Hallo,Herr Doktor!
(Chondromalazie; = der Knorpel ist - aus welchen Gründen auch
immer - schlicht abgenutzt und gänzlich verschwunden)
Da haben wir wieder die ausweichende Art unserer heutigen Mediziner,die bei Erklärungsnot solche nichtssagenden Formulierungen gebrauchen, um den Patienten einzulullen.
Ein Medizinmann hat eben seine Geheimnisse und der Patient braucht auch nicht alles zu wissen.
Wie kann es sein , daß schon junge Leute an Arthrose leiden, während andere Leute mit 84 noch jeden Tag arbeiten und keinen Verschleiß haben?
Weil jedes gesunde Gelenk sich selber erneuert und nie verschleißt!
Wenn Verschleiß auftritt, dann wird die Erneuerung der Gelenkkapseln sehr wahrscheinlich von einer Infektion unterbrochen.
wächst auch durch wilde - und wegen der Resistenzausbildung
gefährliche - Antibiotikamampferei nicht nach.
Und immer wieder die gleiche Leier" wegen Resistenzbildung, gefährlicher Antibiotika Einsatz". Bei einer richtigen Behandlung kommt es nicht zur Resistenzbildung.
Wenn man natürlich immer nur 3,10 oder 14 Tage ein Antibiotikum verschreibt, wie es in Deutschland üblich ist, dann können sich sehr schön Resistenzen ausbilden.
Eine Bekannte von mir hat MS und ständig mit Entzündungen des Urinaltraktes zu kämpfen.Aber sie bekommt immer nur die übliche 14 tägige Behandlung mit Antibiotika.Manchmal auch 3 Wochen, wenn die Symptome noch nicht besser sind.Das ist bei ihr eindeutig zu kurz.
Ab einem
bestimmten Grad kann man nur mit Oberflächen- bzw.
Gelenkersatz ran, sollte der von Arthrose geplagte Mensch sein
Leben noch einige Jährchen schmerzfrei und ohne
Einschränkungen genießen dürfen.
Aber doch nicht bei jungen Leuten!
Da sollte man doch alle Register ziehen um eine Operation zu vermeiden.
Inzwischen gibt es auch - je
nach Ausprägung der Arthrose - die Möglichkeit das Gelenk zu
‚überkronen‘ oder aus Eigenmaterial gezüchteten Knorpel zu
implantieren.
Sehr schön, aber wenn es sich um eine Infektion handelt, bleibt es bestimmt nicht bei diesem einen Gelenk.
Schenkelhalsbrüche bei älteren Personen werden nur bei
OP-Unfähigkeit (des Patienten nicht des Arztes natürlich *g*)
konservativ behandelt und auch dann nicht mit
Antibiotika.
Ich habe auch nicht behauptet,daß man das machen sollte, höchstens, um die OP abzusichern.
Bei OP-fähigen Patienten ist die OP-Indikation
praktisch grundsätzlich gegeben, wobei bei der Auswahl des
Therapie (lies: Osteosynthese oder Endoprothese) einige
Faktoren berücksichtigt werden müssen. Kein Arzt, der halbwegs
bei Sinnen ist, bastelt einem eine Hüft-TEP rein, nur weil er
sein H-TEP-Pensum zu erfüllen hat. Die Indikation wird in
jedem OP-Bericht ausdrücklich festgehalten und Du kannst
Deinen Popo darauf verwetten, daß da der Hausarzt und/oder MDK
ziemlich genau darauf schauen. Oooooooder aber es meldet sich
- sollte mit der OP etwas nicht in Ordnung gewesen sein -
spätestens 9 Monate nach der OP das Qualitätsbüro (Link des
Bundesverbandes: http://www.bqs-online.de/) und fordert
detaillierte - wenn auch anonymisierte - Auskünfte zu den
beanstandeten OPs; Grundlage: ‚Externe vergleichende
Qualitätssicherung in der stationären Versorgung gemäß § 137
SGB V‘.
O.K. so sollte es ablaufen und wird es wahrscheinlich auch in vielen Fällen.
Es hängt davon ab, an welchen Arzt man gelangt.
Ich habe schon so viele Erfahrungen gemacht, daß ich solche Texte nur noch lächelnd lese.Das ist doch nur Theorie!Geld regiert die Welt ,auch in der Medizin.
Grob gesagt: wenn die Möglichkeit besteht, entscheidet man
sich bei jüngeren Patienten für gelenkerhaltende OPs
(Gamma-Nagel, dynamische Hüftschraube oder Platte).
Und bloß kein Antibiotikum, denn es könnten sich Resistenzen bilden!
Besteht
eine Arthrose und/oder eine Fehlstellung und/oder ist der
Patient sehr betagt und in einem schlechten Allgemeinzustand
mit zahlreichen Begleiterkrankungen, möchte sich aber noch
bewegen können, wird man mit Sicherheit die endoprothetische
Lösung wählen, die übrigens auch in anderen Fällen einen
Vorteil hat: Osteosynthesematerial muß nach 6-12 Monaten
entfernt werden (= erneutes Narkose-Risiko), Endoprothesen nur
in den seltensten Fällen und wenn, dann meist nur wegen
periprothetischen Infektionen oder traumatischer Lockerung.
Ich finde, diese Prothesen sind eine sehr schöne Sache, wenn es nicht anders geht.
Und da wird es sehr schwammig.
Es kommen subjektive Ansichten des Arztes zum Tragen, die hinterher erst recht nicht mehr beurteilt werden können und schwer nachprüfbar sind.Da können noch so viele Kommissionen(besetzt mit Kollegen)da sein, die das zigmal absichern, nur glaube ich nicht daran, daß da auch nur irgend etwas kontroliert wird.
Wie war das nochmal mit den Krähen?
Gruß
Rolf