Kind hat nicht gerlernt, sich zu trennen.
Hallo,
ich habe es erlebt, dass ein Kind aus Angst kotzt.
Da war ich selbst ein Kind und mein Schulfreund hatte panische Angst vor dem Schwimmunterricht (DDR). Er kotzte jedesmal, wenn wir am Beckenrand standen. Warum? Wir (Gruppe 3, das waren die, die nach wenigen Unterrichtsstunden noch nicht schwimmen konnten) wurden dann einfach ins tiefe Wasser geschmissen. Wenn wir uns nicht mehr von alleine über dem Wasser halten konnten, reichten uns die Lehrer endlich den rettenden Stab. Mir selbst wird bis heute (bin 33) schlecht, wenn ich Schwimmbad-Chlorgeruch wahrnehme.
Dass das Klammern des Babys hier mit einer Krankheit zu tun haben könnte wage ich fast zu bezweifeln. Vielmehr gehe ich von schierer Angst aus: extremer Trennungsangst.
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hat das Kind scheinbar nur eine einzige Bezugsperson weit und breit.
Wenn es diese verliert, dann sieht es alt aus (denkt es).
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könnte die Mutter sich in vergangenen Zeiten evtl. falsch vom Kind verabschiedet haben (bzw. gar nicht), wenn sie sich mal entfernt hat.
Es gibt die sogenannte 8-Monats-Angst. Babys in dem Alter fremdeln plötzlich. Sie haben erkannt, wer die wichtigste Person/die Hauptbezugsperson ist. Dies einmal erkannt, trennen sie sich nur unwillig von ihr.
Wenn das Baby damals nicht gelernt hat, dass
a) es auch mal ohne die Mutter geht
b) es sich auf das Weggehen der Mutter einstellen und
c) ihr Wiederkommen verlassen kann,
kann sich durchaus eine neurotische Verhaltensauffälligkeit, wie die hier beschriebene entwickeln.
_____________________ WAS TUN? ____________________
Hier im beschriebenen Fall hat das Kind wohl schon eine derartige Verhaltensauffälligkeit entwickelt.
Deshalb halte ich Elkes Rat, ein Sozialpädiatrisches Zentrum, eine Familienberatungsstelle oder einen Kinderpsychologen aufzusuchen , für sehr sinnvoll.
Ein Kinderarzt und andere Mediziner sind da nicht unbedingt die richtigen Ansprechpartner.
Aber was prinzipiell tun?:
Sich immer beim Kind verabschieden, wenn man geht!
Nicht denken: och, der spielt grad so schön, da merkt er gar nicht, dass ich gehe und es gibt auch kein Geschrei.
Das Kind wird sehr bald merken, dass die Mutter weg (und nur noch der Babysitter/die Krippenerzieherin/die Tante da) ist.
Nun stellt Euch mal vor, ihr seid in mit einer Reisegruppe im Dschungel. Ihr schaut Euch eine Pflanze genauer an und wenn Ihr aufschaut ist die lebensrettende Gruppe verschwunden! Na, vielen Dank!
Da wende ich mich lieber doch nicht der Umgebung zu, sondern geb Acht, dass ich den Kontakt zur Gruppe nicht verliere.
Dem Kind (bis es loslassen kann) immer Bescheid sagen, wenn man mal kurz wohin geht (z.B. auf Toilette) / das Zimmer verläßt.
Dann wird es lernen, dass es nicht immerzu kontrollieren muß, ob die Mutter noch da ist. Das Kind kann also loslassen. Die Mutter sagt ja schließlich, wenn sie geht.
Das Kind deutlich/intensiv begrüßen (z.B. umarmen), wenn eine (auch kurze) Trennungsphase vorbei ist.
Trennungsphasen sind für ein Kind schwer durchzustehen/sind Stress. Umso mehr braucht es nachher Zuwendung/die Möglichkeit, sich gehen lassen zu können, innerlich zur Ruhe zu kommen.
Trennungsphasen bis zur Verbesserung der Lage so kurz wie möglich halten.
Ein Kind erlebt Zeit anders/langsamer/länger als Erwachsene.
Das Kind niemals zurückweisen!
Auch wenn es nervt, dass es ständig am Bein hängt. Es einfach mal am Kopf streicheln. Mal hochnehmen, knutschen, wieder absetzen. Wenn Kinder voll der Liebe sind, wenden sie sich auch mal ab - bis der Tank wieder leer ist.
Beste Grüße
Claudia