen Insektenstich betroffen wäre, würde ICH die Notrufnummer wählen und es nicht darauf ankommen lassen.

Kai

Wenn Erstickung droht, das untere Ende vom Kugelschreiber von Außen in die Luftröhre rammen.
Hab ich mal irgendwo gelesen, weiß nicht, ob ich das könnte.
Gruß
Rolf

Auf gar keinen Fall mit Kuli hantieren!!!
Servus,

Wenn Erstickung droht, das untere Ende vom Kugelschreiber von
Außen in die Luftröhre rammen.

Das gibt’s doch nicht, dass hier solche Wildwestmedizin verbreitet wird.

  1. Wo genau willst du denn den Kuli reinrammen? Irgendwo in den Hals?
  2. Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß bei halbwegs passender Stelle z.B. die
    Schilddrüse zu treffen - das gibt dann ne echte Schweinerei, wenn die blutet.
  3. Schau dir mal den lichten Durchmesser eines Kulis an - da kommt doch nix
    durch! Versuch da mal, durchzuatmen, du wirst recht schnell blau (oder rot, je
    nach dem) anlaufen.

Hab ich mal irgendwo gelesen, weiß nicht, ob ich das könnte.

Mit Verlaub: Tipps, die man „irgendwo gelesen“ hat, sollte man nicht ungeprüft
in ein Medizinforum schreiben.

Zu dem anderen Problem mit „schnellstens zum Arzt“: Wir haben hier in
Deutschland eines der weltbesten Rettungsdienstsysteme. Mit einem Anruf bei der
Rettungsleitstelle bekommst du einen Rettungswagen mit allem medizinischen und
sonstigen Schnickschnack in durchschnittl. weniger als 10 Minuten vor Ort.

Ich kann nicht begreifen, wieso jemand einen lebensbedrohlich Verunfallten /
Kranken / sonstwie Hilfsbedürftigen mit dem eigenen Pkw zu einem Arzt fahren
will. Das dauert wesentlich länger, adäquate Versorgung ist in dieser Zeit
nicht möglich - und dann ist noch die Frage, ob du überhaupt den richtigen Arzt
bzw das richtige Krankenhaus erwischt hast.

Grüße, Simon

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Wenn Erstickung droht, das untere Ende vom Kugelschreiber von
Außen in die Luftröhre rammen.
Hab ich mal irgendwo gelesen, weiß nicht, ob ich das könnte.
Gruß
Rolf

Schade eigentlich, Du solltest es vielleicht mal irgendwo probieren. Dann kämst Du wenigstens einigermaßen sicher in den Knast, während solche gaga-Postings völlig ungestraft möglich sind.

Kai

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Hallo Simon,
klar ist das Wildwest Medizin, die aber in Notsituationen schon mal notwendig wird, wenn man sich z.B. im wilden Westen befindet.

  1. Wo genau willst du denn den Kuli reinrammen? Irgendwo in
    den Hals?

Erstmal will ich gar nichts und jetzt schon gar keinen Crashkurs dafür machen.Damit es hier keine Mißverständnisse gibt, habe ich unter Luftröhrenschnitt bei Wikipedia Folgendes gefunden:
"Ein Luftröhrenschnitt ist eine Operation in der Intensivmedizin. Dadurch kann der Patient über eine längere Zeit unter Umgehung der natürlichen Atemwege (Mund, Nase, Kehlkopf) atmen oder beatmet werden. Diese Tracheotomie dient der langfristigen Sicherung der Atmung. Bei der Tracheotomie wird die Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes eröffnet.

Als Luftröhrenschnitt wird auch eine lebensrettende Maßnahme in der Notfallmedizin, die Koniotomie, verstanden. Diese wird bei einer Verlegung der oberen Atemwege mit der Unmöglichkeit der Intubation als Mittel der letzten Wahl durchgeführt, um den Patienten vor dem Ersticken zu bewahren. Dabei wird die Membran (Ligamentum conicum) zwischen Ringknorpel und Schildknorpel des Kehlkopfes horizontal durchtrennt oder mit einer Kanüle punktiert.
(Das ist jetzt der Moment für die Kugelschreiberspitze, falls Du ganz zufällig keine Kanüle dabei hast)
Beide Verfahren sind ärztliche bzw. notärztliche Eingriffe und auf keinen Fall Maßnahmen des Ersthelfers im Rahmen der Ersten Hilfe. Die richtigen Maßnahmen, die im Falle einer Atemwegsverlegung durchzuführen sind, werden im Artikel Verschlucken beschrieben, sie sollten in einem Erste-Hilfe-Kurs bei einer Hilfsorganisation erlernt werden."

