Hallo Patrick,
die amtliche Empfehlung der STIKO (ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) die Influenza-Impfung durchführen zu lassen, gilt für:
- alle älteren Menschen (über 60-Jahre),
- alle Personen mit chronischen Erkrankungen,
- Kinder und Jugendliche, sowie alle
- Personen „mit Publikumsverkehr“ sowie
- solche, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können (also alle Personen in der Kinder-, Kranken- und Altenbetreuung) zu impfen.
Das sind alle Patienten ab 60 und alle, die ärztlich oder pflegerisch tätig sind und alle, die Herzkreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, chronische Nierenerkrankungen oder einen Diabetes mellitus haben oder andere Stoffwechselkrankheiten"
- Allen Menschen, wenn eine Epidemie droht, die durch einen neuen Virus-Typ verursacht wird und der passende Impfstoff bereit steht.
Die Kosten für Grippeimpfungen für die oben von der STIKO empfohlenen Zielgruppen werden von den Krankenkassen übernommen.
Seit 11/2005 tragen Personen, ohne Risikoeinstufung, die Kosten ihrer Grippeimpfung beim Hausarzt selbst.
Doch in vielen großen Betrieben, Ämtern, usw., ruft der Arbeitgeber vielerorts auf seine Kosten, zu betriebsinternen Grippeimpfungen auf.
Die Impfung sollte bei Menschen, die eine nachgewiesene schwere Hühnereiweißallergie haben, nicht erfolgen.
Für diese Personengruppe stehen, wenn sich erste Grippesymptome zeigen, die so genannten Neuraminidase-Hemmer zur Verfügung. Diese Präparate schwächen den Verlauf der Erkrankung ab.
Nach Grippeimpfung: Leichte Nebenwirkungen treten bei circa 13% der Geimpften auf. Sie beschränken sich auf lokale Beschwerden wie Schwellung, Rötung oder Schmerzen an der Injektionsstelle.
Aus Angst vor der Vogelgrippe wurden im Jahr 2005 viel mehr Influenza-Impfungen durchgeführt, als in der Vergangenheit. Das ist grundsätzlich zwar sinnvoll, hatte aber zu einer Knappheit in Jahr 2005 beim Impfstoff geführt, sodass jeder 2. Arzt zu wenig Impfstoff hatte. Davon wird nämlich nur so viel produziert, wie voraussichtlich benötigt wird.
Für 2006 gibt es bisher keine Impfstoff-Knappheit!!
Aber in diesem Jahr kommt der Impfstoff sehr spät auf den Markt - statt im August, erst im Oktober.
Grund für die Verzögerungen ist die geringe Produktionsausbeute bei einem der von der WHO empfohlenen Influenza-Stämme.
Fazit:
Für den einzelnen Patienten selbst, ob Risikopatient oder nicht, lohnt sich die Grippeimpfung immer. In Jahren mit Impfstoffknappheit kann es aber aus Sicht der Ärzte notwendig sein, dass Risikopatienten vorrangig versorgt werden.
Gruß, Renate
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