Hallo,
wann spricht man eigentlich von einem Morbus Alzheimer, bis wann ist es noch „normale“ Vergeßlichkeit ?
Wenn man z. B. ab und zu absolut geläufige Dinge vergißt kann das ja mal passieren. Nur, eben stand ich auf der Treppe und dachte „wo ist nochmal das Badezimmer ?“. Völlig idiotisch, wie wohl viele denken werden (ich auch). Nach einem Sekundenbruchteil wusste ich es wieder (falls ich es überhaupt wirklich vergessen hatte).
Es ist mir auch schon auf der Arbeit passiert, dass ich auf einmal einen x-mal benutzten Textbaustein nicht mehr wusste. In diesem Fall musste ich aber nachsehen, es war einfach weg.
Irgendwie ein blödes Gefühl, denn eigentlich halte ich mich mit meinen 49 Jahren für recht normal.
Gruss
Andreas
Hallo Andreas,
hier findest Du die Alzheimer-Diagnosekriterien:
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/alzheimer/diagn…
Der Betroffene selbst bemerkt es nicht. Die meisten älteren Menschen, die selbst besorgt ihren Arzt aufsuchen, weil sie vermuten, ihre Vergesslichkeit könnte mit Alzheimer zu tun haben, sind völlig gesund.
Die ersten Anzeichen für eine Alzheimer-Demenz sind sehr subtil und schwierig einzuschätzen:
Etwa 70 Prozent der Patienten leiden in der Anfangsphase unter Antriebsschwäche und Depressionen.
Mediziner in Kliniken verfügen über spezielle Tests zur Gedächtnisleistung, die die Diagnose erleichtern. Eine neuere Entwicklung in der Diagnostik sind biologische Marker, die im Liquor, der Hirnflüssigkeit, zu finden sind. Mittels Lumbalpunktion wird eine Probe entnommen und auf diese Marker hin untersucht.
Eine moderate Vergesslichkeit ist normal und notwendig:
Unser Handeln würde schwer beeinträchtigt, wenn nicht benötigtes Wissen stets im Gedächtnis aktiviert wäre. Verspüren wir an uns zunehmende Vergesslichkeit, sollten wir uns nicht verrückt machen, sondern unserem Gehirn lieber die notwendige Zeit zum Auftanken gönnen.
Es gibt glücklicherweise auch so etwas wie eine „normale Vergesslichkeit“.
Manchmal handelt es sich aber auch um Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund einiger Kriterien, die man selbst in der Hand hat, bzw. die man vermeiden könnte:
Studien zeigen, dass Konzentration und Gedächtnis bei
- Flüssigkeitsmangel nachlassen. Weiterhin können
- permanenter, negativer Stress,
- Bluthochdruck und
- Diabetes die Hirnleistung beeinträchtigen. Desgleichen gilt für
- Schlafmangel und
- Mangel an Bewegung (Sauerstoffmangel im Blut, folglich auch im Gehirn).
Dass die richtige Ernährung, Konzentration und Leistungsfähigkeit unterstützt, zu viel und zu fettes Essen indes träge und müde macht, ist auch nicht neu.
Gruß, Renate
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Hallo Andreas,
Gedächtnisstörungen können unterschiedliche Ursachen haben - u.a. auch Stress.
An vielen größeren Krankenhäusern gibt es sogenannte „Gedächtnissprechstunden“, wo man die Ursachen abklären lassen kann.
Wenn Du Dich von der alltäglichen Seite her über Alzheimer informieren willst, findest Du reichlich Material im Alzheimer-Weblog mit vielen weiterführenden Seiten:
http://www.myblog.de/alzheimer
Es gibt auch eine Online-Beratungsmöglichkeit:
http://www.alzheimerinfo.de
Viele Grüße und alles Gute
Iris