Und wenn man kein Messer zur Hand hat, könnte man die Kugelschreiberspitze nehmen, um das Loch zu machen.
Mehr wollte ich nicht sagen.
Ach, ja! Und Kinder, macht das nicht zuhause !!
Simon?!
Du auch nicht!

  1. Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß bei halbwegs
    passender Stelle z.B. die
    Schilddrüse zu treffen - das gibt dann ne echte Schweinerei,
    wenn die blutet.

Ein sauberer Tod, ohne Blutflecken, ist zweifelos besser als ein Tod mit Blutflecken.

  1. Schau dir mal den lichten Durchmesser eines Kulis an - da
    kommt doch nix
    durch! Versuch da mal, durchzuatmen, du wirst recht schnell
    blau (oder rot, je
    nach dem) anlaufen.

Damit sollst Du auch nur erstmal das Loch machen und dann von mir aus das obere Ende des Kulis zum atmen nehmen.

Hab ich mal irgendwo gelesen, weiß nicht, ob ich das könnte.

Mit Verlaub: Tipps, die man „irgendwo gelesen“ hat, sollte man
nicht ungeprüft
in ein Medizinforum schreiben.

Ich habe in diesem Falle anscheinend deine Intelligenz überschätzt und nicht damit gerechnet, daß Du so leichtgläubig bist und das gleich nachmachen möchtest.
Ich dachte, daß jeder sich schon seinen Teil dabei denkt, wenn ich schreibe, daß ich das mal irgendwo in einem Survivalbuch gelesen habe.
Für Dich ist es aber unter diesen Umständen in diesem Forum echt gefährlich.

Zu dem anderen Problem mit „schnellstens zum Arzt“: Wir haben
hier in
Deutschland eines der weltbesten Rettungsdienstsysteme. Mit
einem Anruf bei der
Rettungsleitstelle bekommst du einen Rettungswagen mit allem
medizinischen und
sonstigen Schnickschnack in durchschnittl. weniger als 10
Minuten vor Ort.

Das ist die Propagandaversion, die nicht erwähnt, daß es eine Lobby bei den Rettungsdiensten gibt und da wird nicht immer der schnellste oder der nächste genommen.
Manchmal kloppen die sich sogar um die lukrative Fuhre am Unfallort.

Ich kann nicht begreifen, wieso jemand einen lebensbedrohlich
Verunfallten /
Kranken / sonstwie Hilfsbedürftigen mit dem eigenen Pkw zu
einem Arzt fahren
will. Das dauert wesentlich länger, adäquate Versorgung ist in
dieser Zeit
nicht möglich - und dann ist noch die Frage, ob du überhaupt
den richtigen Arzt
bzw das richtige Krankenhaus erwischt hast.

Sorry, aber Du machst auf mich so einen richtig naiven Eindruck.
Alles ist gut und schön und bloß nicht selber zum Arzt oder Krankenhaus fahren.
Kannst du mir mal erklären, warum es mit einem Rettungswagen schneller gehen soll, wenn man erstmal 5 Minuten darauf warten muß?
In dieser Zeit ist auch keine adäquate Versorgung möglich.
Bei 5 Minuten ohne Luft ist eine Wiederbelebung schwierig.
Da kann man doch nicht mit ruhigem Gewissen auf den Rettungswagen warten! Jeder durchschnittliche PKW ist außerdem in Beschleunigung und Endgeschwindigkeit wesentlich schneller als so ein Rettungswagen.
Volle Krankenhäuser, die den Patienten abweisen, kommen in deiner Märchenwelt anscheinend auch nicht vor.
Gruß
Rolf

Hi Rolf!

