Ich habe gelesen, dass Menschen die an Porphyrie erkrankt sind, ihr Leiden dadurch lindern können, indem sie Blut trinken. Die roten Blutkörperchen können anscheinend vom Körper aufgenommen werden und gelangen in den Blutkreislauf.
Jetzt frage ich mich aber; werden denn die roten Blutkörperchen im Magen nicht schon durch die Säure zersört?
Und wie ist das mit dem HI-Virus? Mal angenommen,man hat auf dem Weg bis zum Magen keine offene Wunde. Würde der Virus überleben bis er in den Dünndarm kommt und dann aufgenommen werden? Oder würden die Viren im Magen schon zersört?
Erythrocyten passieren Magen NICHT unbeschadet?
Hi Nadia!
Wenn etwas aufgenomen wird, so ist es der Blutfarbstoff Häm. http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4m (Übrigens soll hier ja unter Umständen die Herkunft der Dracula-Sage liegen…) Ein Erythrozyt ist zur direkten Aufnahme viel zu groß und er wird auch im Magen sofort zerlegt. Das HI-Virus macht’s im Magen sicher auch nicht lange, wie man aus den „Gib’ AIDS keine Chance“ Spots weiß, macht das ja schon im Geschirr-Spülwasser schlapp.
Ich habe gelesen, dass Menschen die an Porphyrie erkrankt
sind, ihr Leiden dadurch lindern können, indem sie Blut
trinken. Die roten Blutkörperchen können anscheinend vom
Körper aufgenommen werden und gelangen in den Blutkreislauf.
Jetzt frage ich mich aber; werden denn die roten
Blutkörperchen im Magen nicht schon durch die Säure zersört?
Die werden sicherlich zerstört: die Magensäure (Salzsäure) reagiert mit dem Hämoglobin (rot) zu Hämatin (sehr dunkel, „kaffeesatzfarben“), und ich nehme an, daß die Bestandteile der roten Blutkörperchen ebenso verdaut werden, also in Moleküle wie Aminosäuren usw. zerlegt werden, wie andere Nahrung. Anders als in Form solcher Moleküle könnten die Nahrungsbestandteile auch nicht aufgenommen werden.
Aber selbst, wenn die Erythrocyten die Passage des Magens unbeschadet „überleben“ würden, könnten sie aufgrund ihrer Größe (ca. 0.007 mm Durchmesser) nicht durch die Darmschleimhaut aufgenommen werden. (Und wenn doch, käme es wohl auf die Blutgruppe an).
Eine solche orale Bluttransfusion ist wohl eher ein Märchen und so wirksam wie das Essen von Blutwurst.
Für die AIDS-Viren gilt das gleiche: wenn sie nicht durch eine Verletzung z. B. in der Mundschleimhaut, also oberhalb des Magens in die Blutbahn gelangen, im Magen werden sie zerstört (bin mir ziemlich sicher, es gibt nur wenige Krankheitserreger, die nicht im Magen zerstört werden). Und selbst wenn so ein Virus bis in den Dünndarm käme, wäre er zu viel groß, um dort aufgenommen zu werden.
Ähm, ja übrigens: ich meine das natürlich rein theoretisch.
Nicht das ihr denkt ich wolle jemandem Bluttrinken
verschreiben…
Ich glaube klaum dass jemand der so eine Frage schreibt, überhaupt etwas verschreiben darf - das ist nämlich meizinern und Heilpraktikanten vorbehalten…