Kopfschmerzen,HILFE!

Hallo,ich heiße saed und bin 19 jahre alt.
Folgendes,in den letzten Monaten veränderte sich mein leben enorm.Ich habe einen sehr guten Freund im November 2005 verloren,er starb an Leukämie.Als ich Anfang Juli 2006 ins Krankenhaus mit meinem vater fuhr,weil ich atemnot hatte,untersuchten die Ärzte alles,ein EKG(was in Ordnung war) und nahmen mir Blut ab,seit dem augenblick,als ich mein Blut gesehen habe,kam alles hoch,die ganzen erinnerungen von meinem freund,der an Leukämie verstorben war.Ich hatte eine unglaublich Angst auch diese Krankheit zu haben u. konnte nicht einmal normal im Wartezimmer sitzen,bis die Ergebnisse(die Ordnung waren) kamen.Schließlich habe ich mich im laufe der letzten zwei monate in einen Hypochanda entwickelt…ich denke nur noch dadrüber nach,dass ich auch leukämie bekommen könnte.ich bin schon bei einem Psychologen und habe auch mein ganzen Körper checken lassen,wirklich alles.schon öfters mein Blut.
Mein großes Problem außer der Gedanken,sind meine Kopfschmerzen,ich stehe morgens auf und habe sofort kopfschmerzen.So ein Druckgefühl und es kommt mir so vor als würde mein Kopf icht genug Sauerstoff bekommen.Mein Hausarzt hat schon ein CT machen lassen,war alles in Ordnung aber ich komme einfach nicht klar.Alles hat sich geändert in meinem Leben,ich lache gar nicht mehr und ich erkenne mich nicht mehr wieder.Beispielsweise lese ich etwas über die Symptome von Leukämie, -uncharaktarsierbare Kopfschmerzen -müdigkeit etc. und ich komme sofort in Panik.
Ich will einfach nur wissen, ob meine Kopfschmerzen,die wirklich so schlimm sind, das WERK meiner Gedanken und meiner Angst an so einer Krankheit zu erleiden, sind???
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet…
Vielen dank, Saed…

Hallo Saed,

ich kann Dich gut verstehen. In meinem Abijahrgang sind zwei Bekannte von mir gestorben - einer an einer Hirnblutung und einer an einer Embolie von einer Beinvenenthrombose.
Obwohl das Jahre her ist, denke ich immer noch dran, wenn ich Kopfschmerzen hab oder etwas in meiner Wade piekst - ich weiß, daß es unwahrscheinlich ist, aber die Gedanken sind trotzdem da.

Dennoch glaube ich, daß das bei Dir ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist. Ich denke nicht, daß Dir über w-w-w so geholfen werden kann. Vielleicht suchst Du Dir lieber einen Psychotherapeuten, zu dem Du einen „Draht“ findest? Eine Therapie könnte Dir sicher eher Besserung bringen als der achte Bluttest beim Arzt…

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!
Gruß, L.Weipert

Hallo Du Armer!
Erstmal mein Beileid! Es ist immer schlimm, wenn jemand stirbt, der einem nahesteht.
Bei mir war’s vor vier Jahren mein Vater (Darmkrebs). Da die Krankheit erblich ist, hab ich bei jeder Verdauungsstörung Angst, es ginge bei mir los. Aber für sowas giobt’s ja Vorsorgeuntersuchungen.
Aber bei Deinen Kopfschmerzen denke ich, das ist nix schlimmes. Hatte ich auch - ganze zwei Jahre nach dem ganzen Streß mit Beerdigungen etc (5 Tote in einem halben Jahr…).
Das ist einfach psychischer Streß. Klar, Du hast viel zu verarbeiten (den Tod des Freundes, die Angst, evtl. selbst krank zu werden, die Angst wegen der Kopfschmerzen, …). irgendwie ist das ein Teufelskreis. Je mehr Sorgen Du Dir machst, desto mehr Kopfschmerzen hast Du, desto mehr Sorgen machst Du Dir.
Laß Dir sagen: Versuch, mal abzuschalten. Die Kopfschmerzen sind keine Krankheit! Versuch, Dir nicht unnötig Sorgen zu machen. Ich hab dieses dumpfe Gefühl im Kopf, die Atembeschwerden und den Druck in der Brust (war mehr Depression als physisch) durch TaiChi und Atemübungen in den Griff bekommen. Dabei kann man die finsteren Gedanken abschalten und gleichzeitig physisch entspannen.
Daß Du nicht viel lachst in letzter Zeit ist nachvollziehbar, hab ich auch durchgemacht. HAb auch jetzt noch ab und an so Tage, wo’s mir einfach mies geht. Aber das ist normal und das wird wieder besser.
Mach Dir doch einfach mal selbst ne kleine Freude, kauf Dir was schönes, gönn Dir was oder erfreu Dich an den kleinen Dingen (schöne Natur, Musik, was auch immer). Ruf Dir immer wieder bewußt in Erinnerung, was alles gut in Deinem Leben ist, was im Moment gerade schön ist, worüber man sich freuen könnte. Das fällt anfangs schwer, aber es bleibt immer was hängen und nach und nach geht’s immer besser. Dann kann man irgendwann auch wieder entspannen - und dann lassen auch die Kopfschmerzen nach.

Glaub mir, das kriegst Du alles in den Griff!

Liebe Grüße
Christiane

Hallo Saed,

ich kann dich auch gut verstehen. Ne Freundin von mir hatte Knochenkrebs, und jedes Zwicken und Stechen trieb mich in eine Krise. Mit 16 hatte ich eine Phase mit starker Atemnot, keine Ursache gefunden damals. Aber die Panik, die einen da befallen kann, ist wirklich schlimm, und alle anderen denken, der/die soll sich nicht so haben, er/sie hat ja nichts!
Mir hat damals geholfen, vom Arzt untersucht zu werden und wirklich abklären zu lassen, ob alles ok ist. Und dann hab ich jeden Tag zu mir gesagt " Bleib ruhig, es ist alles ok, du bist gesund!" hat wirklich lange gedauert, bis ich es umsetzen konnte. Und ein bißchen Hypochonder bin ich auch heute noch. Aber nicht mehr so extrem wie damals. Andererseits sag ich mir auch " Und wenns so wäre, und es erwischt einen, so ist es eben. Man kann es nur wenig beeinflussen
( ich rauche nicht, was viel wert ist, hoffe ich :smile: ), und der Rest ist Schicksal! Deswegen genieße dein Leben!
Ich denke auch, deine Kopfschmerzen sind psychosomatisch. Deine ganzen Ängste und Erlebnisse sind noch nicht verarbeitet. Vielleicht würden dir auch mal Massagen für den Rücken-Nacken guttun, meist verspannt man sich auch ganz unbewusst, wenn man so unter Druck/Stress steht.
Und darüber reden hilft, Freunde, Verwandte, Bekannte…(bei der Freundin von mir mit Krebs hat sich später rausgestellt, das es auch anderen Freundinnen von ihr so ging, die hatten auch alle ähnliche Symptome auf einmal, das hat mich wieder etwas beruhigt, das es nicht nur mir so ging!).)

Ich wünsch dir alles Gute, das du diese Phase schnell überwindest und dein Leben wieder genießen kannst!

Liebe Grüße, Anja