Kannst du mir mal erklären, warum es mit einem Rettungswagen
schneller gehen soll, wenn man erstmal 5 Minuten darauf warten
muß?

Vergleich doch mal die normale Rettungskette mit deiner Version:
a) Rettungskette:

  • Laien vor Ort können schon mal erste-Hilfe leisten
  • RTW trifft ein, setzt die Maßnahmen fort und erweitert sie
  • Fahrt ins Krankenhaus, währenddessen weiterhin Versorgung des Pat.
  • Ankunft im Krankenhaus, Pat. ist vom Notarzt schon mal notdürftig versorgt, sodaß im Krankenhaus anschließende Maßnahmen möglich sind ohne Zeitverlust

b) deine Version:

  • Laien führen keine Erste-Hilfe aus, da sie damit bemüht sind, den Pat. ins PKW zu hebeln
  • Fahrt ins Krankenhaus OHNE medizinische Betreuung des Pat. währenddessen
  • die Fahrt dauert länger, weil Verkehr mitsamt roten Ampeln (!!!) beachtet werden muß
  • Ankunft im Krankenhaus, dort müssen erst die Basismaßnahmen gemacht werden --> erneuter Zeitverlust

Jeder durchschnittliche PKW ist außerdem
in Beschleunigung und Endgeschwindigkeit wesentlich schneller
als so ein Rettungswagen.

Das bezweifle ich :wink:

  1. RTWs haben mit Sirene und ihrem blauen Lämpchen eher die Chance auf Vorfahrt bzw. daß andere PKWs Platz machen :wink:
    Mit PKW hast du diese Möglichkeit nicht.
  2. Die RTW-Fahrer sind in Krisensituationen wesentlich routinierter. Sie bleiben während solchen Notfahrten wesentlich ruhiger als ein Laie, der zusätzlich zur Stresssituation auch noch mehr auf Verkehr achten muß (siehe Punkt eins).
    Die Chance, bei einer solchen Raserei mit dem PKW einen Unfall zu bauen, ist ernorm erhöht und bringt weder dem Pat. was noch dem Fahrer.

Volle Krankenhäuser, die den Patienten abweisen, kommen in
deiner Märchenwelt anscheinend auch nicht vor.

Ein Krankenhaus kann sich abmelden bei der Rettungsstelle, wenn es sämtliche Intensivbetten besetzt hat. Dann ist dieses Krankenhaus schon vor dem Einsatz als ungeeignet bekannt. Kleinere Fälle wird es aber durchaus behandeln können. Größere bzw. schwierigere Fälle werden sowieso praktisch immer telefonisch vom RTW angekündigt, sodaß auch da schon frühzeitig klar werden kann, welches Krankenhaus nicht angefahren werden sollte.

Gruß,
Sharon

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Hallo Sharon,
Du hast bestimmt recht, wenn es sich um eine Großstadt mit Berufsverkehr handelt, aber sonst ist man mit jedem PKW schneller.
Aber das ist jetzt müßig, darüber zu diskutieren.
Wenn jemand sein Bein gebrochen hat, würde ich auf jeden fall auf den Rettungswagen warten.
Wenn aber jemand zu ersticken droht, weil er sich verschluckt hat oder von einer Wespe gestochen wurde, würde ich ihn sofort zum Krankenhaus fahren.Vielleicht auch noch, wenn der Patient zu verbluten droht z.B.bei einer Schlagaderverletzung.Ich würde natürlich vorher den Patienten fragen, ob er statt dessen lieber auf den Krankenwagen warten möchte.
Vielleicht können wir uns darauf einigen?
Gruß
Rolf

Hallo Rolf,

klar ist das Wildwest Medizin, die aber in Notsituationen
schon mal notwendig wird,

Wie du gleich sehen wirst, wird sie nicht notwendig.

Damit es hier keine Mißverständnisse
gibt, habe ich unter Luftröhrenschnitt bei Wikipedia Folgendes
gefunden:

Ist mir alles hinreichend bekannt, danke. Aber vielleicht liest du es nochmal
durch.

Als Luftröhrenschnitt wird auch eine lebensrettende Maßnahme
in der Notfallmedizin, die Koniotomie, verstanden.

