Hallo,
in meiner Familie hatten schon einige Krebs. Was mir besonders viel Angst macht ist das meine Mutter schon mit 28 Gebärmutterkrebs hatte ihr wurde die Gebärmutter und ein Eierstock entnommen. Meine Oma hatte dasselbe aber erst mit 50 Jahren.
Wie hoch ist das Risiko das ich es auch bekommen kann?
Ich mein ich hätte schon gerne Kinder aber im Moment wäre das noch zu früh weil ich mitten in meiner Ausbildung bin. Aber was ist wenns mich auch mit Ende 20 erwischt?
Ich hoffe ihr habt ein paar tipps für mich…
Liebe Grüße Angelina
Hallo,
Krebs entsteht, wenn einige (ungünstige) Veränderungen im Erbgut einer zelle (Mutationen) zusammenkommen. Diese Mutationen betreffen die Gene, welche das Wachstum und die Zellteilung kontrollieren. Wenn diese Kontrolle kaputt geht, kann es sein, dass die betroffene Zelle sich eben unkontrolliert vermehrt und so ein Tumor entsteht.
Mutationen entstehen spontan, andauernd und praktisch ziellos überall im Erbgut jeder Zelle. Die allermeisten sind recht bedeutungslos. Nur wenige treffen mal wichtige Stellen. Die betroffenen Zellen sterben in den meisten Fällen dann ab. Nur sehr, sehr selten passiert es, dass mal eine ganz ungünstige Kombination aller wichtigen Kontrollgene für das Zellwachstum/Teilung getroffen werden.
Ein Teil der nötigen Mutationen kann jedoch vererbt werden. Wenn im Erbgut einer Person schon von Beginn an solche ererbten Mutationen vorliegen (die ja dann in _jeder_ Körperzelle schon vorhanden sind!), ist es wahrscheinlicher, dass eine der Körperzellen die noch fehlenden Mutationen erwirbt und somit ein Tumor entsteht.
Also: Die Veranlagung für Krebs (d.h., die Höhe der Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken) ist tatsächlich erblich. Der Ausbruch selbst ist aber immer auch abhängig vom Zufall (wann und wo welche weiteren Mutationen auftreten). Wenn viele nahe Verwandte überproportional häufig an Krebs erkranken, liegt es nahe (muß aber nicht sein), dass man selbst ein erhöhtes Krebsrisiko hat. Wie sehr erhöht das ist, kann man nicht sagen, ohne die Sequenzen aller relevanten Gene bei der Person zu kennen (es gibt nur sehr wenige, spezielle Ausnahmen erblicher Krebsrisiken, wo man allein aus der Erfahrung sagen kann, wie hoch etwa das Krebsrisiko ist - zB. bei Leuten mit Xeroderma pigmentosum oder Ataxia telangiectasia) - was in aller Regel nicht der Fall ist.
Für dich ist sicher am wahrscheinlichsten (so lehrt es die Erfahrung mit ähnlichen Fällen), dass du das gleiche Risiko hast wie die allermeisten anderen auch. Also kein Grund zur Panik. Doch egal, wie das persönliche Risiko ist, sollte man immer ein paar Dinge beherzigen:
-
meide Substanzen, welche Mutationsfördernd sind
(zB. UV-Licht [exzessives Sonnenbaden], Rauchen!, übermäßigen Alkoholkonsum, organische Lösungsmittel)
-
mache regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
(zB. Mammographie, Kolonskopie; welche und wieviele Untersuchungen in welchem Alter sinnvoll sind, sagt dir dein Arzt!)
LG
Jochen
Hi,
soweit ich informiert wurde, ist Krebs selbst nicht erblich, aber die Veranlagung dazu. Soll heißen, wenn du in der Familie Fälle von Krebs hast, wird dir jeder Arzt rechtzeitig zu Vorsorgeuntersuchungen raten. Meine Mutter hatte letztes Jahr mit 65 Brustkrebs, was dazu führt, dass ich jedes Jahr zum Brustultraschall darf. Einfach zur Sicherheit.
Und meine Oma hatte Darmkrebs, später Alterskrebs überall verteilt. Sicher werde ich dann ab 50 regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge gehen.
Du solltest dich nicht zu sehr verrückt machen und auf jeden Fall regelmäßig zur Vorsorge gehen. Im Zweifelsfall gehst du nicht jedes halbe Jahr, sondern alle 3 Monate. Dein Arzt wird das bei der Vorgeschichte deiner Familie verstehen.
Letztendlich hast du wenig Einfluss darauf, ob es dich trifft und wenn, wann. Und Kinder solltest du erst bekommen, wenn du dich dazu bereit fühlst und auch das Drumherum stimmt.
Gruß
Tina
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Angelina,
seit kurzer Zeit ist ein neuer Impfstoff (Gardasil) gegen Gebärmutterhalskrebs auf dem Markt, es ist noch nicht klar, ob die Kasse die Kosten übernimmt. Informier Dich doch mal bei Deinem Haus- oder Frauenarzt.
Grüßle M
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Hallo,
in meiner Familie hatten schon einige Krebs. Was mir besonders
viel Angst macht ist das meine Mutter schon mit 28
Gebärmutterkrebs hatte ihr wurde die Gebärmutter und ein
Eierstock entnommen. Meine Oma hatte dasselbe aber erst mit 50
Jahren.
Wie hoch ist das Risiko das ich es auch bekommen kann?
Ich mein ich hätte schon gerne Kinder aber im Moment wäre das
noch zu früh weil ich mitten in meiner Ausbildung bin. Aber
was ist wenns mich auch mit Ende 20 erwischt?
Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich…
Liebe Grüße Angelina
Hallo Angelina,
seit kurzer Zeit ist ein neuer Impfstoff (Gardasil) gegen
Gebärmutterhalskrebs auf dem Markt, es ist noch nicht klar, ob
die Kasse die Kosten übernimmt. Informiere Dich doch mal bei
Deinem Haus- oder Frauenarzt.
Grüße M
Hallo,
Leider kann dieser Impfstoff nur verwendet werden bevor der erste Geschlechtsverkehr vollzogen wurde. Das wird bei Dir sicher nicht mehr der Fall sein. Oft ist es so ( sagen die Esoteriker ) das man mit seiner eigenen Angst die Krankheit anzieht. Du kannst selbst viel gegen den Krebs tun in dem Du die Risikofaktoren reduzierst, z.B. nicht rauchen, nicht zuviel in die Sonne oder ins Solarium, und darauf achten das Du psychisch gesund bleibst und die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig durchführen läßt. Eine genetische Disposition heißt noch lange nicht das Du Krebs bekommen mußt. Es grüßt Dich Christiane