Änderungen im Gesundheitswesen gibt es dauernd, man kann kaum mitkommen. Wer aber hat sich Folgendes ausgedacht:
Wenn ich wg. einer Endoskopie ambulant ins Krankenhaus gehe, reicht keine Überweisung des Hausarztes, ich muss eine vom Facharzt, in diesem Fall von einem Gastroenterologen, haben. D.h. Der Hausarzt stellt eine Überweisung für den Facharzt aus, der wiederum für das Krankenhaus. Da ich am 4.10. ins K’haus gehe, muss ich (wg. Feiertag am 3.) am 2.10. eine Überweisung von Hausarzt holen (Beginn eines neuen Quartals!). Da der an dem Tag aber zu hat, gehe ich direkt zum Facharzt, bezahle meine 10 Euro, lasse mir eine Überweisung für das K’haus austellen und zweckmäßig gleich auch eine an den Hausarzt.
Also … da komme ich nicht mit. Wer hat sich diese Bürokratie ausgedacht? Die Politiker oder die Kassenärztliche Vereinigung? Letztere müssten doch die Interessen der Ärzte vertreten, aber die stöhnen und schimpfen nur, wenn man sie darauf anspricht!
Wer kann mich aufklären?
Wer hat sich diese Bürokratie
ausgedacht? Die Politiker oder die Kassenärztliche
Vereinigung?
Ich fürchte, dass sich diese in der Tat schrechliche Bürokratie weder die Politiker noch die Kassenärztliche Vereinigung, noch die Ärzte, sondern -
die Kassen ausgedacht haben! Und die Funktionäre der großen Krankenkassen sind wiederum so etwas Ähnliches wie Politiker.
Hier schließt sich der Kreis.
Gruß,
Branden
Hallo, dass dies eine bürokratische Meisterleistung ist, das
gebe ich gerne zu - was ich allerdings bestreite ist, dass die Kassen
diesen Schwachsinn alleine ausgebrütet haben - da gehören immer
zwei dazu - und wenn ich meinen Hausarzt (Allgemeinmediziner)
richtig verstanden habe, waren es die Fachärzte, die auf diesem
Modus bestanden haben sollen.
Gruss
Czauderna
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wenn ich meinen Hausarzt (Allgemeinmediziner)
richtig verstanden habe, waren es die Fachärzte, die auf
diesem
Modus bestanden haben sollen.
Da bist Du wohl einer Fehlinformation aufgesessen - wir Fachärzte hassen die Praxisgebühr äh Kassengebühr wie die Pest. Wenn wirklich zwei dazu gehören (was ich im übrigen leise bezweifle), dann waren die Zweiten jedenfalls nicht die niedergelassenen Ärzte.
Gruß,
Branden
die Ehre, auf die Praxisgebühr gekommen zu sein, muß schon beim BMG bleiben. Die hatten damals Schiß, den Arbeitgebern schon wieder in die Tasche zu greifen. Wer so blöd war, nicht zu kapieren, daß das Gesundheitssystem gut auch ohne Patienten (NICHT ohne Versicherte!) auskommt, sollte halt dann auch noch was extra bezahlen, wenn er/sie schon auf dem Patiententum bestehen mußte. Und dann gings los:
es kommt ja - unverständlicherweise - vor, daß dieses rätselhafte Wesen Patient obstinaterweise darauf besteht, neben dem Hausarzt seines Vertrauens noch Fachärzte aufzusuchen. Wird er es sich gefallen lassen, dann nochmal den Patientenaufschlag bezahlen zu sollen? Wahrscheinlich nicht. Also - Ausnahme: wer überwiesen wird, muß nicht nochmal. Was ist, wenn der Krankheitsfall die Quartalsgrenzen überschreitet (Bakterien haben keinen PDA)? Hier gehts ans Prinzip - zaaahlen! Und die Geschichte mit dem Krankenhaus, und mit dem Hin- und mit dem Her? Darüber wurde doch erst nachgedacht, als die Kuh schon längst auf dem Eis stand. Dafür hält man sich doch aber seine Bürokraten und Referenten und seine ‚task-forces‘! Da braucht Ulla keine Hilfe von KV’en, Kassen oder so - dat macht sie gaanz alleine. Und dat is noch längst nich alles - die Geschichte mit der Gesundheitskarte wird eine Nummer, eine Nummer, da is ‚toll collect‘ ein Selbstgänger dagegen. So viel Scheiß schafft das BMG gar nicht alleine - da wird man sich noch ein paar Bürokraten ausleihen müssen. Aber der Transfer klappt ja hin und her ganz gut: da wechselt der Herr Knieps vom AOK-Bundesverband mal eben ins BMG, dafür geht ein Staatsskretär Wagner aus dem BMG zum Landesverband der Betriebskrankenkassen - Bürokraten haben eine andere Subsidiarität. Und mit der Gesundheit - mit der Gesundheit kannse nich so spassen, da muß schon Butter bei die Fische.
Kai
also, ich muss schon sagen: Deine Beiträge gefallen mir von Woche zu Woche besser…
Was so die Pensionierung aus einem Mann machen kann; ich wünschte, ich wäre auch schon so weit, aber mit 2 Studenten im Haus…
By the way: es gibt (lt. unserer KV Unterfranken) auch die "quartalsübergreifende Überweisung: wird ausgestellt z.B. am 30.09., Pat geht am 02.10. zum Fachart, zahlt dort seine 10 Euronen und bekommt seine Überweisung zum Hausarzt etc. Diese Regelung gilt bis zum 10. eines Quartalsanfangsmonates…
Oh heiliger Bürokratius!
meint synapse
Hallo,
ich habe mich nicht auf die Praxisgebühr bezogen sondern auf die
Überweisungsmodalitäten - über die Kassengebühr müssen wir nicht
diskutieren, da bin ich der Meinung, wenn schon dann sollten die Kassen
das selbst einziehen.
Gruss
Czauderna