Das Stichwort heisst hier: Notfallmedizin! Das kannst du ohne ärztliche
Ausbildung und entsprechendes Material nicht leisten.

Dabei wird die
Membran (Ligamentum conicum) zwischen Ringknorpel und
Schildknorpel des Kehlkopfes horizontal durchtrennt oder mit
einer Kanüle punktiert.

Ja, nicht weit weg von der Schilddrüse, und diversen anderen Gefäßen. Nicht
ohne Risiko für den Patienten und für den, der da ohne Ahnung rumschnippelt.

(Das ist jetzt der Moment für die Kugelschreiberspitze, falls
Du ganz zufällig keine Kanüle dabei hast)

Schrecklicher Gedanke.

Beide Verfahren sind ärztliche bzw. notärztliche Eingriffe

Richtig, das sagte ich doch. Warum erzählst du _mir_ das?

und auf keinen Fall Maßnahmen des Ersthelfers im Rahmen der
Ersten Hilfe.

Aha. Es ist also auf keinen Fall eine Maßnahme, die du als Elektro-Ing.
durchführen solltest und darfst.

Und wenn man kein Messer zur Hand hat, könnte man die
Kugelschreiberspitze nehmen, um das Loch zu machen.

Eine Kugelschreiberspitze ist u.a. deutlich weniger scharf als eine
Koniotomienadel.

Ach, ja! Und Kinder, macht das nicht zuhause !!

Guter Hinweis.

Simon?!
Du auch nicht!

Im Gegensatz zu dir bin ich einschlägig vor- und ausgebildet. Hinweise dieser
Art sind nicht nötig.

Ein sauberer Tod, ohne Blutflecken, ist zweifelos besser als
ein Tod mit Blutflecken.

Ich frage mich, wie du an einem blutüberströmten Kehlkopf irgendwas finden
willst, woran du deine pseudomedizinischen Dinge durchführen willst. Davon
abgesehen, wenn du die Luftröhre dann auch mal treffen würdest, würde ggf. Blut
in die Luftröhre laufen, was auch nicht ganz witzig ist.

Damit sollst Du auch nur erstmal das Loch machen und dann von
mir aus das obere Ende des Kulis zum atmen nehmen.

Hm. Stell ich mir grad mal vor.

Ich habe in diesem Falle anscheinend deine Intelligenz
überschätzt und nicht damit gerechnet, daß Du so leichtgläubig
bist und das gleich nachmachen möchtest.

Ich will keine Koniotomie „nachmachen“, da hast du mich wohl falsch verstanden.
Ich wollte allerdings vor gefährlichem Unfug warnen, den du verbreitest.

Ich dachte, daß jeder sich schon seinen Teil dabei denkt, wenn
ich schreibe, daß ich das mal irgendwo in einem Survivalbuch
gelesen habe.

Von „Survival“ war in deinem ersten Posting nicht die Rede. Davon abgesehen,
denkt sich der überwiegende Teil des Forums wohl tatsächlich seinen Teil bei
solcherart Hinweisen. Manche allerdings nicht, die verbreiten es dann wieder
als Halbwahrheit weiter.

Für Dich ist es aber unter diesen Umständen in diesem Forum
echt gefährlich.

Wie für jeden anderen Patienten auch, der derart mit dem Kuli mißhandelt wird.

Zu dem anderen Problem mit „schnellstens zum Arzt“: Wir haben

Das traf eigentlich nicht dein Posting, sondern das von Sue. Du brauchst dich
nicht angegriffen fühlen, falls das der Fall sein sollte.

Das ist die Propagandaversion,

Sorry, das ist die Realität.

die nicht erwähnt, daß es eine Lobby bei den Rettungsdiensten gibt
und da wird nicht immer der schnellste oder der nächste genommen.

Das halte ich für Einzelfälle. Die Sache ist die: Die Anfahrtszeiten der
jeweiligen Rettungsdienstfahrzeuge werden genau protokolliert. Wenn die
gesetzlich einzuhaltende Hilfsfrist nicht eingehalten wird, entstehen den
Rettungsdienstträgern gewisse Probleme daraus. Deswegen werden die
Leitstellendisponenten solche Spirenzchen nicht allzuoft durchführen können.

