Wechseljahresbeschwerden homöopathisch behandeln

Hallo,

wer kann mir Tipps geben für eine homöopathische oder alternative Behandlung von Wechseljahresbeschwerden? Mein Hauptproblem sind Blutungen, die nicht enden.

Ich bin 46 Jahre alt und habe nach einer Odyssee von Frauenärztin zu Frauenärztin langsam die Nase voll von: „Da nehmen Sie jetzt mal von dieser Pille (Femranette, zur Empfängnisverhütung) täglich 2, damit wir wieder einen richtigen Zyklus hinkriegen.“ und „Na, dann machen wir mal wieder eine Ausschabung- das geht jetzt ja so schön ambulant.“ Mein Eisenspeicherwert liegt bei 7 (normal ist 25 - 120) und ich habe das Gefühl, das interessiert nicht wirklich. Der Gipfel ist meine derzeitige Ärztin, die mir, obwohl meine Mutter an Brunstkrebs erkrankt ist, Cyclo-Östrogynal verschrieben hat. Im Beipackzettel ist erklärt, dass Brustkrebs unter der Einnahme des Medikamentes bei 5 Patientinnen mehr (als der Durchscbnitt) auftritt, als ohne Einnahme.

Weiß jemand Rat? Danke und Gruß, Angelika-Marie

Hi Angelika-Marie,

Weiß jemand Rat?

Ich kann nur sagen, was ich gemacht habe - denn bei mir waren 3 Wochen Blutungen pro Monat mit Abgang von hühnerlebergroßen geronnenen Blutklumpen „die Regel“.

Mein damaliger Frauenarzt meinte, das sei „normal“. Dann hab’ ich den gewechselt zu einem, der es wie ich auch nicht mehr als normal empfand. Mein Eisenwert war kaum noch messbar …

Drei Tage später lag ich im Krankenhaus und ich habe mit Jubel meine Gebärmutter der Tonne übergeben dürfen. Ich war nur happy - nie mehr diese Sch****. Endlich wieder lachen oder husten können, ohne eine Überschwemmung auszulösen und womöglich Barhocker, Bürosessel oder sonstige Möbelstücke zu versauen.

Mein volles Mitgefühl …
Gruß,
Anja

Hallo Anja, erstmal danke - darf ich fragen, wie alt Du bist? An eine Entfernung der Gebärmutter hatte der Arzt, der die letzte Ausschabung gemacht hat, auch schon gedacht, fand aber, ich sei noch zu „jung“. Gruß, Angelika-Marie

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Liebe Angelika-Marie

darf ich fragen, wie alt Du bist?

Klar: fast 52

An eine Entfernung der Gebärmutter hatte der Arzt, der die
letzte Ausschabung gemacht hat, auch schon gedacht, fand aber,
ich sei noch zu „jung“.

Ich war 47/48. Habe erwachsene Söhne. Also war dieses Ding und alles drumherum nur noch sinnlose Quälerei.

Gruß,
Anja

Na, das würde ja genau passen ;o) vielen Dank!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich kenne niemand, bei dem homeopathische Mittel bei
deinen Beschwerden wirklich geholfen haben (ob sie bei
den anderen Wechseljahresbeschwerden - Schweißausbrüche,
Gemütsschwankungen etc. - weiß ich nicht, bei mir jedenfalls
hat es nicht geholfen).

Allerdings hatte ich ähnliche Beschwerden wie du.
Inzwischen nehme ich „Livial“ (wirkstoff Tibolon), ein relativ
neues Produkt, mit dem viele Ärzte noch keine Erfahrungen
haben --> meine Blutungen hörten ziemlich schnell auf
und seither habe ich keinerlei Beschwerden mehr.
Ein Versuch vor einer Totaloperation wäre es wert.
Allerdings finde ich das Argument: du seist zu jung für die TO
blödsinnig - nur musst du dir bewusst sein, dass danach zwar
die Blutungen aufhören, aber andere Wechseljahresbeschwerden
umso heftiger einsetzen können.

Ich weiß, einen neuen Gynaekologen auszuprobieren ist ätzend,
aber vielleicht wäre es doch noch einen Versuch wert!

Gruß
Elke

Hi Elke,

Allerdings finde ich das Argument: du seist zu jung für die TO
blödsinnig - nur musst du dir bewusst sein, dass danach zwar
die Blutungen aufhören, aber andere Wechseljahresbeschwerden
umso heftiger einsetzen können.

Aber das passiert doch nur, wenn die Eierstöcke mit entfernt werden??? Meines Wissens (und auch meiner Erfahrung nach) bewirkt die Entfernung der Gebärmutter allein nicht die sofortige Auslösung der Wechseljahre.

Winkegruß
Anja

Hallo Angelika Marie,

wer kann mir Tipps geben für eine homöopathische oder
alternative Behandlung von Wechseljahresbeschwerden? Mein
Hauptproblem sind Blutungen, die nicht enden.

Die Blutungen, die Du hast, sind ja ein deutliches Zeichen dafür, daß etwas „nicht stimmt“. Diese „Unstimmigkeit“ zu beheben, in dem man das betreffende Organ entfernt, finde ich äußert krass. Das allerdings ist meine ganz persönliche Meinung. Und so würde ich jede nur denkbare, halbwegs vernünftige Möglichkeit vorher ausprobieren, bevor ich mich zu so einem Schritt entscheiden würde.

Ich bin 46 Jahre alt und habe nach einer Odyssee von
Frauenärztin zu Frauenärztin langsam die Nase voll von: „Da
nehmen Sie jetzt mal von dieser Pille (Femranette, zur
Empfängnisverhütung) täglich 2, damit wir wieder einen
richtigen Zyklus hinkriegen.“ und „Na, dann machen wir mal
wieder eine Ausschabung- das geht jetzt ja so schön ambulant.“
Mein Eisenspeicherwert liegt bei 7 (normal ist 25 - 120) und
ich habe das Gefühl, das interessiert nicht wirklich. Der
Gipfel ist meine derzeitige Ärztin, die mir, obwohl meine
Mutter an Brunstkrebs erkrankt ist, Cyclo-Östrogynal
verschrieben hat. Im Beipackzettel ist erklärt, dass
Brustkrebs unter der Einnahme des Medikamentes bei 5
Patientinnen mehr (als der Durchscbnitt) auftritt, als ohne
Einnahme.

Offensichtlich hast Du ja schon so einige Erfahrungen mit Ärzten und deren Verschreibungsvorlieben gemacht. Da Du für alternative Heilmetoden offen zu sein scheinst, wäre es doch einmal eine Überlegung, es auch genau damit zu versuchen. Hierbei sollte es aber etwas mehr sein, als nur Empfehlungen aus dem Forum, sondern der Besuch bei einem/einer Heilpraktiker/in, der/die eine gründliche Annamnese vornimmt und sozusagen an allen Stellen sucht. Solltest Du Dich direkt für die klassische Homöopathie entscheiden, muß Du Geduld mitbringen. Auch bei einfachen naturheilkundlichen Behandlungen ist es in der Regel (nettes Wortspiel an dieser Stelle) mit einem Termin meist nicht getan und muß leider selbst bezahlt werden.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Naturheilkunde sind im Vergleich zu ärztlicher Behandlung deutlich besser, aber auch das ist natürlich nicht zu verallgemeinern. Ich möchte Dir jedoch trotz Deiner offensichtlichen körperlichen und gesundheitlichen Einschränkung Mut machen, nach einer verträglicheren Lösung als der Total-OP zu suchen.

Hat man Deinen Hormonstatus mal untersucht?

Auch wenn in den gängigen Arztpraxen die alternativen Methoden nicht so gerne gesehen sind, wird das Thema an sich jedoch ernst genommen. Hierzu ein Link: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Ambulanz-fuer-…

Empfehlen möchte ich Dir, Dich mal mit den beiden pflanzlichen Mitteln Agnucaston und Cimisan zu beschäftigen. Cimisan wird oft bei Wechseljahresbeschwerden gegeben und Agnucaston ist der Klassiker bei Zyklusbeschwerden. Aber nochmals möchte ich Dir raten, besser einen erfahrenen Behandler bzw. eine erfahrene Behandlerin zu suchen, der/die die Ursache findet und Dich ganzheitlich, also nicht nur auf Deine Symptome beschränkt behandelt. Denn nichts kommt von nichts.

Noch was zur weiteren Info: http://www.steierl.de/phytol1.htm

Ich wünsche Dir alles Gute!