Manchmal kloppen die sich sogar um die lukrative Fuhre am
Unfallort.

Du beschreibst hier Probleme, die es in der Anfangszeit des organisierten
Rettungsdienstes in D gab.

Kannst du mir mal erklären, warum es mit einem Rettungswagen
schneller gehen soll, wenn man erstmal 5 Minuten darauf warten
muß?

Sharon hat hier ja schon ausführlich geantwortet. Deshalb nur ein paar
Ergänzungen zu ihrem Posting:

In dieser Zeit ist auch keine adäquate Versorgung möglich.
Bei 5 Minuten ohne Luft ist eine Wiederbelebung schwierig.

Soweit ohne Zweifel richtig.

Da kann man doch nicht mit ruhigem Gewissen auf den
Rettungswagen warten!

Sollte man aber wirklich, auch wenn’s schwerfällt. Alles andere ist blinder
Aktionismus, macht die Sache wesentlich komplizierer und sorgt nicht für
schnellere Hilfe.

Jeder durchschnittliche PKW ist außerdem in Beschleunigung
und Endgeschwindigkeit wesentlich schneller als so ein Rettungswagen.

Beschleunigung ist bei den heutigen hochmotorisierten RTW kein Thema. Die
Endgeschwindigkeit spielt im Stadtverkehr keine Rolle.
Davon abgesehen, kommt der Notarzt je nach Rettungsdienststruktur auch im PKW
(Rendesvous-System), was dein Argument entkräftet. Manchmal kommt er sogar per
Hubschrauber…

Volle Krankenhäuser, die den Patienten abweisen, kommen in
deiner Märchenwelt anscheinend auch nicht vor.

Als Selbsteinweiser hast du in so einem Fall schlechte Karten. Eben darum
sollte man mit dem Rettungsdienst ins KH eingeliefert werden. Die wissen
nämlich, welches KH gerade aufnehmen kann.

Grüße, Simon

Hi!

Ich setze mal beides zusammen:

aber sonst ist man mit jedem PKW schneller.

und:

Wenn jemand sein Bein gebrochen hat, würde ich auf jeden fall
auf den Rettungswagen warten.

Siehst du den RTW nur als Transportmittel, dann hast du sicher recht: jeder Un- oder Notfall ist mit dem Auto besser bedient…

Bloß:
Ein RTW ist nicht nur reiner Transport! Zum einen bietet der RTW Mittel zur fachgerechten Erstversorgung und auch mehr(!) helfende Personen, die zudem auch fachlich ausgebildet sind!

Wenn aber jemand zu ersticken droht, weil er sich verschluckt
hat oder von einer Wespe gestochen wurde, würde ich ihn sofort
zum Krankenhaus fahren.Vielleicht auch noch, wenn der Patient
zu verbluten droht z.B.bei einer Schlagaderverletzung.

Ja, aber der Pat. hat dann die besten Chancen, neben dir zu versterben! Wie willst du denn bloß erste-Hilfe-Maßnahmen wie eine Mund-zu-Mund-Beatmung, eine Herzmassage durchführen oder meinetwegen die blutende Arterie abklemmen - wenn du gerade ein Auto steuerst???

Du kannst, wenn du selber fährst, NICHTS für diesen Pat. tun - im Gegensatz dazu kannst du aber sehr viel tun, während du auf das Eintreffen des RTW wartest - und in welcher der beiden Situationen hat der Pat. die größere Chance zu überleben? Und dies ohne größeren Schaden?

Ich würde natürlich vorher den Patienten fragen, ob er statt
dessen lieber auf den Krankenwagen warten möchte.
Vielleicht können wir uns darauf einigen?