Avera

Hallo,

wer kann mir Tipps geben für eine homöopathische oder
alternative Behandlung von Wechseljahresbeschwerden? Mein
Hauptproblem sind Blutungen, die nicht enden.
Weiß jemand Rat? Danke und Gruß, Angelika-Marie

Hallo,

eine Ferndiagnose ist leider nicht möglich. Du mußt Dich also schon zum Heilpraktiker oder Homöopathen bemühen.
In der klassischen Homöopathie gibt es viele Einzelmittel. Eine erfolgreiche Behandlung setzt jedoch eine gute Eigenbeobachtung voraus. Also wirst Du viele Fragen, nach Zeitdauer, Zeitabstand, Farbe, Konsistenz des Blutes und weiteren Dingen beantworten müssen.

Hilfreich kann es sein über einen längeren Zeitraum täglich Tee aus Frauenmantel und Rotklee zu trinken.

Gute Besserung

Kerstin

oh bist du ecklig!

Hallo Angelika-Marie,

mir ist es schon zweimal passiert, dass die Regel nicht enden wollte. Meine Frauenärztin hat mir jedesmal Hormone verschrieben (ich weiss nicht mehr, wie das Präparat hieß). Die musste ich 10 Tage einnehmen, dann hat sich die Regel wieder normal eingependelt.
Meine Frauenärztin bietet auch homöopathische Behandlungen an, aber in diesem Fall ist die Hormonbehandlung wirklich die effektivste Lösung.
Sie hat mir danach zu Mönchspfeffer (Agnus Castus AL) geraten (ähnelt dem Gelbkörperhormon). Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht (ich hatte auch Beschwerden vor der Regel). Das kann man rezeptfrei in der Apotheke kaufen. 100 Tabletten kosten zwischen 13 und 15 €. Ich habe überhaupt keine Nebenwirkungen damit.
Ich habe auch mal gehört, dass die Einnahme von Gelbkörperhormon helfen soll. Es gibt Frauenärzte, die behandeln sowas mit der Dreimonatsspritze. Rein gefühlsmäßig halte ich davon nichts. aber das muss jeder für sich entscheiden.
Vielleicht solltest du dir auch eine/n Gyn suchen, der homöopathische Behandlungen mit anbietet. Wenn die nix nützen, kann man immer noch konventionell behandeln. Aber das mit dem Mönchspfeffer würde ich auf jeden Fall in Erwägung ziehen!

LG
Wunderblume

oh bist du ecklig!

Stimmt, liebe Carolin,

das bin ich fürwahr…

Und stell’ Dir vor: in mir ist auch Speichel, Schweiß breitet sich aus auf der Haut und Sekret… Und da ist noch das Gedärm - ein Grauen: da hindurch wuchtet sich das, was der Volksmund Scheiße nennt. Der Zwang zum Urinieren ist auch so eine bittere Einrichtung, mit der man uns, den sauberen Homo Sapiens doch hätte verschonen können. Und warum hat das Ejakulat so eine grauenhafte Konsistenz, einen so un-sinnlichen Geschmack?

Alles Gewebe, Wucherung, Schmodder, Geröll…

Aber es kommt noch schlimmer - irgendwann. Meine liebsten Freundinnen haben sich auffressen lassen von heimtückischen Zellen, von einem Krebs (überlege mal!), der sich dann irgendwann erlösend Tod nennen konnte. Die haben gestunken in ihren letzten Tagen, da kann man sich ja nur abwenden von lauter Eckligkeit. Ja, ja, Du hast Recht, ist schon eine Zumutung, dieser Leib - könnte man doch ohne ihn und seine Unzulänglichkeiten leben, dann wäre das Leben richtig schön!

Eckelnd,
Anja

Hallo Namenskollegin!

In jeder Hinsicht kann ich mich Anja anschließen!
Da Deine Gebärmutter Dich offenbar nur noch ärgert, Deine Familienplanung wohl abgeschlossen ist und Du gesundheitlich ganz erhebliche Einschränkungen durch die heftigen Blutungen hast mein Rat: raus damit!

Alles andere ist Rumhampelei, und es geht Dir vermutlich nicht wesentlich besser.
Ich habe das auch durch, eine Menge Zeit mit der Suche nach „natürlichen Alternativen“ verplempert, um nach der Gebärmutter-Entfernung mein Leben endlich wieder genießen zu können.
(Siehe oben: lachen, husten, niesen, und SEX)

Angelika