Nur, wenn der Pat. durch seine Verletzung oder Krankheit vital nicht bedroht ist - oder dies innerhalb der nächsten Minuten werden könnte. Allerdings glaube ich nicht, daß dies ein Laie einschätzen kann, sorry…

Gruß,
Sharon

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Hallo Christina,

Zu dem Thema findest du hier im Archiv einiges, z.B.:
/t/notfall-verhalten-bei-wespenstich-im-rachen/2418810
/t/notruf-taetigen-wenn-jemand-wespe-im-mund-hat/358…
/t/atemspende/1455426

a) einen in den Mund sticht

b) schon tiefer ist, einen also in den Kehlkopf sticht

unter der Voraussetzung mal, das man keine Allergie auf
Wespengift hat und man alleine ist …

Im Zweifelsfall sowie bei b) sofort Eis und 112 (bzw. je nach Region auch
19222) rufen.

Ist ein Stich in den Mund schon lebensbedrohlich?

Kommt sehr drauf an

Was macht man da?

Steht in den Links, die ich oben erwähnt hab.

Was tut man dann, wenn man idiotischerweise auch noch alleine zuhause oder
unterwegs ist?

Eis und 112. Und ggf. auch schonmal die Wohnungstür auf.

Grüße, Simon

Hallo Sharon

Bloß:
Ein RTW ist nicht nur reiner Transport! Zum einen bietet der
RTW Mittel zur fachgerechten Erstversorgung und auch mehr(!)
helfende Personen, die zudem auch fachlich ausgebildet sind!

Da hast du natürlich Recht, wenn sie denn rechtzeitig kommen.

Wenn aber jemand zu ersticken droht, weil er sich verschluckt
hat oder von einer Wespe gestochen wurde, würde ich ihn sofort
zum Krankenhaus fahren.Vielleicht auch noch, wenn der Patient
zu verbluten droht z.B.bei einer Schlagaderverletzung.

Ja, aber der Pat. hat dann die besten Chancen, neben dir zu
versterben!

Eine Notversorgung würde ich natürlich erstmal machen wie Ruhigstellen des Bruches oder Abbinden des Gliedmasses.

Wie willst du denn bloß erste-Hilfe-Maßnahmen wie
eine Mund-zu-Mund-Beatmung, eine Herzmassage durchführen oder
meinetwegen die blutende Arterie abklemmen - wenn du gerade
ein Auto steuerst???

Das muß man natürlich vorher machen.
Alleine würde ich das wahrscheinlich auch nicht machen, sondern noch jemanden mitnehmen.
Es geht jetzt nur darum , daß der Krankenwagen nicht oder spät kommt.
Wenn der nach den Erstehilfemaßnahmen gleich da ist, ist die Sache ja klar.

Du kannst, wenn du selber fährst, NICHTS für diesen Pat. tun -
im Gegensatz dazu kannst du aber sehr viel tun, während du auf
das Eintreffen des RTW wartest - und in welcher der beiden
Situationen hat der Pat. die größere Chance zu überleben? Und
dies ohne größeren Schaden?

Wenn er sich verschluckt hat, wird er nicht auf den Rettungswagen warten wollen, nehme ich mal an.
Wie ich schon sagte, ist diese Diskussion müssig.
Jeder muß für sich entscheiden , was er in der entsprechenden Situation macht.

Nur, wenn der Pat. durch seine Verletzung oder Krankheit vital
nicht bedroht ist - oder dies innerhalb der nächsten Minuten
werden könnte. Allerdings glaube ich nicht, daß dies ein Laie
einschätzen kann, sorry…

Ich kenne einen Arzt, noch aus der Studienzeit , der absolut keinen Schimmer Ahnung, aber eine gutgehende Praxis hat.
Oder ist es möglich, daß man ohne studieren ein guter Arzt werden kann?
Die Achtung vor den Fähigkeiten der Ärzten ist bei mir anscheinend nicht ganz so ausgeprägt, wie bei Dir.
Gruß
Rolf

Nein, Rolf, NIE Notfall mit Auto transportieren!!!
Hi!

Da hast du natürlich Recht, wenn sie denn rechtzeitig kommen.

Warum sollten sie das nicht? Ich kapier immernoch nicht, wieso du glaubst, daß ein RTW erst nach einer halben Stunde oder länger kommt. In der BRD gibt es keine tausende Kilometer weite Sahara, wo man wochenlang auf Rettung warten muß. Selbst ländliche Gebiete sind relativ gut abgedeckt.

Eine Notversorgung würde ich natürlich erstmal machen wie
Ruhigstellen des Bruches oder Abbinden des Gliedmasses.

Wie willst du denn bloß erste-Hilfe-Maßnahmen wie
eine Mund-zu-Mund-Beatmung, eine Herzmassage durchführen oder
meinetwegen die blutende Arterie abklemmen - wenn du gerade
ein Auto steuerst???

Das muß man natürlich vorher machen.

Toll, meinetwegen schaffst du es, den Pat. wieder ins Leben zurückzurufen oder das Bein entsprechend zu versorgen (und bitte nicht abbinden!) - wer garantiert dir, daß sich der Zustand des Pat. unterwegs nicht (wieder) verschlechtert?!?
Selbst der Pat. der offensichtlich nach dem Unfall NUR ein Beinbruch hat - woher weißt du, daß er nicht auch ernsthafte innere Verletzungen hat??

Was willst du in dem Falle machen? Wieder anhalten, pat. aus dem Auto zerren, erneut versorgen, wieder ins Auto zerren, weiterfahren bis zur nächsten Unterbrechnung? Was meinst du, wie lange so eine Fahrt dauern würde? Und wie hoch ist die Chance, daß du den PAt. bei jedem erneuten Zwischenfall wieder stabilisieren kannst?
Hallo? Gehts noch???

Mal abgesehen von einem Aspekt, den ich noch nciht eingebracht habe: gewisse Erkrankungen bzw. Verletzungen erfordern bestimmte Lagerungen und/oder bestimmte Vorsichtsmaßnahmen (ich sag nur Stiff-Neck oder Vakuummatraze, die weitere oder neue Verletzungen WÄHREND DES TRANSPORTES verhindern) - diese Möglichkeiten hast du im Privat-Auto nicht!!!

Was du vorhast, ist gelinde gesagt leichtsinnig und gemeingefährlich!
Überdenke deine Meinung dazu nochmals bitte.

Gruß,
Sharon

Hallo Simon,
wie lange willst du denn jetzt noch auf diesem Thema drauf rumreiten?

Das Stichwort heisst hier: Notfallmedizin! Das kannst du ohne
ärztliche
Ausbildung und entsprechendes Material nicht leisten.

Das ist mir klar und sollte auch jedem anderen klar sein!
Das ein Kuli kein adäquates ärztliches Material ist,brauchst du mir nicht hundert mal zu erklären.
Aber wenn es auf Leben und Tod geht, gibt es für den Mutigen immer noch diese Variante.
Beispiel: Der Patient ist von einer Wespe gestochen und ist gerade ohnmächtig geworden, weil er keine Luft mehr bekommen hat.
Er droht in den nächsten Minuten zu sterben.
Was machst Du?
Den Notarzt rufen und hoffen, daß er wiederbelebt werden kann?
Wenn man dann auch noch irgendwo in der freien Natur ist, ist das doch der sichere Tod. Es sei denn,es kommt sofort ein Hubschrauber mit Wiederbelebungsausrüstung .
Andere Variante, Du versuchst tatsächlich einen Lufröhrenschnitt, wenn Du ein Messer dabei hast oder nimmst eben den leidigen Kuli.
Die erste Variante ist am einfachsten und bequemsten und es wird Dich keiner wegen unterlassener Hilfeleistung belangen.
Womöglich verklagt der Patient dich auch noch, wenn Du ihn so rettest.
Lieber auf Sicher gehen und auf den Rettungswagen warten.

Beide Verfahren sind ärztliche bzw. notärztliche Eingriffe

Richtig, das sagte ich doch. Warum erzählst du _mir_ das?

Weil ich das von Wikipedia kopiert habe!

Es ist also auf keinen Fall eine Maßnahme, die du als
Elektro-Ing.
durchführen solltest und darfst.

Man,man, echt, was soll denn das?
Willst du mich nicht verstehen? Nur weil Du immer in der Stadt lebst ist die Welt für dich die Stadt. Es gibt auch Leute, die auf dem Lande leben und es gibt auch noch andere Länder, wo es vielleicht weit und breit keinen Arzt gibt, geschweige einen Rettungswagen.
Das darfst Du aber nicht… echt lustig.

Eine Kugelschreiberspitze ist u.a. deutlich weniger scharf als
eine
Koniotomienadel.

Ich bin dafür, daß alle Kugelschreiber zurückgerufen und mit einer Koniotomienadel nachgerüstet werden.

Im Gegensatz zu dir bin ich einschlägig vor- und ausgebildet.
Hinweise dieser
Art sind nicht nötig.

Das war auch nicht ganz ernst gemeint.

Ich frage mich, wie du an einem blutüberströmten Kehlkopf
irgendwas finden
willst, woran du deine pseudomedizinischen Dinge durchführen
willst. Davon
abgesehen, wenn du die Luftröhre dann auch mal treffen
würdest, würde ggf. Blut
in die Luftröhre laufen, was auch nicht ganz witzig ist.

Lieber Simon, ich bin mir über die Gefährlichkeit einer solchen Operation im Klaren und glaube mir, ich hoffe, daß ich niemals in so einer Situation gelange, wo ich eine solche Entscheidung treffen muß.

Damit sollst Du auch nur erstmal das Loch machen und dann von
mir aus das obere Ende des Kulis zum atmen nehmen.

Hm. Stell ich mir grad mal vor.

Stell Dir lieber vor, wie du erstickst. Kennst du das?

Ich wollte allerdings vor gefährlichem Unfug warnen, den du
verbreitest.

Ich und wahrscheinlich alle anderen Teilnehmer hier, danken Dir unendlich dafür.Vielleicht sollte man in solchen Foren die Meinungsfreiheit ein bisschen einschränken, damit keiner in Zukunft wieder so einen Stuß verbreiten kann und Unruhe und Unsicherheit unter den Teilnehmern hervorruft.Oder nur noch Ärzte hier antworten lassen.

Von „Survival“ war in deinem ersten Posting nicht die Rede.

Ich habe die ganze Zeit von Ausnahmesituationen geredet, ist es da so verwunderlich, daß das in einem Survival-Buch stand und nicht in der Fibel „Erste Hilfe am Unfallort“?
Wenn Du möchtest, kann ich dir auch noch die Anleitung für Blinddarmoperationen und Zähneziehen unter einfachsten Bedingungen geben.

Davon abgesehen,
denkt sich der überwiegende Teil des Forums wohl tatsächlich
seinen Teil bei
solcherart Hinweisen. Manche allerdings nicht, die verbreiten
es dann wieder
als Halbwahrheit weiter.

Dazu fällt mir gar nichts ein. Oder vielleicht: Auf Kuba würde das nicht passieren, oder so.

Manchmal kloppen die sich sogar um die lukrative Fuhre am
Unfallort.

Du beschreibst hier Probleme, die es in der Anfangszeit des
organisierten
Rettungsdienstes in D gab.

Ich wohne schon lange nicht mehr in D und möchte das dann zurücknehmen.

Davon abgesehen, kommt der Notarzt je nach
Rettungsdienststruktur auch im PKW
(Rendesvous-System), was dein Argument entkräftet. Manchmal
kommt er sogar per
Hubschrauber…

Alles gut und schön, wenn das System funktioniert.

Als Selbsteinweiser hast du in so einem Fall schlechte Karten.
Eben darum
sollte man mit dem Rettungsdienst ins KH eingeliefert werden.
Die wissen
nämlich, welches KH gerade aufnehmen kann.

Ich habe auch schon von anderen Fällen gehört,wo Notfälle abgewiesen wurden. Aber Ausnahmen gibt es immer und fast überall.
Nur wenn man selber die Ausnahme ist, ist das nicht so angenehm
Gruß
Rolf

Ist schon gut Sharon ,
nur mit dem Rettungswagen, hab verstanden und Du hast mich sogar ein bisschen überzeugt.
Sonnige Grüße
Rolf

Hi,

ich schätze, wir sehen das aus zu verschiedenen Blickwinkeln und mit zu
unterschiedlichen Hintergründen, als dass wir auf einen Nenner kommen würden.
Buschmedizin ist nicht mein Fall und wird’s wohl auch nicht werden.

mfg Simon